Montag, 26. November 2012

MRT-Befund – November 2012

GD

Jetzt haben wir es schriftlich: Mein MRT-Befund vom 15. November 2012 ist mit dem vom Februar identisch. Auf Ärztedeutsch klingt das so:


Falls jemand im echten Leben nachfragt, beschränken wir uns aber besser auf: »Alles wie immer!«

Samstag, 24. November 2012

Frühstück für zwei

AD

Am Dienstagvormittag haben Georg und ich nach seiner Neuro-KG (Krankengymnastik, die darauf abzielt, dass seine neurologischen Defizite sich nicht noch verschlimmern) ein ausgiebiges Frühstück für zwei genossen – in einem Café, in dem wir auch einmal mit Jade, Sven und - raven - waren. (Dort sind Jade, - raven - und ich zusammen pinkeln gegangen! Eigentlich kann ich Gruppenklogängen nicht viel abgewinnen, aber bei den beiden geht das schon. Und dann ist auch noch das Licht ausgegangen, während wir da drin waren. Als ob man beim Pinkeln ständig hin und her zappelt, damit der Bewegungssensor zufrieden ist. Ein Rundumerlebnis, meine Damen und Herren!)

Jedenfalls: Über das Frühstück für zwei wollten Georg und ich natürlich bloggen, nur waren wir die gesamte restliche Woche über zu faul, ausführlich aufzuschreiben, was alles in diesem Frühstück enthalten ist.

Heute aber fiel es uns ein: Ein solches Frühstück hatten wir auch schon letzten Herbst! Und ich habe in meinen Herbstimpressionen 2011 darüber geschrieben, in der Impression Momente im Leben. Der einzige Unterschied war diesmal, dass wir noch andere Wurst dazubekommen haben als Salami, obwohl wir die gar nicht bestellt hatten. Wuhu! Nun muss ich nichts weiter tun, als Fotos von unserem diesjährigen Morgenmahl zu posten. Und hier sind sie:





Sieht extrem abgegrast aus zum Schluss, oder? Danach haben wir den kompletten Tag lang nichts mehr gegessen – ging einfach nicht.

Am nächsten Morgen meinte Georg, er würde gern schon wieder frühstücken gehen. Ich bin sicher, wir kriegen das demnächst noch mal hin.

Freitag, 23. November 2012

Blogdesign 2.0

AD

Heute Morgen hat mich die Design- und Experimentierlust gepackt und ich habe den Blog ein wenig aufgehübscht.

Nun ist der Hintergrund etwas heller, und im Header könnt ihr uns persönlich bewundern (oder auch nicht, ähm) – zwar nicht live und in Farbe, dafür aber am Tag unserer Hochzeit, dem 05.04.2008.

Dem Knallbonbonstil bleiben wir vorerst aber treu ...

Dienstag, 20. November 2012

Joe

AD

Joe ...

... ist am 23.05.1992 geboren.

... ist 1,79 Meter groß.

... wiegt 69 Kilogramm.

... ist beschnitten und offiziell Jude, ist aber nicht religiös erzogen worden und weiß nicht genau, ob er nun gläubig ist oder nicht.

... findet das Christentum »manchmal cool, weil Jesus nicht so fies ist und alles verzeiht, im Gegensatz zu den ganzen Drohungen in der Tora.«

... ist gelernter Friseur.

... hat direkt nach seiner Friseurlehre eine weitere Ausbildung zum Kosmetiker begonnen – warum er sie nicht beenden konnte, wäre ein derber Spoiler.

... hat eine über schulterlange dunkelblonde Löwenmähne, für die so manche Frau morden würde.

... schminkt sich täglich und geht niemals ungeschminkt vor die Tür; er benutzt einen mattierenden Puder, Lidschatten und Kajal, von Flieder bis Gold ist alles dabei – und verflucht, es steht ihm!

... hasst Sport, macht aber jeden Tag zwanzig Liegestütze, »damit ich halt so halbwegs in Form bleibe.«

... hat Angst vor Gewittern.

... isst für sein Leben gern Currywurst und hat kein Problem damit, sich mehrere Tage am Stück fast ausschließlich davon zu ernähren.

... liebt die Lieder Stadtaffe von Peter Fox (daher sein Twitter-Nutzername @Stadtaffe_92), Spark von Amy MacDonald und Head Over Heels von Katy Perry (die Stimme von Letzterer erinnert ihn an die seiner Schwester Vivien, die ihm diesen Song von Tears For Fears oft zum Einschlafen vorgesungen hat, als er ein Kind war).

Montag, 19. November 2012

MRT, Jackenwurst und Erderwärmung

GD

Da Alex mich nun offiziell als Gast- bzw. Mitautor eingeladen hat, versuche ich mal, mich sinnvoll einzubringen: Ich erzähle euch, wie man Alex trotz zweistündiger Wartezeit in einem übervollen Wartezimmer zum Lachen bringen kann.

Am 15.11.2012 hatte ich eine MRT-Untersuchung des Schädels in Ulm, wo sich eines der wenigen 3-Tesla-Geräte (besonders präzise Bildgebung) in unserer halbwegs nahen Umgebung befindet. Zweck der halbjährlich erfolgenden Untersuchung ist es, zu überprüfen, ob die Zyste, die ich im Gehirn habe, gleichgroß geblieben oder gewachsen ist, und ob der Zustand meines Kleinhirns stabil oder ob es weiter geschrumpft ist. Sowohl die Zyste als auch die bereits vorhandene Kleinhirndegeneration sind Spätfolgen meiner Grunderkrankung LCH-ZNS.

Ich hoffe, es stört euch nicht, wenn ich meine Krankheit grob erkläre. Alex und ich haben das besprochen, und weil sich im Lauf der Zeit sicher immer wieder Einträge ergeben werden, in denen wir darauf Bezug nehmen, finden wir es am besten, diesbezüglich ganz offen zu sein.

LCH (Langerhans-Zell-Histiozytose oder Histiozytose X) ist eine seltene Tumorerkrankung, die verschiedene Körperbereiche befallen kann: Knochen, Haut, Weichteile etc. Bei mir waren seit Ausbruch der Krankheit 1988 der Oberarmknochen, der zweite Lendenwirbelkörper, das Darmbein, Teile des Beckens und der Schädelknochen betroffen. Zudem ist bei mir das Zentralnervensystem beteiligt, und seit einer missglückten Gehirn-OP 2007 leide ich unter dem für die Krankheit typischen Strabismus. Leiden ist vielleicht falsch ausgedrückt, da ich zum Glück keine Doppelbilder sehe – Leid und Genervtheit entstehen eher, wenn ich auf der Straße angegafft werde wie die Nachgeburt eines Aliens. Dazu gibt es irgendwann einen eigenen (hoffentlich eher lustigen als jammerigen) Post; was das betrifft, haben wir schon einige Erlebnisse gesammelt.

Zurück zum eigentlichen Geschehen:

Wir hatten uns schon auf einen sehr langen Nachmittag eingestellt, aber dass es ein sooo langer Nachmittag werden würde, hätten wir nicht gedacht.

Offizieller Termin: 15:00 Uhr

Die Ulmer Hirschstraße bei unserer Ankunft

Untersuchung: 17:00 Uhr

Terminende: 18:00 Uhr

Die Ulmer Hirschstraße bei Terminende

Heureka! Es lebe das Wartezeitmanagement! Nach langem Warten habe ich mich im Wartezimmer aus meiner Jacke geschält und sie mangels Beschäftigung zu einer Jackenwurst gerollt.

Der Anlass dieses zweckdienlichen Produktes ist bei Alex zu suchen, deretwegen ich die Jacke auch zuerst anbehalten hatte: »Deine Jacke hat 140 Euro gekostet, die hänge ich auf keinen Fall an die Garderobe.« (Ich als gebürtiger Schwabe freue mich zwar, wenn meine Frau ans Geld denkt, aber mir war trotzdem zu heiß.)

Jetzt kommt der Zweck des Jackengebildes zum Vorschein: Ich stopfte es mühselig in den Rucksack, zwischen Regenschirm und Flasche (Wasser, nicht Wodka), was bei bloßem Zusammenknüllen der Jacke nicht möglich gewesen wäre.

Alex meinte daraufhin, ich solle die Jacke nicht so weit runterstopfen: »Willst du die nachher nicht wieder anziehen?«

Und jetzt der Satz, mit dem man sie plattmachen kann: »Vielleicht ist die Erderwärmung so weit fortgeschritten, bis wir hier rauskommen, dass ich sie nicht mehr brauche ...«

Wenn ihr sie zum Lachen bringen wollt, müsst ihr euch einfach was ähnlich Doofes ausdenken, wobei unser beider irres Gelächter vielleicht auch mit an der Nervosität vor der MRT-Untersuchung lag. Die anderen Leute im Wartezimmer fanden uns weniger amüsant und blickten peinlich berührt aus dem Fenster.

Dafür haben wir zum Schluss erfahren, dass sich an der Bildgebung seit der letzten MRT im Februar nichts verändert hat, und das ist ja die Hauptsache. Diverse neue und verstärkte Symptome werden wahrscheinlich von der schon vorhandenen Degeneration des Kleinhirns ausgelöst, was wir im Dezember mit meinem Neurologen in der Uniklinik Ulm besprechen werden.

Samstag, 17. November 2012

Lachen Sie nicht über diesen Blog – er wurde von meiner Zahnbürste inspiriert!

AD

Du meine Güte. Ähm, ich meine natürlich: Willkommen!

Hier ist er also: mein Blog. Ich gestehe, die farbliche Gestaltung ist gewöhnungsbedürftig. Entschuldigend sei diesbezüglich gesagt, dass ich eine technische Vollniete bin, sodass dieses Design das mit Abstand beste ist, das ich zu bieten habe – und dass ich die Kombination von Quietschgrün und Knallorange an meiner Zahnbürste ganz hübsch finde:

Stylisch, ne?

Bitte beschwert euch nicht über die pinken Elemente! Die sind zwar nicht der Zahnbürste geschuldet, aber ein wenig Abwechslung kann nie schaden, und mal ehrlich: Ich hätte auch Kackbraun nehmen können!

So. Was gibt es hier?

Geplant ist (von mir, ja, fähige Köpfe fehlen hier noch, aber ich möchte gern Georg fragen, ob er mitmachen möchte; ich allein bin halt doch etwas öde) ein Mix aus realen und fiktiven Erlebnissen, von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Wenn ich im Lotto gewinne, werdet ihr es hier erfahren. Wenn ich in den Knast muss, ebenfalls. Und wenn einer meiner Charaktere im Lotto gewinnt oder in den Knast muss (oder beides), auch. So in etwa stelle ich mir das vor, ja.

Nein, jetzt ganz ernsthaft: Ursprünglich hatte ich einen reinen Autorenblog geplant – womit sich die fiktiven Erlebnisse erklären lassen, und oh ja, die gibt es! –, aber das allein reicht mir nicht aus. Wenn ich mir schon so viel Mühe mache (für mich ist das viel Mühe, meine Damen und Herren!), möchte ich gelegentlich auch über das echte Leben bloggen.

Die Protagonisten: Georg und ich. Und alle, die sich auf spektakuläre Weise in unser Leben einbringen. (Was spektakulär ist? Das werdet ihr dann schon sehen!)

Zusammengefasst: Auf diesem Blog findet ihr im Lauf der Zeit Ausschnitte aus Georgs und meinem realen Leben wie auch Infos zu unseren Aktivitäten als Autoren – und hin und wieder vielleicht eine Überraschung.

Viel Spaß beim Lesen – und schaut euch das Zahnbürstenfoto noch mal genau an! Das sieht cool aus!