Montag, 30. September 2013

Rückblick: September 2013

AD

Dieser Monat hat genauso toll begonnen, wie der letzte aufgehört hat: mit dem Besuch von Lexi, die vom 30. August bis zum 2. September bei uns war. Auf dem Programm standen Eisessen und Cocktailtrinken, der Besuch eines bekannten Einrichtungshauses in Ulm, Flammkuchenessen, Kuchenbacken und das Reinfeiern in Lexis 22. Geburtstag. (Wobei Feiern eine arge Übertreibung ist – ähm, ich bin ein uralter, langweiliger Mensch und musste fast eine ganze Packung weiße Ferrero Küsschen essen, um es zu schaffen, bis Mitternacht wach zu bleiben. Ähm, ähm, es tut mir immer noch leid!)

Einer von vielen! ♥

Zum bekannten Einrichtungshaus: Dort waren wir am 31. August, da unsere Ess-, Wohn- und Arbeitszimmermöbel nach knapp acht Jahren Nutzung fast zeitgleich Selbstmord begangen haben und wir die Sachen derzeit (verbunden mit einer kleinen Umgestaltung und dem Ausmisten der Wohnung) alle nach und nach ersetzen.

Eigentlich lieben Georg und ich besagtes Einrichtungshaus, weil wir dort 2007 unser erstes Date hatten. An diesem Tag war aber irgendwie der Wurm drin. Eigentlich hatte ich vor, etwas ausführlicher über den latent kinder- und behindertenfeindlichen Mitarbeiter zu bloggen, über den ich mich im zum Einrichtungshaus gehörenden Restaurant aufgeregt habe. Ich bin aber momentan krank und daher zu faul, um mich jetzt schon wieder aufzuregen, deshalb sage ich bloß: Im Servicebereich war der Gute definitiv deplatziert, und das Kind, das vor uns an der Reihe war, hat mir extrem leidgetan, weil es seiner Genervtheit ausgesetzt war, die sich dann auch auf Georg übertrug. Geduld war nicht seine Stärke, und die braucht man nun mal, um Bestellungen von kleinen Kindern oder Sprachbehinderten aufzunehmen. Idiot.

Was uns noch stutziger gemacht hat, war der Besuch der Behindertentoilette im Einrichtungshaus: Der Notrufknopf bzw. -griff, der dazu da ist, dass sich behinderte Menschen im Fall eines Notfalls bemerkbar machen können, war so hoch angebracht, dass kein Rollstuhlfahrer ihn aus eigener Kraft erreichen könnte.

Gern, aber wie denn?

Nun geht ja nicht jeder wie Georg in Begleitung auf die Toilette – das Fehlen einer erreichbaren Notrufmöglichkeit hat uns ziemlich geschockt, weshalb ich am darauf folgenden Dienstag den Kundenservice des Einrichtungshauses angerufen und das Problem geschildert habe. Die Reaktion der Mitarbeiterin war sehr freundlich; sie meinte, sie würde das Problem umgehend weitergeben und hat mir sogar eine eigene Vorgangsnummer für diese Sache diktiert. Zum Abschluss versicherte sie mir, ich würde diesbezüglich noch eine telefonische Rückmeldung bekommen – das ist leider bis heute nicht passiert, und ich kann auch nicht nachprüfen, ob sich etwas geändert hat, weil ich dazu noch mal mit Georg nach Ulm fahren müsste – ein zu weiter Weg und zu viel Aufwand, um ein Klo zu besichtigen.

Sollte es jemanden von euch mal nach Ulm in ein bekanntes Einrichtungshaus verschlagen (ähm, ich weiß nicht, ob es legal ist, dessen Namen zu nennen), würden wir uns freuen, wenn ihr mal nachschaut. (Oh Mann, was rechtlichen Kram betrifft, sind wir echt ungebildet.)

Ansonsten haben wir im September ein paar Termine hinter uns gebracht, zwischen zweien davon den Film Das Mädchen Wadjda im Kino angeschaut, uns über die Ergebnisse der Landtagswahl und der Bundestagswahl aufgeregt, waren zweimal essen (einmal gutbürgerlich, einmal in einer Bäckerei, wo es Zwiebelkuchen und Walnusstorte gab) und hatten hier und da Probleme mit unserer Krankenkasse.

Letztere gehen trotz eines Teilerfolgs (der MDK hat entschieden, dass der Helm notwendig ist) folgendermaßen weiter:

Den Spruch mit der Rechtschreibprüfung spar ich mir hier mal ...

Prima, gell? Nach einem Telefonat mit dem Sanitätshaus weiß ich, dass die KK sich um Kosten von knapp 400 Euro zu drücken versucht. Laut Aussage des Sanitätshausbesitzers sind die Polster jedoch keineswegs Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens, sondern Zubehör für ein Hilfsmittel, vergleichbar mit Strümpfen, die man unter Prothesen zieht, und unterliegen damit sehr wohl der Leistungspflicht der KK.

Das Sahnehäubchen? Die betreffende Mitarbeiterin ist nun erst mal für drei Wochen in den Urlaub gefahren.

Einen Widerspruch kriegt die KK trotzdem umgehend von uns; da muss es ja (hoffentlich ...) eine Urlaubsvertretung geben:

Sehr geehrte Frau *Name der Mitarbeiterin*,

in Ihrem Schreiben vom 27.09.2013 teilten Sie mir mit, dass Sie zwar die Kosten für meinen neuen Kopfschutzhelm, nicht aber die dazugehörigen Schutzpolster übernehmen.

Diese benötige ich aber zwingend, da sich ohne Schutz meine Stirn wundscheuert. Die von Ihnen angeführten Baumwollhauben sind weder mir noch dem Sanitätshaus bekannt. Auch verhindert Baumwolle kein Durchschwitzen, der Helm käme damit dennoch mit dem Schweiß in Berührung. Dennoch bitte ich Sie um genaue Information, wo exakt man diese Hauben erhalten können soll und wie diese am Helm befestigt werden sollen.

Bei den von meiner Hausärztin verordneten Schutzpolstern handelt es sich um Zubehör für ein Hilfsmittel, vergleichbar mit einem Strumpf, der unter eine Prothese gezogen wird. Zubehör für Hilfsmittel unterliegt der Leistungspflicht der GKV.

Bitte beantworten Sie mein Schreiben spätestens drei Wochen nach Erhalt.

Mit freundlichen Grüßen
*Georgs voller Name*

Sollte dieser abgeschmettert werden, haben wir wirklich kein Problem mit einer Klage. Früher hätten wir das vermutlich lockerer gesehen, aber irgendwann reicht es einfach.

Wir hoffen auf einen erquicklicheren Oktober – das Septemberende war wirklich nicht besonders schick.

Ah, und – gezofft haben wir uns diesen Monat auch! So richtig! Von kleineren Zickereien bis zu lautem Gebrüll war alles dabei! Dummerweise gehen die Gründe allesamt niemanden außer uns etwas an, sodass wir euch nicht damit unterhalten können. Wir haben deshalb beschlossen, euch unsere aktuelle Trennungswahrscheinlichkeit in diesem und den restlichen Monatsrückblicken zu ersparen und nur noch von unseren Monatserlebnissen zu berichten – falls wir uns jemals trennen sollten, ganz bestimmt nicht mehr im verflixten siebten Jahr.

Euch allen einen guten Start in den Oktober!

Freitag, 20. September 2013

Krankenkassenk(r)ampf Vol. 2

AD

Auf meine letzte Mail an die KK bezüglich eines neuen Kopfschutzhelms für Georg habe ich bislang keine Antwort erhalten – dafür hat Georg nun von der betreffenden Mitarbeiterin einen Brief bekommen:


Hmm. Ob wir die Fragen »Wozu brauchen Sie ein sozialmedizinisches Gutachten in Bezug auf die Frage, ob einem Menschen mit schwerer Ataxie, dessen Schädelknochen bereits eine Kunststoffplatte ziert, ein Kopfschutzhelm zusteht?«, »Wie viel kostet denn so ein Gutachten?« und »Warum ignorieren Sie unsere Mails?« ehrlich beantwortet bekämen?

Mittwoch, 18. September 2013

Das Geschenk mit der Mauuuus!

GD

Es ist für mich an der Zeit ...

... unserer lieben Leserschaft zu zeigen, was Alex’ allererstes Weihnachtsgeschenk für mich war (na ja, gut, es hätten dafür auch weniger hochtrabende Worte genügt):


Diese Stoffmaus baumelte an Weihnachten 2006 an einem Geschenkband, das an einer quadratischen, in silbernes Glitzerpapier gehüllten Schachtel befestigt war. An den Inhalt der Schachtel erinnern wir uns beide irgendwie nicht mehr, weshalb wir davon ausgehen, dass er verspeist wurde, sonst müsste er ja noch irgendwo auffindbar sein.

Auf der Schachtel stand dick und fett:

Das Geschenk mit der Mauuuus!

Das lang gezogene U ist ein Insiderwitz bzw. interner Running Gag zwischen uns, dessen Erklärung das Zeug dazu hätte, uns für lange, lange Zeit in die Psychiatrie zu bringen, weshalb ich darauf an dieser Stelle lieber verzichten sollte.

Sonntag, 15. September 2013

Landtagswahl in Bayern

GA

Nach dem (nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima nicht mehr ganz so) überraschenden Wahlsieg der grün-roten Koalition bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 haben wir scherzhaft beschlossen, dass wir Bayern erst dann wieder verlassen, wenn auch hier Schwarz-Gelb (oder nur Schwarz) der Vergangenheit angehört.

Ähm. So, wie es aussieht, wird das diesmal eher nichts, und wir fürchten, beim nächsten und übernächsten Mal werden die Chancen nicht wesentlich besser stehen. Aber wir könnten uns einen Umzug im Augenblick sowieso nicht leisten, außerdem gefällt es uns hier – wenn wir die CSU erst mal los sind, bleiben wir natürlich erst recht. Was werden wir vor Freude mit unseren Gebissen klappern, wenn dieser Fall in vierzig, fünfzig Jahren eintritt!

Ähm. Unsere Motivation, uns nachher durch den Dauerregen gen Wahllokal zu bewegen, ist eher gering ausgeprägt. Aber was tut man nicht alles, um wenigstens so zu tun, als könnte man ernsthaft etwas bewegen. Und ein Beruhigungsbier ist hinterher sicher auch drin.

Freitag, 13. September 2013

Krankenkassenk(r)ampf

AD

Georg braucht einen neuen Kopfschutzhelm. Seinen jetzigen besitzt er seit nun zwei Jahren – früher braucht man gar kein neues Rezept bei unserer Krankenkasse einzureichen; wird sofort abgelehnt. Später sollte man allerdings auch kein neues Rezept einreichen, wenn man Wert auf Gepflegtheit legt, denn der Helm ist aus Leder gefertigt und stinkt nach zwei Jahren des Dauertragens einfach massiv.

Zwar hat Georgs Helm Schutzpolster zum Rausnehmen (damit er sich die Stirn nicht wund scheuert und das Leder nicht direkt mit der Haut und damit dem Schweiß in Berührung kommt; das erste Modell, das er hatte, besaß diesen Schutz nicht und das war eine Katastrophe) – trotz regelmäßiger Desinfektion und Lederreinigung ist nach zwei Jahren geruchstechnisch aber einfach nichts mehr zu machen.

Wer von morgens bis abends so ein klobiges Lederding auf dem Kopf tragen muss, sommers wie winters, schwitzt. Und Leder, das permanent mit Schweiß in Berührung kommt, stinkt – da hilft der Stoff dazwischen irgendwann auch nichts mehr. Zudem lassen sich die Schutzpolster derzeit gar nicht mehr befestigen – die dafür vorgesehenen Klettpunkte sind alle abgefallen und lassen sich auch mit Textilkleber nicht mehr befestigen.

Da unsere Krankenkasse dazu neigt, Rezepte erst mal grundsätzlich abzulehnen, habe ich diesmal noch vor der Verordnung eines neuen Helms bei der KK angerufen und der zuständigen Mitarbeiterin das Problem geschildert.

Ehe ich dazu aber kam, wurde ich mit den Worten »Isch der Helm scho wieder kaputt?« beglückt – yay, war eine Schwäbin, und die Schwaben sparen, wie wir wissen.

Nachdem ich der Mitarbeiterin erklärt hatte, dass Georgs Problem mit »kaputt« nichts zu tun hat (formstabil ist so ein Lederhelm natürlich) und ihr dann die eigentliche Problematik geschildert hatte, zeigte sie sich überraschend doch verständnisvoll – vorerst.

Wir vereinbarten, dass ich ihr das Problem noch einmal per E-Mail schildere und Fotos des Helms mitschicke, damit sie, wenn der Kostenvoranschlag des Sanitätshauses kommt, ihrem Prüfer die Notwendigkeit des neuen Helms begründen könne.

Das tat ich sehr ausführlich, wenn auch garantiert laienhaft:

Sehr geehrte Frau *Name der Mitarbeiterin*,

wie in unserem gestrigen Telefonat besprochen, erhalten Sie anbei eine Reihe von Fotos des inzwischen untragbaren Kopfschutzhelms meines Mannes.

Wie ich Ihnen bereits am Telefon erklärt habe, ist das Problem nicht die Stabilität des Helms – der Helm an sich ist natürlich formstabil. Da mein Mann aufgrund der permanenten Sturzgefahr aber von morgens bis abends darauf angewiesen ist, den Helm zu tragen, ist das Leder besonders im Stirnbereich komplett verschwitzt. Nach zwei Jahren des Dauertragens stinkt der Helm (trotz selbst finanzierter Reinigung und regelmäßiger Desinfektion) einfach zu sehr, um meinem Mann das weitere Tragen zuzumuten. Zudem sind, wie Sie den Bildern entnehmen können, auch sämtliche Klettpunkte, welche die Schutzpolster halten sollen, durch das Schwitzen bereits abgefallen. Die Schutzpolster im Helm sind jedoch zwingend nötig, da mein Mann den Helm wie gesagt im Wachzustand permanent trägt und ohne Polster seine Stirn wundgescheuert wird.

Aufgrund dieser Probleme ist, auch wenn der Helm an sich noch formstabil ist, ein neuer Kopfschutzhelm inklusive einiger (möglichst mindestens 4) wechsel- und waschbarer Schutzpolster mit entsprechender Verarbeitung notwendig. Bei unserem Hausarzttermin heute Abend (*Name unserer Hausärztin*) wird dieser hoffentlich problemlos verschrieben, sodass wir einen Termin mit einem Sanitätshaus vereinbaren können, welches sich dann an Sie wenden wird.

Ich hoffe, die Fotos und die Beschreibung des aktuellen Zustands sind ausreichend, und bitte Sie, mir darüber kurz per Mail Bescheid zu geben.

Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße aus *Wohnort*

*mein voller Name*

Wie erwartet, bekamen wir das Rezept für den Helm problemlos – auch unsere Hausärztin sah sofort, dass das Tragen dieses Helms für Georg nicht länger zumutbar ist. Wer das offenbar anders sieht? Die zuerst verständnisvoll wirkende Mitarbeiterin unserer KK, deren Antwort eine volle Woche auf sich warten ließ:

Sehr geehrte Frau *mein Name*

Ich habe die Bilder unserem Orthopäditechniker gezeigt und er meinte, dass man in dem Sanitätshaus von welchem sie den Helm bezogen haben eventl. eine Rep. machen könnte. Nehmen sie bitte mit dem Sanitätshaus Kontakt auf und zeigen sie den Helm damit sie sich den Helm anschauen können.

Mit freundlichen Grüßen

*Name der KK-Mitarbeiterin*

Tja. Es ist ja nicht so, als hätten wir nicht damit gerechnet, aber der schale Beigeschmack bleibt.

Zuerst irritierte uns das abgekürzte Wort »Rep.« – wie, eine Replikation des alten Helms? Die Bildung einer exakten Kopie von Genen bzw. Chromosomen durch selbstständige Verdoppelung des genetischen Materials? Meinen die, die Kuh, aus deren Leder der Helm ... Oh, da fiel es uns ein: Es geht denen um eine REPARATUR!

Reparatur? Wie jetzt? Die Klettpunkte wieder befestigen? Und was ist mit dem Gestank des Leders? Der lässt sich nicht wegzaubern – oder etwa doch? Womöglich bei diesem sagenumwobenen Schuhmacher, der, wenn er die Absätze uralter Stinkeschuhe erneuert, das Leder von jedwedem Geruch befreit? Irre, der soll doch so teuer sein!

Ähm. Man merkt, meine Stimmung ist nicht die beste, was auch mit daran liegt, dass unsere (knapp acht Jahre alten, sehr billigen) Ess-, Wohn- und Arbeitszimmermöbel sich vor Kurzem zum Gruppenselbstmord verabredet haben und wir gerade dabei sind, alles nach und nach neu zu beschaffen (und, wenn wir eh schon dran sind, die Wohnung etwas umzugestalten und auszumisten). Das ist für uns, weil grundsätzlich alle Wege frei bleiben müssen, etwas doof, und noch mehr Stress können wir eigentlich nicht gebrauchen.

Entsprechend knapp (und definitiv nicht mehr freundlich) fiel meine diesmalige Mail aus:

Sehr geehrte Frau *Name der Mitarbeiterin*,

wie ich Ihnen bereits ausführlich am Telefon erklärt habe, geht es vor allem um den _Gestank_, den der Helm nach zwei Jahren des Dauertragens verbreitet. Stellen Sie sich vor, Sie müssten zwei Jahre am Stück dieselben Schuhe tragen, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen – würden Sie das Tragen dieser Schuhe noch als zumutbar empfinden?

Die beiden ehemaligen Angestellten des Sanitätshauses *Name*, die den Helm meines Mannes gefertigt haben, kennen sich in diesem Bereich gut aus und haben sich inzwischen selbstständig gemacht (Sanitätshaus *Name*). Diesem Sanitätshaus habe ich bereits das von unserer Hausärztin verschriebene Rezept zukommen lassen, sodass Sie bald einen Kostenvoranschlag erhalten müssten.

Wie stellen Sie sich eine Reparatur vor? Mein Mann braucht den Helm, wie gesagt, _von morgens bis abends_. Für eine Reparatur müsste er über längere Zeit auf den Kopfschutz verzichten – undenkbar. Dazu kommt, dass das Hauptproblem, der Gestank, sich durch eine Reparatur nicht vollständig beheben lässt. Lederreinigung ist auch bei uns in *Wohnort* möglich, behebt das Problem aber nicht vollständig.

Da unsere Hausärztin mit einem Blick auf den Helm sofort ebenfalls der Meinung war, dass ein neues Modell angebracht ist, bitte ich Sie, mir Ihre Ablehnung (bzw. die Ihres Technikers) ausführlich zu begründen, damit ich diese dem VdK *Ort* vorlegen kann.

Zudem möchte ich Sie erneut darauf hinweisen, dass mein Mann schwerbehindert und pflegebedürftig ist. »Einfach so auf gut Glück« nach *Ort* zu fahren, um dem Sanitätshaus den Helm vorzulegen und ihn dann evtl. sogar dortlassen zu müssen, kommt nicht infrage. In diesem Fall müsste _vorab_ für Ersatz des Helms gesorgt sein, zumindest aber für einen sicheren, behindertengerechten Transport, den ich ohne Schutz nicht gewährleisten kann.

Mit freundlichen Grüßen

*mein voller Name*

Tja. Ich hoffe, die Stellungnahme der Dame halbwegs zeitnah zu erhalten, die ich, wie angekündigt, dem VdK vorlegen werde – mich damit allein herumzuschlagen, bringt nicht viel, wie die Erfahrung gezeigt hat. Beim VdK erhalten wir, falls nötig, eine qualifizierte Rechtsberatung, und bevor ich mich auf einen sinnlosen Endlos-Mailwechsel einlasse, den ich als Laie nur verlieren kann, übergebe ich unserem dortigen Ansprechpartner lieber gleich das Steuer.

Reparieren kann man so gut wie alles. Die Frage ist, was das bringen soll, wenn das Hauptproblem an völlig anderer Stelle liegt.

Na ja. Nicht ärgern, nur (nicht mehr wirklich) wundern.
 
Images by Freepik