Donnerstag, 31. Januar 2013

Rückblick: Januar 2013

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Und schon ist er (fast) vorbei, der erste Monat unseres verflixten siebten Jahres. Ging wahnsinnig schnell, oder? Zumindest empfinden wir das so, was aber vielleicht auch daran liegt, dass wir für unsere Verhältnisse viel unternommen haben.

Also, was haben wir so getrieben?

Unser Standardprogramm werden wir in unseren angekündigten Monatsrückblicken nur diesmal beschreiben, weil es sich ohnehin ständig wiederholt: Spazieren gehen, jeden neuen Tatort im Fernsehen anschauen, (zu viel) Zeit im Internet verbringen, schreiben, korrektur- und betalesen, lesen, reviewen, mit netten Menschen telefonieren und KG- sowie Arzttermine hinter uns bringen.

Letztere sind nur erwähnenswert, wenn sich etwas Gravierendes verändert oder wenn viel von einem Arztbesuch abhängt; in diesem Januar war das zum Glück nicht der Fall. Wir hoffen, man merkt unserem Alltag an, dass Pflegestufe III nicht zwingend bedeutet, mit dem wahren Leben fertig zu sein – unser Leben ist oft anstrengend, aber nicht von Dahinvegetieren und Dauerjammern geprägt.

Unsere sonstigen Unternehmungen waren spannender: Wir haben insgesamt drei Lokale in unserer Stadt besucht, konkreter gesagt ein uns bis dahin unbekanntes italienisches Restaurant, eine Bistro-Bar und ein Café, das zugleich eine Confiserie ist und herrliche Pralinen herstellt:


Ja, all diese Pralinen haben wir wirklich statt eines Kuchens zu unserem Tee (Rooibos Spicy Chocolate) bestellt. Nein, wir haben sie nicht alle auf einmal geschafft – allerdings über die Hälfte! Die restlichen Pralinen haben wir mit nach Hause genommen und zur nächsten Ladung Tee genossen.

Entgegen unserem Vorsatz haben wir es bislang nicht jede Woche, sondern nur zweimal geschafft, gemeinsam zu kochen. Unsere Küche ist schon für zwei gesunde Menschen relativ eng, für und mit Georg ist das Gemeinschaftskochen recht mühsam – aber es hat Spaß gemacht und wird weiterhin als Vorsatz aufrechterhalten.

Ein absolutes Highlight war Der Hobbit – der Kinobesuch hat sich mehr als gelohnt und wir wünschten, wir könnten direkt den zweiten und dritten Teil sehen. (Natürlich könnten wir auch das gleichnamige Buch von Tolkien lesen, aber dessen Schreibstil empfinden wir beide als so langatmig, dass wir uns einfach nicht dazu überwinden können. Außerdem reden wir uns damit heraus, dass in der Verfilmung ohnehin einige wichtige Elemente vom Buch abweichen sollen. Ähem.)

Und – ha! Wir haben jetzt eine Friseurin in unserem Wohnort! Der erste Termin war aus unserer Sicht ein Erfolg; zumindest sehen wir nicht bekloppter aus als vorher.

Ein paar besondere Daten gab es in diesem Monat natürlich auch: Am 4. Januar ist meine Ma 59 geworden; Ali, ein lieber Freund und ehemaliger Kollege von uns, am selben Tag 28. Am 20. Januar war Julias 24. Geburtstag, und am 30. Januar wäre meine Oma (verstorben 2008) 91 geworden. So viele Januarmenschen! Am 1. Januar war zudem unser siebter Jahrestag, aber das haben wir ja bereits erzählt.

Meine Ma hat eine total stylische Brille von uns zum Geburtstag bekommen (auf die wir beide fast neidisch sind) – oder besser, sie bekommt sie noch, denn obwohl wir die Brille schon am 4. Januar zusammen ausgesucht haben, kam erst heute Abend der Anruf, dass sie abholbereit ist.

Ansonsten stecken wir gerade in einem nervenzehrenden Behördenkrieg; ich gehe aber davon aus, dass wir ihn gewinnen. Wer Georg schaden will und mir dann auch noch blöd kommt, wird zur Not vor Gericht gebracht – seitdem ich den VdK eingeschaltet habe, hat sich der Ton von Behördenseite erheblich verbessert. Ob wir darüber im Detail bloggen möchten, wissen wir momentan noch nicht – falls ja, erst wenn alles endgültig geklärt ist.

So – jetzt zu einem Thema, das wir ebenfalls bereits angekündigt hatten, das aber im Januar noch nicht allzu viel Stoff hergibt: Unsere epischsten Streitereien im verflixten siebten Jahr!

Am 3. Januar haben wir uns ziemlich heftig, aber letztlich nur kurz gefetzt, weil ich das Gefühl hatte, Georg würde nicht wertschätzen, wie viel Arbeit ich durch den ganzen Behördenkram habe. Ich habe an dem Tag einige Anschreiben getippt und mehrere langwierige Telefonate geführt, und als er mir dann sagte, dass er Hunger habe, habe ich ihn angeschissen (äh, verbal) und entnervt gefragt, ob er mich für sein Dienstmädchen halte. Dementsprechend hat er zurückgebrüllt, dass er ja nichts dafür könne, sich allein nichts machen zu können – und als wir uns angeschaut haben, kamen wir uns dämlich vor, und das war es dann mit unserem ersten epischen Streit 2013.

Tja, und das ... war es auch insgesamt zum Thema Epische Streitereien im Januar.

Aktuelle Trennungswahrscheinlichkeit: 0 %

Dafür haben wir noch drei tolle Fotos für euch, aufgenommen während unseres heutigen Spaziergangs:




Damit verabschieden wir uns für heute. Euch allen einen wunderschönen Februar!

Dienstag, 29. Januar 2013

♫ Die Alma und der Fritz, die Alma und der Fritz, die Alma, die Alma und der Fritz, Fritz, Fritz, Fritz ... ♫

GD

Inspiriert von Julia und ihrer neuesten Errungenschaft haben wir es für unabdingbar angesehen, der Welt unsere mobilen Text- und Sprachkommunikationsgeräte nicht länger vorzuenthalten.

Darf ich vorstellen? Alma (auch Almschi genannt) und ihr Mann Fritz:

Meine Alma

Alex’ Fritz

Wie alt die beiden sind, wissen wir gar nicht mehr genau – Alma dürfte inzwischen um die zehn Jahre auf dem glatten schwarzen Buckel haben, Fritz sechs oder sieben. Mobiles Internet? Touchscreen? Sex-Appeal?! Alles zweitrangig.

Almschi und der Alte Fritz sind tragbare Telefonzellen mit Seele und werden erst ersetzt, wenn gar nichts mehr geht, obgleich wir neidlos anerkennen, dass so ein Smartphone ziemlich schick aussieht.

Und damit ihr zudem im Bilde seid, womit Alex mich zur Sekunde martert:


Ich wage zu hoffen, mit dem Ohrwurm nun nicht mehr allein dazustehen!

Sonntag, 27. Januar 2013

Daniel – oder: »Nää! Auf dem Bild seh ich ja total weibisch aus!«

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Nach langer Überlegung möchte ich euch heute Daniel vorstellen, Joes ziemlich besten Freund, obwohl er in keiner der bislang auf FanFiktion.de geposteten AURA-Geschichten vorkommt.

Gestern haben mich die vielen tollen Zeichnungen auf Lexis Blog nämlich inspiriert, einen gehirninternen Schnappschuss von Daniel und Joe aufs Papier zu bringen, der am Samstagmorgen kurz vor sechs entstanden ist – nach einer am Küchentisch durchgequatschten Nacht.

Die Grundzüge:
 
»Nää, mein Make-up ist doch voll verschmiert!«

Daniel schaut müde, aber direkt in die Kamera. 

Warum ziemlich bester Freund? Weil Joe Daniel zwar seinen besten Freund nennt, Daniel diese Bezeichnung aber umgekehrt noch nie benutzt hat. Nicht, weil er Joe nicht ebenso mögen würde, sondern weil Daniel eben Daniel ist.

Ich hoffe, ich kann euch ein paar wissenswerte Dinge über ihn verraten, ohne bezüglich seiner Debütgeschichte Kupferroter Mond (und weiterer Geschichten mit ihm) zu spoilern:

Daniel ...

... ist am 30. Januar 1989 geboren.

... ist 1,80 Meter groß.

... wiegt 71 Kilogramm

... hat kupferrote Haare und hellblaue Augen.

... ist leicht am Atheismus zweifelnder Atheist.

... ist in Berlin geboren, mit zehn Jahren in die USA und vor Kurzem wieder zurück nach Berlin gezogen, wo er aktuell mit Joe in einer WG wohnt.

... hat bis vor knapp einem Jahr Tiermedizin und parallel dazu Informatik studiert, beides aus Gründen, die spoilern würden, jedoch nicht abgeschlossen. Joe würde ihn gern dazu bringen, seinen IQ ermitteln zu lassen; Daniel sträubt sich aber hartnäckig dagegen.

... hört gern Klassische Musik (Barock, Frühklassik, Wiener Klassik) sowie 80er-Jahre-Pop.

... ist in Bezug auf soziale Kontakte absolut unbeholfen. Small Talk und Flirtversuche lassen ihn verzweifeln; wenn man ihn aber einige Zeit lang kennt und er aufgetaut ist, kann man lange, tiefgründige und auch lustige Gespräche mit ihm führen.

... nennt sich selbst einen elenden Psychosomatiker, weil sein Körper auf emotionalen Stress mit heftigen Migräneanfällen, Übelkeit und Bauchschmerzen reagiert.

... hat etwas getan, das nicht jeder getan hätte – und sich damit Joes ewige Dankbarkeit, Loyalität und Freundschaft gesichert.

... glaubt aber von sich selbst, diese Freundschaft nicht wert zu sein. Er hat dafür sogar Gründe, die theoretisch nachvollziehbar sind, die für Joe aber nicht zählen – »weil, du hast ja zum Schluss das Richtige gemacht, und ohne dich wäre alles immer noch die totale Katastrophe.«

... macht jedes Mal Dosenravioli für Joe, wenn dieser traurig ist – das einzige Gericht, das er kochen kann. 

Zwischenstand:


Wenn ich mit Daniel und Joe arbeite, bin ich meist in einer Stimmung, die Philipp Poisels Version des Peter-Fox-Songs Schwarz zu Blau perfekt einfängt:

 

So. Ihr habt es bereits gesehen: Glücklich war Joey nicht darüber, am frühen Morgen mit leicht verschmiertem Make-up und ungestylten Haaren abgelichtet zu werden. Außerdem findet er, er sähe auf dem Bild »total weibisch« aus – was nun mal das Risiko ist, wenn man eine magentafarbene Sweatjacke und farblich darauf abgestimmtes Augen-Make-up trägt. (Und zugegeben, ich besitze wenig Talent, wenn es um das Übertragen von gehirninternen Fotos auf gehirnexternes Papier geht. Ähem.)

Daniel sieht man an, dass er hundemüde war; er macht sich aber nicht so überdimensional viel aus seinem Aussehen wie sein ziemlich bester Freund. Und weil es in diesem Eintrag ja in erster Linie um ihn geht, hier leicht verschwommen und typisch Morgenfoto: 

Das Endergebnis:

Montag, 21. Januar 2013

Newsflash

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Hier kommen ein paar mehr oder weniger aktuelle Meldungen:

1. Georgs vor einer Woche verstauchter Fuß ist größtenteils wieder in Ordnung. Die Schwellung ist fast vollständig zurückgegangen; auftreten kann er auch wieder, ohne Schmerzen zu haben. Nur zur Seite drehen lässt sich das Gelenk noch nicht schmerzfrei, aber darauf können seine Physiotherapeuten ja Rücksicht nehmen, sodass sein Geräte- und Neuro-KG-Alltag seit heute ganz normal weitergeht.

2. Mein Schreibflash ist seit letzten Donnerstagabend beendet – kurz vor neun habe ich die letzten Zeilen geschrieben, was bedeutet, dass die Rohversion von Kupferroter Mond fertiggestellt ist. Wie alle meine Rohversionen wird sie jetzt erst mal einige Zeit ruhen, ehe ich mich an die Überarbeitung mache. Hätte ich gewusst, dass ich den letzten Teil der Geschichte so dermaßen schnell geschrieben bekomme, hätte ich mir den letzten Post eigentlich sparen können.

3. Jemand hat uns eine Eintrittskarte für Django Unchained vom 18.01.2013 in den Briefkasten geworfen! Keine Ahnung, wer das war, aber da ich Georg (der nicht so begeistert davon ist) seit Wochen volljammere, dass ich den Film unbedingt sehen will, werte ich das als Zeichen.


Fragt sich bloß, wann die Witterung es zulässt, dass wir es wieder ins Kino schaffen. Im Moment ist es dermaßen glatt, dass ich mich das mit Georg nicht traue (auch nicht, wenn er im Rollstuhl sitzt; da rutsche ich ständig nach hinten weg).

Das ist eines der wenigen Dinge, die uns regelmäßig nerven – dass ein »Wir machen jetzt mal was getrennt voneinander« nicht möglich ist. Das würde mehr Stress als Entspannung mit sich bringen, weil wir in dem Fall Verhinderungspflege beantragen müssten – und nee, da warten wir lieber auf rutschfesteres Wetter und schauen uns ab und zu Filme zusammen an, die einer von uns nicht allzu sehr mag. Dem Barbesuch nach dem Kino ist schließlich keiner von uns abgeneigt – uuund ich bin der festen Überzeugung, dass Georg den Film mögen wird, sobald er mal eine halbe Stunde läuft!

Soweit das Aktuellste von uns – was wir alles in allem im Januar erlebt haben, berichten wir, wie bereits angekündigt, in einem kleinen Rückblick Ende des Monats. Inspiriert hat uns dazu Jades wundervoller Blog, konkreter gesagt ihr anfängliches Konzept, jedem Monat einen eigenen Eintrag zu widmen. Dass wir euch trotzdem zwischendurch das eine oder andere aufs Auge drücken, ist ja nicht zu übersehen!

Donnerstag, 17. Januar 2013

Creepy!

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Du meine Güte. Ähm, ich weiß, mit diesem Satz hatte ich auch meinen allerersten Blog-Eintrag begonnen. Aber er passt!

Aktuell habe ich den schlimmsten und heftigsten Schreibflash meiner bisherigen Autorenzeit. Knapp zehntausend Wörter in drei Tagen – das kann zahlenmäßig ausschließlich Joeys Brief toppen, dessen Rohversion wir letzten Sommer an nur einem einzigen Tag fertiggestellt haben. Die Geschichte, an der ich jetzt sitze, ist allerdings noch eine ganze Ecke heftiger zu schreiben.

Sie heißt Kupferroter Mond und wird ein Teil der bereits vorgestellten AURA-Reihe. Ich glaube, diese Geschichte ist das Schlimmste, was ich jemals geschrieben habe – und ich habe viele heftige Dramen geschrieben. Dass das nun so gut läuft, obwohl ich ursprünglich grob mit einem Jahr Arbeitszeit gerechnet hatte (wegen der Thematik, nicht wegen der Länge), ist ziemlich schräg und schön, auch wenn ich nach jedem Kapitel mit mir kämpfen muss, um nicht vor Entsetzen zu kotzen. (Eine AVL-Story wird es aber nicht, keine Angst. Es geht zwar um ein Thema, das mir selbst sehr viel abverlangt, höher als P18 muss ich die Geschichte jedoch keinesfalls raten.)

Tja, wie kam es dazu? Eigentlich wäre diese Woche randvoll mit Terminen gewesen und ich hatte nicht vor, irgendetwas Längeres zu schreiben. Dann aber ist Georg am Montag beim Versuch, sich selbstständig die Kommode im Schlafzimmer entlangzuhangeln, gestürzt und hat sich den Fuß verstaucht. Daher musste ich all seine Krankengymnastik- und Arzttermine in dieser Woche absagen und hatte unerwartet viel Freizeit. Ich habe mich also ans Schreiben gemacht und bin so dermaßen weit gekommen, dass mir fast schlecht davon wird.

Ja, ähm – und da ich auch jetzt gleich wieder weiterschreiben werde, komme ich zurzeit zu kaum etwas anderem. Ich wollte über so viele Sachen bloggen – unsere karminrote Amaryllis, die aktuell mein ganzer Stolz ist; Joes Besuch bei Lexi und Dian, der sich vorwiegend im Matsch abgespielt hat, da die beiden Vögel ihre neuen Gummistiefel (Joes sind schwarz, Dians rosa mit Blümchen drauf) ausgiebig ausprobieren mussten; sonst noch allerlei Alltagskram –, aber keine Chance. Auch ausstehende Mails können sich noch hinziehen, weil ich diesen Flash, Flow (oder was auch immer) gern ausnutzen möchte. Ab und zu twittere ich ein bisschen, um mein Gehirn nach dem Schreiben zu »entleeren« – ansonsten bin ich im Online-Bereich momentan weitgehend abwesend. Es tut mir leiiid!

Ich finde es selbst ja beinahe gruselig – derartige Besessenheit überkommt mich nicht oft, und in dieser Stärke ist es tatsächlich das erste Mal. Ich kann mich nur bei euch allen dafür entschuldigen, dass ihr so extrem lang auf Nachrichten warten müsst, und versprechen, alles baldmöglichst nachzuholen.

Bis dahin alles Liebe!

EDIT: Ich klinge total wirr, oder? Ja. Jaah. Das ist immer so, wenn ich mitten in einem Schreibflash stecke (oder wenn meine Medikamente umgestellt werden, was momentan zum Glück nicht der Fall ist). Keine Sorge, das legt sich wieder!

Samstag, 12. Januar 2013

Wortfindungsschwierigkeiten

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Vorgestern saßen meine Ma, Georg und ich zusammen auf dem Sofa; Georg und ich haben gelesen, meine Ma ihre Lieblingsserie Alles was zählt (echt wahr!) geschaut. Plötzlich wurde auf der Mattscheibe kurz ein kleines glitzerndes Quadrat eingeblendet, das ich aus dem Augenwinkel gesehen, aber nicht richtig erkannt habe.

Ich, irritiert: »Was war das?«

Ma, überlegend: »... Ein Gummi. ... Präservativ! ... Wie sagt man da noch?«

Georg, desinteressiert: »Kondom.«

Ma, total eifrig: »Jaah, Kondom! Mir ist das Wort nicht mehr eingefallen!«

Jetzt weiß ich endgültig, von wem ich meine Veranlagung zu Wortfindungsschwierigkeiten geerbt habe. Was ich allerdings nicht weiß, ist, ob so etwas überhaupt vererbbar ist. Ist ja auch egal – wir haben extrem gelacht!

Mittwoch, 9. Januar 2013

Joe chillt

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Hach. Seit sein erstes Kapitel online ist, ist Joe wesentlich gechillter. Ruhe im Kopf, wie hab ich dich vermisst. Ich glaube, ihm geht es gar nicht in erster Linie darum, sich zu präsentieren, sondern vor allem darum, etwas Belastendes loszuwerden und dann mit etwas Neuem weitermachen zu dürfen. Und das wird er definitiv!

Bis es so weit ist, darf er gern weiterhin nette Leserinnen besuchen, wenn es ihm bei mir zu langweilig wird. In seiner WG ist es ihm meist auch zu öde – »weil, da knutschen entweder alle, lesen langweiliges Zeug oder versuchen, sich an Sachen zu erinnern.« Ja, ähm, das leuchtet ein. Deshalb hat Joe gestern auch Jade besucht, wo es ihm total gut gefallen hat – Wiederholung jederzeit gern, sagt er!

Jetzt chillt er hier noch eine Runde und freut sich, dass er gestern nicht mit Georg und mir Der Hobbit anschauen musste – er meinte, der Film sei sicher total langweilig, aber in Wahrheit hat er einfach nur Angst vor Gollum.

Dienstag, 8. Januar 2013

Vorschau: Mein Leben, Vivi

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Mein Leben, Vivi ist eine Geschichte in Briefform und der zweite Teil meiner AURA-Reihe, gegliedert in drei Kapitel. Sie ist fertiggestellt, überarbeitet und muss nur noch auf FanFiktion.de hochgeladen werden. Gepostet wird, sofern weder meinem Rechner noch mir etwas zustößt, jeden zweiten Mittwoch.

Kurzbeschreibung: Berlin, Dezember 2011: Joseph Zucker, neunzehn Jahre alt, schreibt einen Brief an seine seit 2004 vermisste Schwester Vivien, ehe er seine Heimatstadt verlässt.

Kategorie: Freie Arbeiten / Projekte / Briefe

Genres: Drama, Familie, Freundschaft

Rating: P16

Start: 09.01.2013

Vorab tausend Dank und viel Spaß an alle Leser! Ich weiß nicht, wer aufgeregter ist, Joey oder ich. Der kleine Nervennager ist jedenfalls überglücklich, endlich dranzukommen – und ich, danach (hoffentlich) wieder etwas mehr Ruhe zu haben.

Montag, 7. Januar 2013

AURA

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Heute möchte ich ein kleines Geheimnis um einen Begriff lüften, der schon ab und zu in Mails oder im FF.de-Forum gefallen ist, den ich aber, soweit ich mich erinnere, bislang nicht ernst zu nehmend erklärt habe:

AURA ist eine achtteilige Sammlung von inhaltlich zusammenhängender, chronologisch geordneter Prosa. Geschichten über die Liebe, das Grauen – und deren viele Gesichter. Jede dieser Geschichten behandelt einen Stichpunkt (die längste sogar mehrere), für den der Begriff Aura (oder mit dem der Begriff Aura in Zusammenhang) stehen kann. Diese Stichpunkte können, müssen aber nicht wörtlich in den Geschichten vorkommen.

Teil 1: Sei mein Monster zum Stichpunkt Kribbeln

Teil 2: Mein Leben, Vivi zum Stichpunkt Asteroid

Teil 3: Kupferroter Mond zum Stichpunkt Satellit

Teil 4: Zwei Tropfen neues Ich zum Stichpunkt Erscheinung aus der Ferne

Teil 5: Donnie und Dwight zum Stichpunkt Heiligenschein

Teil 6: Straßenkötersinfonie zum Stichpunkt Hund

Teil 7: Skizzen der Stille zu den Stichpunkten Entfremdung, Déjà-vu, Ausstrahlung und Morgenbrise

Teil 8: Zeitlos und Akelei zum Stichpunkt Fluss

Warum ich das jetzt erst poste? Ähem. Autorenprobleme. Ich war mir lange Zeit nicht sicher, ob ich AURA tatsächlich als Serie mit diesem übergeordneten Titel behandle, oder ob ich die Arbeit nach Stichpunkten als Spielerei für mich behalte und alle beteiligten Geschichten für sich selbst stehen sollen.

Da ich inzwischen einen Narren an dem Wort Aura gefressen habe, habe ich mich nun endgültig für die Serie entschieden – zudem kann ich auf diese Weise den Blog übersichtlicher gestalten, weil nicht alle Einzelgeschichten eigene Labels brauchen, sondern einfach unter AURA zusammengefasst werden können. Alles, was unter diesem Label erscheint, gehört also in dasselbe Story-Universum.

Alle künftigen Teile der Reihe werden im Lauf der Zeit ebenfalls in diesen Post eingefügt. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß mit der Sammlung!

EDIT am 28. Februar 2014: Seit heute ist AURA auf FF.de vollständig fertiggestellt. Tausend Dank an alle Leser! Zusätzlich gibt es die Reihe nun auch vollständig und in etwas übersichtlicherer Form hier auf Blogger zu lesen:


Viel Spaß, falls an dieser Stelle noch mal jemand reinschaut. ♥

Sonntag, 6. Januar 2013

Immer mehr

GD

Das Gedicht Immer mehr hat Alex am 13.02.2007 mit grüner Tinte auf ein weißes Blatt Druckerpapier für mich geschrieben, während sie mir beim Schlafen zugesehen hat.

Das Gedicht wurde ein spontanes Valentinsgeschenk für mich, obwohl wir beide den Valentinstag im Grunde nicht zelebrieren. Spontane Geschenke sind natürlich zu jeder Zeit willkommen und etwas Besonderes, aber geplant wird für diesen Tag grundsätzlich nichts, was auch in unserem ersten Beziehungsjahr 2007 so war.



Jedes Mal, wenn ich das Gedicht lese, fühle ich mich wieder genauso wie damals. So ein Geschenk zu bekommen, macht beinahe sprachlos. Immer mehr war das erste Gedicht, das Alex für mich geschrieben hat, aber bei weitem nicht das einzige, und dass ich so inspirierend für sie bin, ist ein wunderschönes Gefühl.

Freitag, 4. Januar 2013

Vorschau: Schwester golden, Bruder aus Stein

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Schwester golden, Bruder aus Stein ist eine Geschichte in Romanlänge (es kommt mir immer komisch vor, etwas von mir Geschriebenes Roman zu nennen), gegliedert in einen Prolog, 33 Kapitel und einen Epilog. Sie ist fertiggestellt, mit Herzblut überarbeitet und muss nur noch auf FanFiktion.de hochgeladen werden. Gepostet wird, sofern mich nicht höhere Gewalt davon abhält, immer samstags.

Kurzbeschreibung: Ist Lotta krank, weil sie von einem Mädchen gerufen wird, für dessen Existenz es keinerlei Belege gibt? Krank wie Stas, der ältere Bruder des chaotischen Jurij? Je tiefer Lotta in Jurijs Lebenswelt eintaucht, desto mehr scheinen Wahn und Realität zu verschwimmen. Als Lotta sich mit Jurij gegen die unbekannte Bedrohung verbündet, ahnt sie nicht, dass sie ihn durch ihre Nähe in Gefahr bringt – und alle, die sie lieben. Denn Lottas Leben ist nicht, was es zu sein scheint ...

Kategorie: Freie Arbeiten / Prosa / Fantasy / Realitätsbezogene Fantasy

Genres: Romanze, Familie, Drama, Humor

Rating: P16

Start: 05.01.2013

Vorab ein großes Dankeschön und viel Spaß an alle Leser!

Dienstag, 1. Januar 2013

Jahresausklang und Jahrestag

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Und schon ist das Jahr 2012 vorbei – wow, das ging schnell. Besonders die letzte Woche – von Weihnachten bis Silvester – ist wie im Flug vergangen.

Unsere Weihnachtspalme am 23.12.2012

Heiligabend haben wir im kleinsten Kreis gefeiert – meine Ma, Georg und ich –, und vom ersten bis zweiten Weihnachtstag war mein jüngerer Bruder bei uns zu Besuch. Die meisten anderen Angehörigen wurden mit Posteulen und/oder Anrufen bedacht; unsere Wohnung bietet nicht genug Raum für größere Feierlichkeiten, und für längere Reisen während des Weihnachtswahnsinns ist Georg körperlich nicht fit genug. Ich muss aber leider sagen, dass insbesondere meine Familie ohnehin eher eine »Beerdigungsfamilie« ist – man sieht sich vorwiegend dann, wenn etwas Schlimmes passiert ist. Zum Glück gibt es inzwischen Ausnahmen, mit denen wir uns regelmäßig treffen. Georgs Familie ist ... ein komplizierter Sonderfall, aber darüber möchte er zu einem späteren Zeitpunkt selbst einmal bloggen. (Fairerweise sei gesagt: Unsere Kernfamiliengeschichte ist ebenfalls kompliziert, und keiner der Beteiligten ist ein einfacher Mensch. Vielleicht wird es auch darüber einmal einen Blogeintrag geben, wenn ich sehr, sehr betrunken bin. Ähm.)

Die Weihnachtspalme aus nächster Nähe

Die objektiv betrachtet traurige Situation hat allerdings den Vorteil, dass Weihnachten bei uns meist recht stressfrei abläuft – wir haben zwar üppig gekocht (an Heiligabend gibt es bei uns traditionell Schnitzel mit Kartoffelsalat, an den Weihnachtstagen gab es diesmal Sauerbraten mit Böhmischen Knödeln) und viel unternommen (Spaziergänge, Besuche, Besichtigung von regional bekannten Krippen), aber freiwillig und ohne Gereiztheitsfaktor.

Geschenke gab es natürlich auch – massig sogar! So viele Päckchen hatten Georg und ich nie zuvor unter dem Baum. Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn, Kollegen meiner Ma – dieses Jahr haben uns wirklich extrem viele Menschen bedacht. Vielen, vielen Dank euch allen! Süßigkeiten, Bücher, Schals, ein Waffeleisen und viele weitere schöne Sachen lagen unter dem Baum (Palmen sind auch Bäume!) und wir haben uns wahnsinnig gefreut. Von Georg habe ich einen wunderschönen Fotokalender mit Zitaten von Rainer Maria Rilke bekommen, er von mir ein Kissen, auf das ein Wort gestickt ist, das aber ausschließlich er wissen darf.

Unser Wohnzimmer an Heiligabend

Silvester war ebenfalls ruhig und entspannt – dass ich Georg nicht auf Partys schleppe, dürfte klar sein, und er ist die schönste Ausrede der Welt, um Einladungen zu solchen Festivitäten abzulehnen. Jaah, ich weiß – ich sehe aus, als würde ich die Piraten wählen (was ich nicht tue), aber im Grunde bin ich ein stinkfauler und langweiliger Mensch, der zu Silvester lieber Pizza und Waffeln macht, statt den Schweiß fremder Leute zu schnuppern. Riecht einfach besser!

Silvesterpizza

Silvesterwaffeln

Um Mitternacht haben wir auf dem Balkon das Feuerwerk der Nachbarn bewundert und Wunderkerzen angezündet, um danach ins Bett zu gehen. Der Rest gehört nicht auf einen öffentlichen Blog. (Ähm, aber ich soll von Georg ausrichten: »The same procedure as every year!« – Okay, das klingt jetzt irgendwie, als wären wir hundertjährige Meeresschildkröten, die einmal im Jahr ihr Paarungsritual vollziehen. Was altersmäßig bei mir ja auch fast hinkommt. Aber wenn ich Alkohol kaufe, muss ich manchmal meinen Ausweis vorzeigen, also passt das schon.)

Georgs Hand mit Wunderkerze

Silvester und Neujahr sind für Georg und mich ganz besondere Tage. Silvester 2006 haben wir noch als beste Freunde zusammen verbracht, und am 1. Januar 2007 (nachmittags und nüchtern) sind wir ein Paar geworden. Somit starten wir heute in unser verflixtes siebtes Jahr – und damit ihr mitverfolgen könnt, ob und wie stark es zwischen uns scherbelt, haben wir uns vorgenommen, hier am Ende jedes Monats einen Rückblick inklusive unserer epischsten Streitereien zu posten. Darunter geben wir dann in Prozent an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Trennung aktuell ist. Wir wünschen vorab viel Spaß damit!

Und wo wir gerade beim Thema Vorsätze sind: Wir haben uns allen Ernstes eine To-Do-Liste für 2013 erstellt. Da ist überraschend viel zusammengekommen, weswegen wir nicht ernstlich davon ausgehen, alles zu schaffen.

Wir möchten ...

- konsequent einmal die Woche gemeinsam kochen, egal wie es danach in der Küche aussieht. Falls uns jemand Putzlappen spenden will, nur zu!

- den Wildpark in Heidenheim, den Zoo Wilhelma in Stuttgart, das Teehaus Weirich in Göppingen und das Tübinger Schokoladenfestival besuchen. Da das alles Ziele in Baden-Württemberg sind und wir dazu jeweils ein ganzes Stück mit der Bahn fahren müssen, hängt die Durchführung natürlich davon ab, wie es Georg gesundheitlich geht.

- jeden Monat einmal ins Kino gehen, sofern es finanziell drin ist.

- ein paar Tage Urlaub in der Herberge im Allgäu machen, in der wir im Sommer 2008 waren (unser bislang einziger gemeinsamer Urlaub, und mein erster überhaupt – war sehr, sehr toll, und wer übergeniale Kuhfotos haben möchte, darf sich gern melden; wir haben sogar eins, wo eine Kuh der anderen den Hintern abschleckt!). Hängt ebenfalls von gesundheitlichen und finanziellen Faktoren ab.

- Jade, Sven und - raven - für ein paar Tage in ihrer neuen Wohnung besuchen. Noch ein Vorsatz, der leider an der Gesundheit und am Geld hängt, wobei ich sicher bin, dass das finanziell machbar ist, da die Drei ja kein Geld für die Übernachtungen verlangen und uns bestimmt königlich bekochen wollen, gell?

- die komplette Bibel lesen. Nein, kein Scherz. Wir interessieren uns sehr für alles rund um den christlichen Glauben (und für andere Religionen), auch wenn man uns das nicht im klassischen Sinn anmerkt. Es erfordert aber schon einen gewaltigen Arschtritt, sich diesem Wälzer ausführlich zu widmen – wer uns den geben möchte, fühle sich herzlich eingeladen, hin und wieder mal nachzuhaken, wie weit wir bisher gekommen sind.

- stricken lernen. Also, ich. Georg kann es in der Theorie schon, in der Praxis machen seine Finger leider nicht mehr mit. Da ich aus einer böhmischen Familie stamme, in der Handarbeit früher ganz groß geschrieben wurde, ich im Strickunterricht in der Schule aber kläglich versagt habe, möchte ich der Sache nun noch einmal eine Chance geben. Ohne eine zeternde Nonne als Lehrerin, dafür aber mit dem Buch Stricken für Dummies, das mein jüngerer Bruder mir geschenkt hat.

- jedes Lokal in unserer Stadt einmal besuchen. Unsere Stadt ist klein (etwas mehr als 16.000 Einwohner), auf zwölf Monate verteilt könnte das machbar sein.

- den Versuch wagen, uns eine/n Zahnarzt/Zahnärztin und eine/n Friseur/in in unserer Stadt zu suchen. Bisher fahren wir zu Zahnarzt- und Friseurbesuchen noch immer nach Ulm, wo wir bis vor knapp zwei Jahren gewohnt haben. Da wir in der Vergangenheit miese Erfahrungen mit Zahnärzten gemacht haben, was die Behandlung von Behinderten oder chronisch Kranken betrifft, haben wir einen Wechsel bislang nicht gewagt. Unsere Friseurin kennen wir, seit wir 2007 zusammengezogen sind, da ihr damaliger Salon bei uns um die Ecke lag. Wir haben aber einfach nicht mehr die Kraft und die Nerven, deshalb nach Ulm zu fahren – mit Hin- und Rückfahrt sind wir jedes Mal über zwei Stunden unterwegs, und Bahnfahrten sind für uns ein ziemlicher Kraftakt. Ein Krankentaxi wird für Zahnarztbesuche natürlich nicht finanziert, da es ja auch bei uns Zahnärzte gibt. Zudem bin ich diejenige, die öfter mal zum Zahnarzt muss – davon habe ich im Eintrag Körperklaus reloaded ja berichtet, und tadaa: Pünktlich zum Fest ist mir von zwei Zähnen jeweils eine kleine Ecke abgebrochen. Schöne, kariesfreie, weiße Zähne. Ich find euch kacke, Gene.

Whoa. Und das von uns, die sonst nie Neujahrsvorsätze fassen, außer: Wir möchten am Ende des Jahres immer noch hier stehen (oder sitzen) und sagen können, dass wir alles wieder ganz gut hingekriegt haben. Und ungeachtet aller Zusatzvorsätze hat das auch 2013 oberste Priorität.

Wie sieht es bei euch denn so mit Vorsätzen aus? Wir hoffen, wir machen uns mit all dem Zeug hier nicht total zum Affen. Wir sind ja schließlich keine Affen, sondern hundertjährige Meeresschildkröten, die einmal im Jahr ... Nein. Ja. Ähm. In diesem Sinne: Wir entschwinden nun, um unseren restlichen sechsten Jahrestag zu genießen. Bis bald und einen wunderschönen Januar 2013 euch allen!
 
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