Mittwoch, 7. Dezember 2016

Dezember

GD

Ein paar Tage habe ich es hinausgezögert, doch heute steht es an: das letzte Kalendergedicht meines Vaters. Es macht mich nachdenklich und ein wenig traurig, wie schnell das Jahr 2016 vorbeigezogen ist. Im März habe ich mit dem Hochladen der Gedichte begonnen (in diesem Post habe ich Januar, Februar und März zusammengefasst), und nun ist tatsächlich bereits der Dezember in vollem Gange. Der Zyklus endet nach dem Dezember-Gedicht mit einem »Outro«, in dem sich die Verse aus dem »Intro« wiederholen.

Ich danke euch allen, die ihr die Gedichte meines Vaters gelesen und kommentiert habt – es hat mich sehr gefreut, seinem Schreiben und damit auch ihm selbst hier auf dem Blog einen Platz geben zu können.

Zum Abschluss gibt es heute nach dem Gedicht und dem »Outro« kein einzelnes Foto, sondern gleich mehrere, nämlich ein paar Blicke auf unsere diesjährige Adventsdeko.

Ein letztes Mal: Viel Spaß! :-)


Inhalt











Dezember - Julmond

Weihnachtszeit

Advents- und Weihnachtszeit,
Lichter in der Dunkelheit.
Äpfel, Nüsse, Duft im Haus,
Stiefel, Warten, Nikolaus.
Christbaumkugeln, Kerzenlichter,
strahlend frohe Kindgesichter,
lange Nächte, Frost und Schnee,
Vogelfutter, Heu für’s Reh.
Jahresneige, Silvesterball,
Jahreswende, Neujahrsknall.

Nikolaus S.


Wie der Wind so geschwind,
geschwind wie der Wind:
Ein Jahr zerrinnt
Ein Jahr beginnt.

Nikolaus S.







Samstag, 26. November 2016

Ein bisschen unsterblich

AD

Andere schenken ihren Partnern Kleidung, Schmuck oder Parfums.

Ich schenke meinem – ähm, so was hier:

Mit gepressten Blüten gefüllte Schneekugel.
Vorderseite: Kornblume und Trichterwinde.

Mit gepressten Blüten gefüllte Schneekugel.
Rückseite: Rosenblüte mit Blütenknospen.

Die Kornblume und die Trichterwinde haben wir ultrakitschig bei einem gemeinsamen Picknick gepflückt, die Heckenrosenblüte mit ihren drei weiteren Blütenknospen dagegen lag ein paar Tage später abgerissen bei uns auf dem Gehsteig. Jetzt ist sie ein bisschen unsterblich.

Sonntag, 20. November 2016

Unsere letzte Gewinnerin

GA

Ihr Lieben,

zuallererst vielen, vielen Dank für eure Glückwünsche zum vierten Blog-Geburtstag! ♥

Wir waren bei der Durchführung der Verlosung ein bisschen überfordert, weil nicht aus allen Kommentaren eindeutig hervorging, ob eine Teilnahme am Gewinnspiel gewünscht ist oder nicht – darum waren wir so dreist, euch einfach alle in den Lostopf (aka Müslischüssel) zu werfen und zu hoffen, dass die gezogene Person das Büchlein dann haben möchte. :D
 
Und den Gedichtband gewonnen hat …


Jade! Da steht Jade, nicht Jack!
Hierzu hatten wir eine nette kleine Diskussion. :D

Herzlichen Glückwunsch! 
Damit bist du unsere letzte Gewinnerin. ♥

Weitere Verlosungen wird es hier aller Voraussicht nach nicht geben, denn wir möchten wirklich gern weitgehend zum »Normalo-Bloggen« zurückkehren, das nichts mit Buchveröffentlichungen und allem drum herum zu tun hat. Aber es war eine interessante Erfahrung, das mal knappe zwei Jahre lang erlebt zu haben – liebsten Dank an alle, die uns auf diesem Weg begleitet haben! ♥

Donnerstag, 17. November 2016

Vier Jahre Beziehungstat

GA

Hallo ihr Lieben!

Heute ist es so weit: Unser Blog feiert seinen vierten Geburtstag! Vielen lieben Dank an alle, die uns immer noch treu lesen, mit denen wir unser Leben und Schreiben teilen dürfen und die »Beziehungstat« dadurch auch in der Außenwelt lebendig machen. Unsere Innenwelt, die lebt natürlich immer. Doch erst der Austausch mit euch hat unseren Blog wachsen lassen und ihn zu dem gemacht, was er heute ist.

Und weil einer der zwei Gründe für das Herausbringen unseres Gedichtbandes das heutige Jubiläum war, möchten wir gern ein Exemplar des arschteuren (ähm) Hardcovers unter euch verlosen. Bitte macht ohne schlechtes Gewissen mit, falls ihr den Band gern haben möchtet – den haben wir für diese Aktion eingeplant, lange bevor wir erfahren haben, was das Amtsgericht vorhat. Er wartet hier darauf, verlost und verschickt zu werden, und würde garantiert weinen, wenn das nicht geschähe. Ja, unsere Bücher können so was! Und nach der Entscheidung gegen weitere Bücher wird dies voraussichtlich unsere letzte Buchverlosung sein. Also, wir freuen uns wirklich, wirklich über jeden Menschen, der mitmacht, und das verursacht uns auch keine Zusatzkosten, weil Buch und Versand längst organisiert sind.

Hier könnt ihr euch noch mal den allerersten Post auf diesem Blog anschauen, falls ihr das möchtet. Und wer an der Verlosung teilnehmen mag, piept bitte einfach ganz kurz ins Kommentarfeld. Zeit habt ihr dafür bis Sonntag, den 20. November, 12 Uhr. Am Nachmittag geben wir dann hier bekannt, wer den Band gewonnen hat. Versendet wird er in der nächsten Woche. :)

Und weil jede Party Luftballons braucht …


Ein Flötenspieler aus Bronze, an dessen Händen irgendjemand
zwei herzförmige Luftballons in Rot und Weiß festgebunden hat.
Wir können uns beim besten Willen nicht erklären, wer das gewesen sein könnte …

Mittwoch, 16. November 2016

Zwischenerfolge: Highway to the Dangerzone

GD

Zwei Zwischenerfolge gibt es zu vermelden:

Nach einem (subtil) angepissten Schreiben von mir ans Amtsgericht und einer (etwas weniger subtil) angepissten Mail von Alex an meinen Betreuer haben wir zumindest erreicht, dass ich das mir aufgezwungene Zusatzkonto bei unserer Hausbank erhalte. So habe ich wenigstens kein Mobilitätsproblem, wenn ich an mein Geld will, wobei noch immer nicht klar ist, wie viel Geld das Gericht selbst von mir fordern wird.

Heute Morgen hat mein Betreuer das Konto eingerichtet, und während er bei der Bank war, rief er bei uns an und fragte, ob ich auch an einem reinen Sparkonto für das Geld Interesse hätte. Dieses würde nichts kosten, jedoch wären keine Überweisungen meinerseits auf das Hauptkonto möglich, »also müssten Sie mir vertrauen, dass ich Ihnen das Geld überweise, wenn Sie mich anrufen.« Alex sagte ihm dann, nachdem ich dazu den Kopf geschüttelt hatte, wörtlich, dass er nicht zuverlässig sei und das daher nicht infrage komme, und noch ein paar andere Dinge. Zwar sachlich, aber doch so, dass der Mensch, mit dem ich während des Gesprächs am wenigsten hätte tauschen wollen, mein Betreuer war. Zu allem Überfluss lief währenddessen auch noch »Highway to the Dangerzone« im Radio; schade, dass er das wahrscheinlich durch das Telefon nicht hören konnte. :D Nein, im Ernst, wir mögen ihn als Menschen, aber so geht das nicht weiter. Das ist einfach katastrophal für uns.

Danach meinte Alex, jetzt sei sie in der richtigen Stimmung, um auch noch bei der Krankenkasse anzurufen und zu fragen, was denn aus ihrem Antrag auf eine Brems- und Schiebehilfe für meinen Rollstuhl geworden sei. Der Mitarbeiter am Telefon teilte ihr mit, dass es eine Ablehnung gebe und diese auch bereits postalisch unterwegs sei, weil angeblich die eingereichten Unterlagen nicht ausreichen würden. Nach einem für den Mitarbeiter auch nicht unbedingt erfreulichen Gespräch stellte er jedoch erst mal die Warteschleife an, und als er nach ewig scheinenden Minuten wieder ans Telefon kam, gab es eine Überraschung: Das Hilfsmittel wird doch bewilligt, da habe sich etwas mit Alex’ schriftlicher Stellungnahme überschnitten. Nun. Na dann. Hoffen wir, dass diese Jetzt-doch-Genehmigung auch schnell schriftlich bei uns eintrifft, das würde unser beider Laune beträchtlich heben.

Bitte drückt uns die Daumen! :-)

Freitag, 11. November 2016

Physalis!

AD

Gerade ereilte mich der Schock: Die ganze Woche tröstete ich mich schon damit, dass ich mich am 4. Dezember zusammen mit Lexi betrinken kann, und jetzt fiel mir ein, DASS DAS JA GAR NICHT GEHT, WEIL SIE NACH UNSEREM TREFFEN NOCH AUTO FAHREN MUSS! Danach war ich so schockiert und wusste nicht, wohin mit meinen verletzten Gefühlen, dass ich vor Schreck direkt die komplette Ablage der letzten Wochen gemacht habe. Daraufhin hat Georg mich angeschaut, als würde ER sich nun gern betrinken, doch als ich ihn fragte, ob wir schnell zusammen Lexis Jack Daniel’s kippen sollen, der hier vom letzten Mal noch rumsteht, wollte er nicht. Okay, ja, es ist Mittag, und Cola haben wir auch nicht, und eigentlich hätte ich sowieso lieber Bier, aber trotzdem, mein Herz.

Gut, jetzt muss ich mich weiterhin irgendwie ablenken und blogge mal meine Physalis-Karten, die ich eigentlich schon längst hatte zeigen wollen, was ich aber immer wieder vergessen habe. Zu viel Stress und zu wenig Alkohol. Tatsächlich bin ich nüchtern, seit ich Lexi im Juli (?) zum letzten Mal gesehen habe, wenn ich mich richtig erinnere; das ist nicht okay.

Also, zurück zu den Physalis-Karten. Als ich im Spätsommer mit dem Blütenpressen angefangen habe, habe ich ja erzählt, dass man die Lampionblumen (Physalis alkekengi) fast täglich umbetten muss, damit sie nicht schimmeln. Und mir ist tatsächlich keine einzige von ihnen kaputtgegangen, weder die bereits reifen, orangefarbenen noch die leicht grünlichen. Sehr cool, ich war entzückt. Daraus entstanden sind dann unter anderem diese Karten, die längst ihre Empfängerinnen erreicht haben – die zweite ist schon ein kleiner Vorgeschmack auf unsere diesjährige Weihnachtspost:


 
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