Donnerstag, 28. Februar 2013

Rückblick: Februar 2013

GD

Nun ist der zweite Monat unseres »krisengeschüttelten« siebten Beziehungsjahres auch schon (fast) Geschichte. Und um es gleich auf den Punkt zu bringen, war es ein Monat, der etwas chaotisch verlief, aber der Reihe nach:

Der Februar fing vielversprechend damit an, dass wir die wunderschöne und elegante Geburtstagsbrille (= Geburtstagsgeschenk von uns, etwas Angeberei muss sein) von Alex’ Ma vom Optiker abgeholt haben. Wir sind fast ein bisschen neidisch auf das stylische Teil:


Dann war es schlagartig vorbei mit den ausgedehnteren Vorhaben für diesen Monat, und Alex’ Disponierungstalent war gefragt: Ich habe mir den Fuß verdreht und dabei verstaucht. Fortan war ich einige Tage bewegungstechnisch ausgeknockt. Also haben wir die anstehenden KG- und Arzttermine (bis auf einen, den wir schon mal verschoben hatten und daher nicht schon wieder verschieben wollten) abgesagt und neu vereinbart. Da sich bei den meisten Fachärzten die Patienten stapeln, war im Februar nicht mehr viel zu machen, sodass der nun folgende März randvoll mit Terminen ist.

Unser Kinofilm im Februar war Django Unchained – und obwohl ich zuerst nicht sehr begeistert war, hat Alex Recht behalten: Unterm Strich hat mir der Film super gefallen, auch wenn mir etwas zu viele Ballerszenen darin enthalten waren.

Einmal waren wir im Februar mit Alex’ Ma essen (im Restaurant des örtlichen Bräuhauses, das leckere gutbürgerliche Küche anbietet), und zudem waren Alex und ich noch zweimal im Eiscafé, wo wir einmal unsere ersten Milchshakes, einmal unsere ersten beiden Eiskugeln des Jahres genossen haben.

Gemeinsam gekocht haben wir relativ regelmäßig: Es war zwar nicht das dem Vorsatz getreue Konsequent-einmal-pro-Woche-zusammen-Kochen, doch wir haben immerhin insgesamt viermal gemeinsam ein warmes Gericht zubereitet, und verteilt auf 28 Tage ist das vor allem für mich schon ziemlich gut. (Damit ihr nicht denkt, ich müsste an den restlichen Tagen hungern: Alex macht mir natürlich auch Essen, wenn ich nicht mit in der Küche stehe!)

Am 11. Februar ist meine Oma väterlicherseits 91 geworden, und am 23. Februar war mein 27. Geburtstag. Mein Vorgeburtstagsgeschenk, eine riesige weiche Kuscheldecke (Farbe: burgund, Maße: 220 x 240 Zentimeter), ist ebenso erwähnenswert wie die anderen tollen Geschenke (zwei DVDs, zwei Hosen, drei T-Shirts, eine Chronik meines Geburtsjahres 1986 und viele Süßigkeiten) sowie der weltbeste Geburtstagskuchen. Bei dessen Zubereitung hatte Alex einige Scherereien mit dem Ofen, dessen Belüftung und Heizfunktion zwischenzeitlich gestreikt hat, aber das Gesamtergebnis konnte sich wirklich sehen lassen: Ein Traum aus Nougat und Marzipan, umhüllt von weißer Schokolade, mit Schokoherzen und kleingehackten Cranberries garniert!

Der Geburtstagstisch am Morgen

Der Nougat-Marzipan-Kuchen in voller Pracht

Das erste Kuchenstück in der von mir gewünschten Größe

Die Kuchenglasur in Nahaufnahme

Wirklich gefeiert  haben wir den Tag nicht, sondern ihn weitgehend verkuschelt und gleich eine der DVDs angeschaut, die ich mir gewünscht hatte. Am Abend haben wir dann tolles italienisches Essen bestellt, und ich bekam endlich etwas, das ich mir schon seit gefühlten Ewigkeiten zu essen gewünscht hatte: Lasagne. Ob sich darin Pferdefleisch befand, kann ich leider nicht beurteilen, sie war allerdings absolut wohlschmeckend, und das ist ja die Hauptsache.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für all eure lieben Glückwünsche!

Die Filme, die ich mir gewünscht hatte und von Alex bekommen habe, kann ich übrigens beide sehr empfehlen: Coming Out von Heiner Carow und Romeos von Sabine Bernardi.

Ansonsten sind unser Wechsel zu einem reinen Ökostromanbieter und eine neue Streiterei aus unserem verflixten siebten Jahr erwähnenswert: Ich habe es irgendwie geschafft, im Badezimmer das Fenster auszuhängen, als ich es selbstständig öffnen wollte. Es ließ sich dann erst mal eine ganze Weile nicht mehr einhängen und kippte ständig nach vorne, worauf ich mir von Alex einige charmante Kosenamen (»ungeduldiger Saftsack«, »beschränkter Plattwurm«, »bekloppter Berserker«) anhören durfte. Zuerst meinte ich, dass ich den Anschiss nicht verdient hatte; wenig später fand ich dann doch, ihn verdient zu haben, während Alex nicht mehr dieser Meinung war und sich bei mir entschuldigte. Ihr seht, wir waren uns da nicht ganz einig, was im Prinzip aber auch egal ist.

Mehr haben wir zum Thema Epische Streitereien im Februar nicht zu erzählen, obwohl wir uns wirklich gern mehr für eure Unterhaltung einsetzen würden.

Aktuelle Trennungswahrscheinlichkeit: 0 %

Vor ein paar Tagen habe ich es geschafft, mir die Fingerkuppe meines rechten Mittelfingers abzuschneiden, wie ihr ja schon wisst. Inzwischen heilt die Wunde aber schon und sieht nicht mehr ganz so eklig aus.

Trotz der Scherereien, die er mit sich brachte (und die sich für mich wahrscheinlich chaotischer angefühlt haben, als sie es letzten Endes waren), war der Februar alles in allem ein angenehmer Monat für uns. Zum Teil haben wir ihn kältebedingt ein bisschen zu sehr vor dem Computer vergammelt; insgesamt war er dennoch schön und verhältnismäßig erlebnisreich.

Wir wünschen euch einen guten Start in den März!

Mittwoch, 27. Februar 2013

Dickes Ding

AD

So – nun hatte ich genug Zeit, die Rohversion von Kupferroter Mond etwas sacken zu lassen. Ab heute Nachmittag werde ich mich der Überarbeitung der Geschichte widmen. Wie lange ich dafür brauchen werde, weiß ich noch nicht; erfahrungsgemäß sitze ich an Überarbeitungen länger als am eigentlichen Schreibprozess. Aber ich gebe mir Mühe, und spätestens, wenn Schwester golden, Bruder aus Stein zu Ende gepostet ist, möchte ich mit Kupferroter Mond vollständig fertig sein.

Um einen besseren Überblick und Raum für ausschweifende Notizen zu haben, habe ich mir die Rohversion ausgedruckt – ist ein ziemlich dickes Ding geworden:

Jaah, das ist absichtlich so verschwommen!

Mein Schreibprogramm Papyrus Autor bietet zwar die Möglichkeit, Notizen am Bildschirm zu vermerken, aber zum einen bin ich da ein wenig altmodisch, und zum anderen korrigiere ich auch gern auf dem Sofa fläzend, wohin ich meinen Rechner nicht mitnehmen kann. Laptops sind nichts für mich, vor allem deren Tastaturen. Ich sag’s ja: altmodisch!

Sonntag, 24. Februar 2013

Alles neu!

AD

Der Meister hat es mal wieder geschaft, sich beinahe selbst zu schlachten: Kaum hatte ich Georg heute in die Badewanne verfrachtet, fiel sein Rasierer ins Wasser. Eifrig fischte er danach – und schnitt sich, nachdem er das Teil nach mehreren Anläufen erwischt hatte, prompt die Kuppe seines rechten Mittelfingers ab.

Mann, hat das geblutet. Ein Georgfleischskandal!

Das In-der-Badewanne-Sitzen erwies sich als Glücksfall; außerhalb der Wanne hätte das eine abartige Sauerei gegeben. Inzwischen trägt Georg einen schicken, fetten Druckverband, und wir haben den Umstand, dass der Finger immer noch leicht nachblutet und er ihn aufrecht halten sollte, dazu genutzt, mal wieder an unserem Blog-Design herumzuspielen. Champagner und Hellblau – wir sind ganz verzückt von der Kombination und glauben, diesmal tatsächlich ein dauerhaft bleibendes Design gefunden zu haben. Kann man die Rosenblätter im Hintergrund bei euch als solche erkennen? Georgs kleiner Laptop schneidet die an den Seiten leider etwas ab, an meinem Bildschirm sieht man sie vollständig.

Außerdem haben wir uns schon vor einigen Tagen an ein paar grundlegende Infos über uns und den Blog gesetzt, die wir gerade hochgeladen haben. Im Header findet ihr nun in aller Kürze unsere Kennenlerngeschichte (in der dritten Person verfasst, da wir den Text gemeinsam geschrieben haben) sowie einige Antworten auf die häufigsten Fragen, die uns in den letzten Monaten über uns und den Blog gestellt wurden, teils online, teils im realen Leben. Zum Schluss gibt es noch einen kurzen Überblick, zu welchem Zweck wir den Blog führen, und einen Bereich namens Kontakt, der für allgemeines Feedback zum Blog, Anregungen und Kritik offensteht. Dort finden Leser, die gern Kontakt zu uns aufnehmen, dies aber nicht per Kommentar machen möchten, auch eine blogbezogene E-Mail-Adresse. An dieser Stelle vielen Dank an diejenigen, die uns via FanFiktion.de angeschrieben, sich positiv zum Blog geäußert und uns Fragen dazu gestellt haben!

Puuh. Seit der Blog am 17. November 2012 in quietschbuntem Knallbonbon-Design online ging, hat sich hier einiges getan. Das Teil sieht jetzt ja richtig seriös aus! Na ja, ein bisschen. Und als Gegengewicht gibt es ganz unten inzwischen ein kleines Aquarium mit zehn bunten Fischlein, die ihr, sollte euch mal langweilig sein, per Mausklick ins Wasser füttern könnt. (Wir haben versucht, ihnen Namen zu geben, aber sie hören einfach nicht auf uns!)

Zum Schluss bedankt Georg sich für die vielen lieben Geburtstagsglückwünsche! Mein Mail-Tempo ist momentan mal wieder unterirdisch, und für den Februarrückblick ist es auch noch nicht an der Zeit, daher erst mal ein Kollektivdank an dieser Stelle. Er hat sich sehr, sehr, sehr darüber gefreut!

Mittwoch, 20. Februar 2013

Erschöpft und nervös

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Meeh. Momentan ist mein TSH-Wert gravierend zu niedrig, obwohl meine Schilddrüse sich laut den anderen Werten und den (meisten) Symptomen nach wie vor in der Unterfunktion befindet.

TSH (Thyroidea-stimulierendes Hormon) ist ein Hormon aus der Hirnanhangdrüse, das die Schilddrüse zu mehr Leistung antreibt. Wenn die Schilddrüsenhormonwerte sinken, kurbelt der Körper die TSH-Produktion an. Ein erhöhter TSH-Wert deutet also auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hin, ein zu niedriger Wert bedeutet, dass die Reise womöglich gen Überfunktion geht.

Wertschwankungen sind bei Hashimoto-Thyreoiditis nicht selten, die gab es bislang auch bei mir schon einige Male. Meist hat sich die Symptomatik Richtung Unterfunktion bewegt (Appetitlosigkeit bei gleichzeitiger Gewichtszunahme), hielt sich jedoch im Rahmen. Diesmal ist mein Körper aber ziemlich gerädert.

Ich bin wahnsinnig müde, schlafe nachts auch weitgehend durch und wache trotzdem nicht erholt auf.

Ich kann mich nur schwer konzentrieren, habe oft Wortfindungsschwierigkeiten, und ein simpler Gedächtnistest beim Nervenarzt (Facharzt für Psychiatrie und Neurologie) fiel so schlecht aus, dass ich wegen des Ergebnisses im März zur Sicherheit zur Schädel-MRT muss.

Meine Nägel und Haare sind brüchig, letztere fallen auch vermehrt aus. Nach meinem letzten Vollbad hatte ich den Eindruck, die Haare der halben Kelly Family aus dem Abfluss zu ziehen. (Kennt die heute überhaupt noch jemand? Als ich ein Teenie war, war die wahnsinnig bekannt, doch ich gehe auf die 30 zu und folglich ist das schon eine ganze Weile her.)

Dazu habe ich in den letzten zwei Wochen fast fünf Kilo zugenommen; das ist es, was mich beinahe am meisten nervt. Meine Kleidung passt zwar noch, weil alle meine Sachen vorher geschlackert haben, aber es kotzt mich an, dass ich in solchen Phasen kaum etwas essen kann und trotzdem zunehme. Ich bin keine Frau, die sich über ihr Gewicht definiert, aber das Missverhältnis und der absolute Kontrollverlust sind mir unangenehm.

Inzwischen wurde durch ein Blutbild bestätigt, dass die SD-Werte nicht in Ordnung sind, und auch wenn mir das im Grunde vorher schon klar war, wäre es natürlich angenehmer, wenn alles okay wäre und ich das schlechte Befinden auf das Wetter, den Stress oder den Cascada singenden Goldfisch der Nachbarn schieben könnte.

Aktuell soll die Medikation aber noch nicht umgestellt, sondern in drei Wochen erst einmal ein neues Blutbild gemacht werden. Zum einen deshalb, weil Schwankungen bei Hashimoto-Thyreoiditis eben relativ häufig vorkommen und sich im glücklichsten Fall von allein wieder einpendeln, und zum anderen, weil ich Medikamentenumstellungen in der Regel schlecht vertrage, selbst dann, wenn es sich nur um geringe Dosisveränderungen handelt. Erst, wenn sich in drei Wochen nichts gebessert hat, wird an der Medikation geschraubt.

Ganzheitlich schlecht geht es mir trotz allem nicht, einfach, weil im Moment auch viele wahnsinnig schöne Dinge passieren und mein Befinden nicht allein von meinem Körper abhängt. Erschöpft bin ich trotzdem – und ein bisschen nervös wegen der MRT, auch wenn mir klar ist, dass das nun erst einmal eine Routineuntersuchung ist.

Um Georgs Versorgung müsst ihr euch aber keine Sorgen machen; das schaffe ich in jedem Fall trotzdem. Eher geht ein trächtiges Rhinozeros durch ein Nadelöhr, als dass ich mal ernsthaft zusammenklappe – das ist diese Sache mit dem nicht vergehenden Unkraut. Ähem, nein, aber ich passe schon auf mich auf.

Manche Menschen unterstellen mir, zu aufopfernd zu sein und über Georgs Pflege mich selbst zu vergessen, doch das ist Unsinn. Gerade, weil er körperlich so sehr auf mich angewiesen ist, sehe ich es als meine Pflicht, auch meinen eigenen Körper pfleglich zu behandeln. Das bedeutet nicht, dass ich generell auf Alkohol und ungesunde Lebensmittel verzichte oder ausschließlich gesundheitsfördernde Dinge tue – aber alles in allem ist mein Lebensstil schon darauf ausgelegt, das Gestell in Schuss zu halten.

Ich hoffe, mein Lieblingsorgan kriegt sich wieder ein.

Unsere sonstigen aktuellen Erlebnisse werden bald in den Februarrückblick gepackt. Ich freue mich schon total darauf, den zu schreiben – nachher kaufen wir die Zutaten für Georgs Geburtstagskuchen (er wird am Samstag 27), und davon wird im Rückblick selbstverständlich ein Angeberfoto gepostet!

Dienstag, 12. Februar 2013

Lotta auf Leinwand

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Mein lieber SGBAS-Giftzwerg

Irgendwie bin ich gerade ein bisschen stolz darauf, dass ich es geschafft habe, Lottas Gesichtsausdruck so einzufangen, wie ich ihn schon so viele Male in meinem Kopf gesehen habe. Die Leinwand ist aber nicht echt – sie wurde nachträglich am Computer hinzugefügt. Ähem.

Montag, 11. Februar 2013

Waidbronn

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Waidbronn, der (fiktive) Hauptschauplatz der Geschichte Schwester golden, Bruder aus Stein, ist meiner eigenen Heimatstadt nachempfunden und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die wichtigsten Fakten:

Wappen der Stadt Waidbronn
Bundesland: Bayern

Regierungsbezirk: Schwaben

Landkreis: Oberallgäu

Fläche: 42,45 km²

Einwohner: 19.828

Stadtgliederung: 4 Stadtteile

Der älteste bekannte Nachweis der Besiedlung geht bis in das Jahr 600 nach Christus zurück. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Ortsnamen Brunna war 1150 nach Christus.

Bereits 1440 erlangte der Ort, der inzwischen den Namen Waidebrunna trug, das Marktrecht und die hohe Gerichtsbarkeit. Von weitläufigen Waldgebieten umschlossen, lebte er vorrangig von der Jagd und dem Handel mit Wild und Lederwaren. Auch Handwerker, Bierbrauer und Weber lieferten einen Beitrag zum aufblühenden Handel.

Das Handelsgeschlecht der Meyling, eine (fiktive) Kemptener Patrizierfamilie, trug wesentlich zur Entwicklung Waidebrunnas bei. Sie erwarben 1552 die Herrschaft über den Ort und steckten viel Geld in die Instandsetzung der Burg Waidebrunna (heute Burg Waidbronn), in der sie bis ins 18. Jahrhundert lebten. 1764 endete die Zeit der Meyling mit deren finanziellem Bankrott; der Bayerische Kurfürst erwarb daraufhin Herrschaft und Burg.

Im Jahr 1790 wurde der Ortsname Waidebrunna zu Waidbronn.

Das Wappen Waidbronns zieren bis heute die namensgebenden Elemente des Ortes: Die Zweige mit Laubwerk stehen für die herbstlichen Gemeinschaftsjagden in Wald und Feld; der Brunnen ist der sogenannte Jagdbrunnen (Waid = altdeutsches Wort für Jagd), der bis 1902 in der Ortsmitte stand. Es war lange Zeit Waidbronner Tradition, dass die heimkehrenden Jäger sich gemeinschaftlich am Brunnen erfrischten, ehe sie sich an die weitere Arbeit machten. Lange stand statt des Jagdbrunnens ein großer Springbrunnen in der Waidbronner Stadtmitte, um den mittwochs und samstags der Wochenmarkt stattfand. 2010 wurde jedoch der historische Jagdbrunnen in restaurierter Form wieder an seinem ursprünglichen Platz installiert. Der Springbrunnen befindet sich nun im Waidbronner Kirchhof.

Als die Zeit des Wildhandels im großen Stil unwiederbringlich zu Ende ging, öffnete sich Waidbronn vorsichtig für die Industrie. Bis 1926 hatte sich die Marktgemeinde als kleiner, stabiler Industriestandort etabliert. Dazu trug die Zusammenarbeit mit dem nur 30 Kilometer entfernten Kempten bei, obwohl die industrielle Revolution in Kempten durch den Niedergang der ansässigen Leinenmanufakturwirtschaft aufgrund der starken Konkurrenz im Weltmarkt gebremst wurde.

Dann folgten das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg, eine Zeit des wirtschaftlichen und menschlichen Niedergangs. Waidbronns kleine Altstadt blieb jedoch erhalten; der ganze Stolz der Waidbronner ist heute die örtliche Brauerei.

Währungsreform und Marktwirtschaft bescherten Waidbronn einen Aufschwung wie nie zuvor. Neue Produktionszweige siedelten sich an, zum Beispiel der Pharmaziekonzern Merk, in dem Lottas Opa Clemens Katz als Buchhalter arbeitete.

1950 wurde der Markt Waidbronn zur Stadt erhoben. Zur Feier wurde das Waidbronner Wappen, bis dahin durch einen schlichten braunen Balken unterteilt, durch zusätzliche Elemente ausgeschmückt. Der Balken wird nun durch einen schmalen hellblauen Streifen und ein schwarzes W, dessen Leerräume in den bayerischen Landesfarben Weiß und Blau verziert sind, ergänzt.

Freitag, 8. Februar 2013

Der Krieger der Küche: Risotto Tomate-Mozzarella mit Champignons

GD

Der Krieger der Küche ist sich seiner Schwächen bewusst. Er weiß, dass die Küche aufgrund ihrer schmalen Beschaffenheit kein idealer Platz für ihn ist. Fährt er mit dem Rollstuhl hinein, mangelt es ihm an der Möglichkeit, zu wenden. Begibt er sich auf seinen Beinen in den Raum, läuft er Gefahr, trotz der beiden Arbeitsflächen, auf die er sich stützen kann, zu straucheln und zu Boden zu stürzen.

Dennoch treibt die Gier nach Nahrung den Krieger der Küche oftmals an diesen für ihn gefahrenvollen Ort. Mit einem hilfsbereiten Lakaien an seiner Seite gelingt es ihm häufig, die Zubereitung eines warmen Gerichtes zu meistern und seine Begierde nach Essen zu stillen.

Will der Krieger der Küche ein Risotto Tomate-Mozzarella mit Champignons (für zwei bis drei Personen) zubereiten, benötigt er einen realistischen Plan. Dieser besteht im Groben aus zwei Säulen: Zutaten und Zubereitung, auch ZU & ZU genannt.

Zutaten:

- 2 Zwiebeln
- 100 Gramm Champignons in Scheiben
- 500 Milliliter Gemüsebrühe
- 150 Gramm Risottoreis
- 4 Esslöffel Tomatenmark
- 10 Kirschtomaten (geviertelt oder in Scheiben)
- 150 Gramm Mozzarella (gewürfelt oder gerieben)
- Sonnenblumenöl (oder anderes Öl nach Wahl)
- Salz
- Pfeffer
- 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Der Krieger der Küche lässt seinen Lakaien die Zwiebeln fein würfeln, während er die vom Lakaien auf dem Herd vorbereitete Gemüsebrühe aufkocht und beaufsichtigt.

Der Lakai dünstet die Zwiebeln, die Champignons und den Risottoreis etwa fünf Minuten lang im Sonnenblumenöl. Anschließend rührt er das Tomatenmark unter und gießt ein Viertel der Gemüsebrühe auf, um das Risotto unter Rühren bei mittlerer Hitze 20 Minuten garen zu lassen.

Nach und nach wird die restliche Brühe zugegossen und mit Salz, Pfeffer und der Prise Zucker abgeschmeckt. Der Krieger der Küche hat einerseits wachsam zu beaufsichtigen, ob sein Lakai dies ordnungsgemäß erledigt, andererseits darf er es sich nicht nehmen lassen, das Risotto zwischendurch selbst zu kosten, um ganz sicherzugehen.

Gegen Ende der Kochzeit gibt der Lakai die Tomaten hinzu und rührt sie unter.

Nach 20 Minuten des Kochens hat der Risottoreis die Brühe weitgehend aufgesogen. Nun gibt der Krieger der Küche den Mozzarella hinzu, wobei er aufpassen muss, nicht mit der Hand den Topf zu berühren. Der Mozzarella wird vom Lakaien kräftig untergerührt, bis er schmilzt.


Der Krieger der Küche kann sich nun beruhigt ins Esszimmer bringen lassen, um sein Mahl zu genießen. Wenn er es schafft, schreibt er sein Erlebnis in den nächsten Tagen am Computer nieder, um andere Krieger der Küche an seinem Erfolg teilhaben zu lassen. Die Beschäftigung eines Lakaien sei jedem Krieger empfohlen, vor allem denjenigen, die keine Spülmaschine besitzen.

Zuletzt hofft der Krieger der Küche, dass Paulo Coelho ihm den kleinen Krieger-Exkurs nicht übel nimmt, sofern er je darüber stolpert, was unwahrscheinlich ist.

Samstag, 2. Februar 2013

Mist!

AD

Waah! Da verpasse ich unserem Blog unbedarft ein neues, frühlingshaftes Design, denke mir, dass ich doch auch mal die Schriftart ändern könnte – und was passiert? Sämtliche Bilder in den bisherigen Einträgen verschieben sich!

Daran könnte man vorher denken. Man. Aber doch nicht ich!

Da ich die neue Schriftart (Arial) bereits gespeichert hatte und die Bilder auch bei erneuter Umstellung auf die alte Schriftart (Trebuchet) nicht mehr an ihren ehemaligen Platz gerückt sind, blieb mir nichts anderes übrig, als in sämtlichen Posts Angleichungsarbeit (ist das ein Wort?) zu leisten.

Notiz an mich: Ändere NIE wieder die Schriftart!! Danke.
 
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