Dienstag, 30. April 2013

Rückblick: April 2013

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So, ihr Lieben, der vierte Monat unseres verflixten siebten Jahres ist vorbei – und ich kann euch gleich sagen, was ihr euch sicher sowieso schon denken könnt:

Aktuelle Trennungswahrscheinlichkeit: 0 %

Der April war nämlich in seiner Gesamtheit viel zu anstrengend, als dass wir Zeit gefunden hätten, uns nennenswert zu zoffen:

Wir hatten einige Sanitärprobleme – in der Wohnung über uns war eine Wasserleitung undicht, sodass uns die Soße durch die Decke getropft ist, und zudem leckt unsere Wandtoilette seit Wochen, sodass sich darunter immer wieder ein kleiner See bildet. Das erste Problem ist mittlerweile behoben; zurückgeblieben sind nur einige braune Flecken an der Decke, die noch überstrichen werden müssen. Das Klo ist noch immer nicht repariert, weil der Klempner uns immer wieder versetzt (oder uns einfach sitzen lässt, statt etwas zu unternehmen; das gab es neulich auch) – unser Vermieter bestand bislang allerdings auf diesen Klempner, da er schon lange Stammkunde bei ihm ist. Inzwischen ist auch seine Geduld erschöpft; der Klempner bekommt am Samstag noch eine letzte Chance, und wenn er dann nicht erscheint bzw. das Ganze nicht repariert, dürfen wir endlich wechseln.

Ansonsten ist Georg zurzeit krank und ich ziemlich durch den Wind, und ich fürchte, Letzteres wird noch eine ganze Weile so bleiben. Ich bin echt durch, und ich schätze, dass man das diesem Eintrag (wie auch dem letzten) mehr als anmerkt.

Dazu kommt noch, dass meine Ma vor wenigen Tagen Diabetes diagnostiziert bekommen hat – Typ II, obwohl sie schlank ist, sich einigermaßen gesund ernährt, viel Bewegung hat und all die Scherze.

Es sind aber natürlich auch ein paar schöne Dinge passiert:

Unsere beiden liebsten Tage in diesem Monat waren der 1. und der 5. April.

Den 1. April haben wir mit einem ganz tollen Schokoosterlammfrühstück mit meiner Ma begonnen (so was darf sie nun nicht mehr essen, hmpf), danach waren wir gemeinsam spazieren und haben uns zum Schluss auf eine Bank am Urnengrab meiner Großeltern in die Sonne gesetzt, wo wir lange über die beiden geredet haben.

Am 5. April war Georgs und mein 5. Hochzeitstag; zu diesem Anlass waren wir griechisch essen (und trinken) und haben uns hochromantische (ähem) Geschenke gemacht: Georg hat von mir eine elektrische Ultraschallzahnbürste bekommen, ich von ihm ein Unter-Wasser-Epiliergerät. Wir denken praktisch, Leute! Das einzige leicht romantische Geschenk kam von meiner Ma: Sie hat uns ganz tolle Bettwäsche geschenkt, in die wir wahnsinnig verliebt sind.

Ansonsten waren wir einmal Flammkuchen essen und einmal sogar in einem All-you-can-eat-Restaurant, was uns ein bisschen dafür entschädigt hat, dass wir es diesen Monat kein einziges Mal ins Kino geschafft haben.

Oh, und wir haben eine Kröte davor bewahrt, von einem dämlichen Teenager getreten zu werden!

Das absolute Monatshighlight war ein wunderschönes Päckchen von Jade, - raven - und Sven, in dem sich ein Brief mit selbst gemachtem Siegel (»Alter, der Briefumschlag hat Feuer gefangen!« – Jaaaade, hihi!), tolle Fotos und Nachrichten, leckere Süßigkeiten aus Österreich sowie ein kleiner fliederfarbener Seifengefährte für Guillaume befanden. Nochmals vielen, vielen Dank – ihr habt unseren April wirklich erhellt!

Die Standardunternehmungen, unsere regelmäßigen Spaziergänge vor allem, wollten wir ja nicht jedes Mal aufzählen, aber in diesem Monat haben sie definitiv dazu beigetragen, dass wir ihn nicht als gänzlich verkorkst wahrgenommen haben. Und mein geliebter Akut-Schreibflash, dank dem meine Augen täglich mehr wie explodierte Aprikosen aussehen, aber das gehört nun mal auch dazu – und ich gebe zu, ich liebe es!

So. Und weil ich wirklich absolut neben der Spur bin und nicht glaube, noch passendere Worte für unseren April 2013 zu finden, gibt es zum Abschluss einfach ein paar Fotos von unseren Spaziergängen, dem leckeren Auswärtsessen (gemeinsames Kochen ist diesen Monat komplett ausgefallen) und dem wundertollen Päckchen:


 









Sonntag, 28. April 2013

Totalausfall

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Puh – pünktlich zum Monatsende ist bei uns noch mal so richtig alles schiefgegangen. Da ich aber keine Lust habe, den Aprilrückblick mit einer kleinen Katastrophe abzuschließen (das hatten wir im Märzrückblick ja schon), hier ganz kurz, was passiert ist:

Georg hatte Ende letzter Woche nach anfänglichen Erkältungsanzeichen hohes Fieber und Durchfall inklusive Schüttelfrost; das war aber nach einer Nacht Durchschlafen und frei verkäuflichen Medikamenten alles wieder in Ordnung – dachten wir.

Gestern Morgen hatte er dann aber Blut im Urin; der Bereitschaftsarzt, der zu uns nach Hause kam, meinte, wir sollten gemessen an Georgs Grunderkrankung unbedingt in die Uniklinik fahren. Er sagte zudem, es könne sein, dass Georg stationär bleiben müsse. Ich wäre in dem Fall natürlich auch geblieben – die Klinik, die am Wochenende mal eben eine Sitzwache organisiert, möchte ich mal sehen, und unbeaufsichtigt darf Georg eben einfach nicht bleiben.

In der Klinik wurde Georg dann untersucht, aber (zum Glück) doch nicht stationär aufgenommen; vorrangig, weil der Überweiser uns nicht mal in der Klinik angemeldet hat, obwohl er das vorhatte.

Diagnose: eine gewaltige Harnwegsentzündung, die nun mit einem Hammer-Antibiotikum behandelt wird. Sollte sich der Urin dunkler verfärben oder stinken, müssen wir sofort wieder zurück in die Klinik, und sobald die Behandlung abgeschlossen ist (zehn Tage), sollte man noch mal abklären, ob mit der Prostata alles in Ordnung ist, da diese auf dem Ultraschallbild verengt aussah.

Momentan scheint es, als würde sich bei Georg nichts verschlechtern – unser Tagesablauf sieht halt so aus, dass ich ihn etwa alle zwanzig Minuten aufs Klo bringe, und zudem hat er von dem Antibiotikum, das er zwingend nehmen muss, im Gesicht sowie auf Brust und Bauch einen juckenden Ausschlag bekommen, was offenbar eine recht häufige Nebenwirkung des Präparats ist.

Ich bin allgemein so fertig, dass ich das gestern ausgefallene Schwester golden, Bruder aus Stein-Kapitel erst ganz regulär am nächsten Samstag posten werde. Ich habe noch nicht mal alle Reviewantworten geschafft, möchte zudem unbedingt selbst zwei Reviews schreiben, die ich ebenfalls im Moment nicht schaffe, laufe gegen jeden Türrahmen, der sich mir bietet, und bin allgemein gerade nicht wirklich zu gebrauchen. Zwar müsste ich das Kapitel bloß noch einmal lesen und mit Absätzen versehen, aber die Geschichte im Allgemeinen und Lotta und Jurij im Besonderen sind mir einfach zu wertvoll, um das genervt oder nebenbei zu machen. Es tut mir sehr, sehr leid.

Dafür habe ich zurzeit einen gewaltigen Schreibflash, der auch nicht wirklich abebbt, und ich weiß nicht genau, ob das nun für oder gegen mein Gehirn spricht. Mein Schreibblock ist voll von skizzenhaft umrissenen Texten, die erst noch geschrieben werden müssen, weil ich gar nicht so schnell (und oft) tippen kann, wie mein Gehirn momentan arbeitet. Ganz grob kann ich, glaub ich, sagen, dass das Ganze irgendwie ins AURA-Universum gehört; zugleich ist es aber auch ein (absolut unerwartetes, von den bewussten Regionen unserer Gehirne völlig ungeplantes) Crossover mit dem Todes Sehnsucht-Universum (mit) der lieben Lexi, sodass im Moment eigentlich keiner so genau weiß, wo das letztendlich eingeordnet werden wird. Ja, wir haben voll den Plan! Nicht!

Zusammengefasst: Zurzeit bin ich entweder am hysterischen Lachen, Heulen oder Georg-aufs-Klo-Bringen und nicht wirklich fähig zu ernst zu nehmender Kommunikation. Mein Gehirn zwingt mich aber dennoch, zwischendurch immer und immer wieder zu schreiben – und vielleicht ist es einfach das, warum ich in solchen Phasen nie endgültig den Verstand verliere. Weil es mich rettet. Ähem.

Ich lese den Eintrag jetzt nicht noch mal Kontrolle, weil ich dann vermutlich das Bedürfnis habe, ihn vollständig neu zu schreiben, und nicht mal dafür habe ich die Nerven. Man trifft mich aber ab und zu spammenderweise bei Twitter an, wo ich mein überquellendes Hirn zu entleeren versuche.

Liebe Grüße von Georg und mir – bis (hoffentlich) zum Aprilrückblick!

Freitag, 19. April 2013

Auf Schaf komm raus

GD

Eine jährlich wiederkehrende Freude ist die in unserer entfernteren Nachbarschaft (auf dem Weg zum Ochs) grasende Schafsherde. Besonders die Lämmchen sind eine Augenweide:

Und jetzt alle: Awwww! 
 





Auch Schafe scheinen eine Vorliebe für angenehmen Liegekomfort zu haben, wie ließe sich ansonsten folgende Beobachtung erklären?


Allerdings gab es auch eine Beobachtung, die uns erst einmal erschreckt hat: Ein stark hinkendes Schaf, dessen Hinterlauf gebrochen zu sein schien.

In unserer Bestürzung starteten wir eine kleine Hilfsaktion – Alex hat sich eine Weile durch unsere Stadt telefoniert, um den Besitzer der Herde zu ermitteln. Zum Glück hat sie ihn schließlich erreicht und wir haben erfahren, dass das Schaf lediglich eine kleine OP am Lauf hatte und bald wieder fit sein wird.

Donnerstag, 18. April 2013

Williges Model, strahlendes Bild!

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Zugegeben, der Post-Titel klingt leicht seltsam, aber er ist wahr: Nachdem Joe meinen Erstversuch, ihn zu zeichnen, für absolut katastrophal befunden hat, haben wir uns vor ein paar Tagen nochmals an ein Bild gewagt. Der Anlass war, dass er ja eifrig Pläne schmiedet und sich für Visitenkarten und Image-Film extra einen Anzug gekauft hat – einen weißen!

Aww, ich finde ihn süß – äh, Joe sowie den Anzug. Und das Beste? Diesmal hat Joe mir willig (ja!) Modell gestanden, was man dem Bild auch ansieht, finde (äh, hoffe) ich. Und diesmal gefällt ihm sogar das Ergebnis – manchmal liebe ich mein Gehirn!

Dienstag, 16. April 2013

Kryptischer Fund und Schriftvergleich

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Beim Durchwühlen unserer Ablage sind wir auf ein gefaltetes Schreibblockblatt gestoßen, dessen Text zwar schön, aber reichlich kryptisch ist – wir haben absolut keine Ahnung, worum es darin gehen könnte:


Das Teil? Zusammenpacken? Schwarze Tasche? Wovon ist da die Rede? Wir werden senil! Das einzig Sichere ist, dass der Text eine Nachricht von mir an Georg ist – alles andere muss weit in unserem Unterbewusstsein vergraben liegen (oder sich gänzlich aus unseren Hirnen verabschiedet haben).

Zumindest das Datum hilft uns etwas weiter: Am 12.06.2007 waren wir seit fünfeinhalb Monaten ein Paar, haben seit viereinhalb Monaten zusammengewohnt und näherten uns dem Ende unseres ersten Lehrjahrs als Bürokaufleute. Daher könnte es sein, dass der Text sich auf die Berufsschule bezieht – die schwarze Tasche ist somit möglicherweise Georgs Laptoptasche, da er Klassenarbeiten zum Nachteilsausgleich am Rechner schreiben durfte.

Sicher sind wir uns da aber ganz und gar nicht. Schräg. Wenn ihr in nächster Zeit irgendwo einigen Gehirnzellen auf der Flucht begegnet – das sind unsere!

Beeindruckend ist, was sich auf der Rückseite des gefalteten Blockblatts befindet – hier hat Georg sich seine Noten in AWL (Allgemeine Wirtschaftslehre) und RW (Rechnungswesen) notiert:


Ich muss beinahe heulen, wenn ich mir anschaue, wie leserlich seine Schrift damals noch war, obwohl ich ein Zeugnis dessen auch über meinem Schreibtisch hängen habe:


Inzwischen hat sich Georgs Schriftbild wesentlich verschlechtert; schon seit mehreren Jahren (circa seit Ende 2008) kann er sie im Nachhinein selbst kaum noch lesen. Eine kleine Kostprobe, die ich für diesen Post von ihm »angefordert« habe:

»Rechnungswesen«

Er versucht aber, es mit Humor zu nehmen – ein paar seiner Ärzte haben eine ähnlich infernalische Klaue (danke, Bobby), ganz ohne sich mit neurologischen Defiziten herausreden zu können. Bei unserem Dermatologen kommt es sogar vor, dass die Mitarbeiter der Apotheke aufgrund seiner von Hand ausgefüllten, absolut unleserlichen Rezepte in seiner Praxis anrufen müssen, um nachvollziehen zu können, was er verordnet hat.

Wir haben leider niemanden, den wir telefonisch oder anderweitig bezüglich des kryptischen Textfunds befragen könnten – das Ganze wurmt uns; wir wüssten wirklich gern, worum es in der Nachricht ging.

Sonntag, 7. April 2013

Rasender Friseur, zündende Idee?

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Am Anfang war das Gespräch. Und nach diesem Gespräch war nichts mehr so, wie es vorher war, denn es ergab sich daraus ein weiteres (kopfinternes) Gespräch, diesmal zwischen Joe und mir:

Joe: »Du? Ich könnte das doch machen.«

Ich: »Hm?«

Joe: »Ja, hm, also, die Hauptrolle halt.«

Ich: »Hmmmm?«

Joe: »Jaah! Bei dem Mitmachdings! Ich lern gern neue Leute kennen! Und außerdem, ich hab total die geniale Geschäftsidee. Jetzt guck nicht so skeptisch, Daniel sagt auch, das könnte was werden, und Daniel ist der intelligenteste Mensch auf der Welt, also muss er es ja wissen!«

Ich: »Ist ja gut – verrätst du mir, worum’s geht?«

Joe: »Bei der Mitmachgeschichte oder der Geschäftsidee?«

Ich: »Äh, bei beidem?«

Joe: »Gut, das hängt eh irgendwie zusammen. Also: Ich werde Berlins rasender Friseur. Zumindest, wenn wir wirklich dauerhaft in Berlin bleiben, so ganz sicher ist das ja noch nicht, aber einen rasenden Friseur kann man bestimmt auch in anderen Städten gebrauchen. Ja, und jedenfalls, das läuft so: Ich lass mir so aufklappbare Visitenkarten drucken, die müssen so total stylish und edel aussehen, am besten in Flieder, Aubergine und Schwarz. Da stehen dann meine ganzen Leistungen drauf, also Haare schneiden, färben, Make-up und der ganze Kram. Dann brauch ich natürlich noch ’nen kleinen Imagefilm, aber den mach ich erst mal privat und stell ihn bloß auf YouTube und auf eine kleine Homepage, sonst kann ich mir das nicht leisten. Daniel kann ja die Kamera halten. Und auf den Visitenkarten steht dann auch die Adresse der Homepage und alles drauf, und wer einen Friseur braucht, der ruft mich an, und ich komme direkt zu ihm, statt dass er in irgendeinen Salon kommen muss. Naa?«

Ich (erschlagen): »... Wow.«

Joe (euphorisch): »Ja, oder? Ey, Bens Typen könnten mir dabei so was von gar nichts! Ja, und überhaupt, selbst wenn, wären meine Gerichtschancen ja heute wahrscheinlich gar nicht so schlecht, weil – na ja, weißt du ja am besten.«

Ich: »Und – was hat das jetzt mit der MMFA zu tun?«

Joe: »Na, die, die da mitmachen wollen, könnten ja die Leute aus ihrem Kopf in deinen schicken, und die könnten sich dann alle von mir die Haare machen lassen! Die finden in der Geschichte halt meine Visitenkarten oder so, vielleicht hab ich auch Flyer, und dann ...«

Ich: »Aber nicht jeder, der aus einem anderen Kopf kommt, wohnt in Berlin, Joey.«

Joe: »Egal. Man kann ja auch mal Urlaub in Berlin oder sonst wo machen, wir dürfen halt nur nicht an den Arsch der Welt ziehen. Dian zum Beispiel, der ist bestimmt total neugierig auf alles, was es so auf der Welt gibt, und dann macht er Urlaub in Berlin, und daaaann sieht er ein paar Punks, und dann will er bunte Haare, und dann findet er meinen Flyer, und dann ruft er mich an!«

Ich: »...«

Joe: »Hmm?«

Ich: »... Ja, das ist gut.«

Joe (total aufgekratzt): »Echt jetzt?!«

Ich: »Ja, echt jetzt! Das könnten wir machen. Mal davon abgesehen, dass das bestimmt total lustig wird, hätte die Form von Geschichte auch den Vorteil, dass ich mir keinen ultrakomplizierten Plot aus den Fingern saugen müsste.«

Joe: »Jaah, AURA ist eh schon so ätzend ultrakompliziert. Mit mir als rasendem Friseur hast du bestimmt viel mehr zu lachen.«

Ich: »Daaaas kann gut sein. Also, ich denk mir da einen groben Rahmen aus, und dann blogge ich das.«

Joe: »Du musst aber auch über Dian und Jasku bloggen! Dian hab ich ja so ganz undercover schon mal total bunte Haare gemacht, und Jasku braucht so dringend einen Friseur, dass er einfach zu mir kommen MUSS!«

Ich: »Ähm, also, ich weiß nicht, ob er das will ...«

Joe: »Doch, bestimmt! Ich finde, dass Jasku lange Haare eigentlich total stehen würden. Aber da muss halt irgendeine Form rein, und so was lässt man nur vom Friseur seines Vertrauens machen. Echt, sonst geht das schief.«

Ich: »Okay. Aber das lässt du Jasku dann bitte selber entscheiden, ja?«

Joe: »Jaah, klar, ich bin ja kein Direktor, äh, Diktator. Aber frag auch mal alle anderen, die wir so kennen, ja? Bestimmt könnte ich auch aus Flos Haaren was total Cooles machen, oder aus Icas! Jade hat auch tolle Haare, aber die kann ich ja leider nicht schneiden, das hab ich ja schon bei dir vergeblich probiert. Aber sie hat ja auch viele Leute im Kopf!«

Ich: »Ich blogge das erst mal nur ganz grob, Joey. Dass es diese MMFA irgendwann geben wird, und dass detailliertere Infos dazu folgen werden, wenn es so weit ist.«

Joe: »Aber meine Geschäftsidee kann ich jetzt dann schon anpacken, oder? Nicht, dass das jemand liest und mir die Idee klaut, und dann guck ich voll in die Röhre.«

Ich: »Guck du mal lieber nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen für so ein Gewerbe. Daniel hilft dir bestimmt. Und ich blogge die Idee bald.«

Joe: »Aber wirklich BALD!«

... Jaah. Spätestens hier dürfte klar sein, dass ich nicht ganz so schnell war, wie Joe sich das gewünscht hat, aber knappe zwei Wochen sind noch im Rahmen, immerhin musste ich erst mal Joes gewünschtes Bildmaterial fertigstellen. Er möchte nämlich zum einen präsentieren, wie toll er Dians Haare hingekriegt hat, und zum anderen zeigen, wie super Jasku lange Haare stehen.

Die folgenden Zeichnungen sind beide von Lexi, nur coloriert wurden sie im Nachhinein von mir. Gegenseitige Fankunst, irgendwie – erkennt ihr das Kerlchen, dem Dian Hasenohren macht?

Papageien-Party

Langhaar-Jasku

Natürlich hat Joe auch bei dieser Darstellung seiner selbst gemeckert, er würde zu weibisch aussehen (ich fürchte, das wird sich auch auf künftigen Zeichnungen nicht ändern, Joey-Bowey – zumindest, was dein Gesicht betrifft), doch er war immerhin zufriedener als mit meinem Versuch.

Äh, das Ganze noch mal in Kürze: Die MMFA-Idee steht, und sie gefällt mir wirklich gut. Wie die Geschichte im Detail aufgezogen wird, weiß ich aber noch nicht. Vermutlich wird zuerst hier auf dem Blog geplant; hier schauen alle befreundeten Autoren von FanFiktion.de regelmäßig rein – wie es dann weitergeht, ist noch komplett offen.

Der grobe Rahmen wird tatsächlich der, den Joe beschrieben hat: Er darf »fremden« Charakteren auf die Nerven gehen, die ihn als Friseur zu sich bestellen. Ob zu sich nach Hause, in ein Hotelzimmer oder eine Herberge, ist vollkommen egal – in absoluten Frisurnotfällen traue ich Joe sogar zu, Menschen im Park anzuquatschen und zu fragen, ob sie nicht mal wieder was mit ihren Haaren machen lassen wollen, weil sie es echt nötig hätten. (Ähem. So ist er.) Weitere Infos, die ich über die teilnehmenden Charaktere brauchen werde, werden so Standarddinge wie Alter, Persönlichkeit, Aussehen etc. sein, und dann eben eine kurze Beschreibung der Location und des Frisurenwunschs.

Das gibt es, wenn es so weit ist, aber alles noch einmal richtig ausgearbeitet und besser verständlich als hier. Wann das genau sein wird, weiß ich auch noch nicht (ihr seht, ich weiß herzlich wenig) – die AURA-Reihe sollte zu mindestens einem Drittel fertiggestellt und gepostet sein, sonst ist ja völlig unklar, weshalb Joe wieder in Deutschland ist und wie die anderen AURA-Leute, die evtl. mal Gastauftritte haben werden, zu ihm stehen. (Ich sehe Daniel schon als Schminkkofferträger. Armer Kerl.)

Ziel dieser MMFA ist es vor allem, gemeinsam Spaß damit zu haben. Eine übermäßig tiefgründige Handlung wird es voraussichtlich nicht geben, gern aber das eine oder andere tiefgründige Gespräch, wenn die Chemie zwischen den Charakteren stimmt.

Öhm – was ich jetzt mit diesem wirren, ausdruckstechnisch katastrophalen Post will? Euch zeigen, dass ich mir Gedanken gemacht und das Thema nicht vergessen habe! (Äh, und Joe ruhig- bzw. zufriedenstellen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie infernalisch er mich in den letzten Tagen wegen dieses Eintrags genervt hat.)

Mittwoch, 3. April 2013

Mein Mond scheint kupferrot

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Ich habe es gestern ja schon via Twitter verkündet: Die Überarbeitung von Kupferroter Mond ist abgeschlossen. Und irgendwie bin ich davon gerade reichlich überfordert – ich hatte ja schon fürs Schreiben der Rohversion grob ein Jahr eingeplant; dass das Überarbeiten auch so gut lief, hat mich umgehauen.

Jetzt ruhe ich meine Augen erst mal ein paar Tage aus, und dann – keine Ahnung.

Georg und ich überlegen schon eine ganze Weile, ob es sinnvoll wäre, diese spezielle Geschichte noch von einem zweiten Betaleser prüfen zu lassen, bevor ich sie auf FanFiktion.de hochlade. Georg hat sie zwar bereits vollständig betagelesen, Rechtschreibfehler, grobe Formulierungs- oder Logikpatzer etc. finden sich daher vermutlich keine mehr – die Geschichte hat mir aber auf persönlicher Ebene so viel abverlangt, dass wir befürchten, dass Georg zumindest unterbewusst nicht ganz so objektiv beim Prüfen war, wie er das sonst ist. Was nicht heißen soll, dass er unkritisch war, aber er hat mir in einigen anderen Geschichten schon wesentlich mehr Mängel um die Ohren gehauen.

Es wäre wahrscheinlich wirklich gut, eine/n »fremde/n« weitere/n Beta für die Geschichte zu gewinnen, und sei es nur zur Absicherung. Ich habe sogar schon eine Wunschkandidatin, habe mich bislang jedoch nicht getraut, sie zu fragen, ob sie sich das vorstellen könnte. Ähem.

Jaah – bis ich mich für eine weitere Vorgehensweise entschieden habe (und wohl auch noch danach), scheint mein Mond jedenfalls kupferrot. Die Geschichte hat mich so sehr vereinnahmt, dass ich sogar regelmäßig davon träume – was ich toll finde, weil Träume eine wichtige Rolle darin spielen.

Zum Abschluss ein kleines Gedicht (von mehreren), das aus der Geschichte stammt:

Nachtleben
leuchtet sonnenlos.
Mein Mond
scheint kupferrot.

Mal schauen, ob in meinem Gehirn demnächst auch irgendwas zu scheinen beginnt und ich zu einem Entschluss komme. Und bis dahin bin ich jetzt einfach mal ein bisschen stolz auf die 19.168 Wörter!

Dienstag, 2. April 2013

Die Matschlippe – nur für Hartgesottene!

GD

Auch an dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön all den Genesungswünscheschreibern! Bestimmt ist es mit euer Verdienst, dass die beim abschließenden Märzsturz erworbene Matschlippe schon eifrig heilt.

Alex und ich überlegen schon die ganze Zeit, ob wir euch ein Foto der Matschlippe zumuten können. Diese sieht zwar alles andere als appetitlich aus, aber da auch sie bzw. ihre Ursache zu unserem Leben gehört, habe ich mir nun gedacht, dass ich euch den Anlass der Genesungswünsche nicht vorenthalten möchte.

Wer kein Blut bzw. keine Wunden sehen kann, sollte lieber nicht weiter nach unten scrollen – ich füge einen kleinen Sicherheitsabstand ein:

10

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5

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3

2

1

Go:

Der nicht mehr ganz so blutige Mund

Ich hoffe, nun niemanden vertrieben zu haben – der Rest verheilt auch noch, versprochen! Bis dahin spiele ich einfach noch ein bisschen Chiara Ohoven – vielleicht wirkt die Lippe ja auch nur durch meine Geheimratsecken so dick?
 
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