Donnerstag, 31. Oktober 2013

Chaos am Morgen (und darüber hinaus)

AD

Ja, also – jetzt, wo die Geheimdienste sich gegenseitig die Schuld für alles Mögliche zuschieben, wollen Ikea und die für Ikea arbeitenden Speditionen auch mitmachen, glaub ich. Zumindest scheint Chaos zurzeit en vogue zu sein.

Die gute Nachricht: Die Möbel sind da!

Die verwirrende Nachricht: Ikea hat nun gleich ZWEI Speditionen mit deren Aufbau beauftragt, und nun blickt keiner so recht, wer wofür zuständig ist.

Gebucht hatte ich den Aufbau wegen des relativ breiten Sofas inklusive Récamiere – das ist einfach zu wuchtig für mich, um es selber zusammenzuschrauben. Die kleineren Sachen hätte ich aber geschafft, dafür hätte es keinen Aufbauservice extra gebraucht; ich habe dann halt der Einfachheit halber das Gesamtpaket genommen.

Nun baut die Spedition, die die Sachen geliefert hat, jedoch schon das Sofa auf – und die andere rückt irgendwann später noch an, um den Kleinkram aufzubauen, wegen dem allein ich niemals den Aufbau gebucht hätte.

Ja, ähm – mehr weiß ich jetzt auch noch nicht, ich editiere den Eintrag vermutlich heute Abend noch mal. In bunt oder so!

EDIT 15:40 UHR: DIE VON DER ANDEREN SPEDITION SAGEN, SIE SEIEN NUR FÜR DAS SOFA GEBUCHT UND WÜRDEN JETZT AUS KULANZ (!!!!!!!!) DIE TISCHE AUFBAUEN. YAY!

EDIT 16:15 UHR: FERTIG! Eingeräumt wird morgen, heute nur noch staubgesaugt. *__*

Dienstag, 29. Oktober 2013

(Verfrühter) Rückblick: Oktober 2013

GD

Im Oktober ...

... wurde unser Haus zum Knastbruder. Was mit der Information, nur das Kellervordach würde neu gedeckt werden, vonseiten der Gerüstbauer begann, endete damit, dass das komplette Haus in ein Gerüst verpackt wurde, um auch das »richtige« Dach neu zu decken – hätten wir uns irgendwie denken können. Wer startet schon so einen Aufwand für ein winziges Vordach? (Es! Ist! Laut! Und wird wohl noch eine ganze Weile so bleiben; unser Hof ist voll von diversen Baufahrzeugen, und kein Ende in Sicht.)

... hat Alex’ Ma von einer Kollegin dreißig (!) Eier aus heimischer Freilandhaltung geschenkt bekommen, weshalb wir mit ihr und Alex’ jüngerem Bruder am Tag der Deutschen Einheit ein großes Spiegeleieressen veranstaltet haben.

... wurde die erste Ladung unserer neuen Möbel geliefert. Das gab ein wenig Gezicke wegen des Gerüsts, weil »das Haus frei zugänglich sein« sollte – aber für das Gerüst konnten wir nichts, und so riesig waren die Möbelpakete nun auch wieder nicht, dass das ein echtes Hindernis gewesen wäre.

... haben wir dann eifrig Krempel aus dem Arbeitszimmer in den neuen Schränken im Schlafzimmer verstaut, um u.a. Platz für ein Sofa zu schaffen, das ins Arbeitszimmer kommen soll und inzwischen bestellt ist. Fotos von den neu gestalteten Räumen kommen, wenn alles komplett ist!

... haben wir die defekten Möbel erst mal auf den Balkon verfrachtet (bzw. Alex und ihre Ma). Sie sollten eigentlich in die Garage, bis wir jemanden gefunden haben, der sie abtransportiert; da kommen wir aber aufgrund des Gerüsts und der Baufahrzeuge derzeit nicht ran. Nein, kein Witz – alles dicht.

... wurden die Möbel kurz darauf zum Glück von einem netten Bekannten abgeholt, der sie rausgeschleppt und zur Müllverbrennung gebracht hat.

... haben wir leckere Teepost von Tasha bekommen und alle vier Sorten (Rooibos Orange, Früchtetee Holunder-Sanddorn, Schwarztee Lovely Mango und Fruit Berry Bistrotea) noch am selben Tag getrunken. Nochmals vielen lieben Dank an dieser Stelle!

... haben wir neues Heizöl gekauft, dessen Lieferung im Gegensatz zur letztjährigen wunderbar geklappt hat.

... waren wir einmal in einem Lokal mit Donaublick italienisch essen; später gab es am selben Tag dann noch Tarte au Chocolat in einem kleinen, gemütlichen Café.

... wurde Alex’ Ma von der örtlichen Egerländer-Gemeinde bei einer Vereinsversammlung für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt, wohin wir sie begleitet haben.

... hatten wir erneut viel Spaß mit unserer KK, die nach wie vor die Position vertritt, dass ich keine waschbaren Wechselpolster für meinen Kopfschutzhelm brauche. Falls ich so was unbedingt haben möchte, soll ich mir bitte Unterziehhauben für Motorradhelme kaufen. Wir sind nun am Überlegen, ob wir, wie geplant, direkt den VDK einschalten und im Extremfall klagen wollen – oder ob wir das Ganze gemäß des KK-Vorschlags tatsächlich einmal ausprobieren. Eine eventuelle Klage wäre sicher Erfolg versprechender, wenn wir vorweisen könnten, dass die Idee der KK Murks ist. Wir sind inzwischen zornig genug, um den Begriff Klage nicht mal mehr im Ansatz abschreckend zu finden, möchten jedoch auch mit größtmöglicher Vernunft vorgehen.

... hatten (und haben) wir ebenso viel Spaß mit Ikea bezüglich unserer zweiten Möbellieferung. Zur Schonung unserer Nervenkostüme sage ich an dieser Stelle nur noch, dass wir uns massiv ärgern und momentan keine Ahnung haben, ob Lieferung und Aufbau diese Woche so funktionieren, wie das ursprünglich von Ikea angekündigt war.

... haben wir deshalb trotzig entschieden, künftig nicht mehr bei Ikea bestellen zu wollen, und daher beschlossen, dass wir in sieben Jahren reich sein müssen. ^^ So lange halten die neuen Möbel vermutlich wieder, die alten haben es immerhin sechseinhalb Jahre ausgehalten – und dann sind wir nicht mehr auf Billigmöbel angewiesen. Haha! (Ha. Ha.)

... warten wir nun mal ab, was sich möbeltechnisch tut, hoffen, spätestens zum Wochenende alles geregelt zu haben und wünschen euch, da der Hoffentlich-Liefertermin der letzte Oktobertag ist, schon jetzt einen schönen Start in den November!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Imaginärer Kot auf dem Bankschalter

AD

Die Frau am Bankschalter hat mich heute gefragt, warum ich Georg tagsüber nicht in eine Werkstatt für geistig Behinderte gebe.

Ich ... ähm. Habe ihr höflich und freundlich geantwortet, dass ein Mann mit Abitur und abgeschlossener Berufsausbildung in einer solchen Einrichtung meiner bzw. unserer Ansicht nach deplatziert wäre und ich zudem der Meinung bin, dass diese Entscheidung niemanden außer uns etwas angeht.

Lieber hätte ich ihr auf den Tisch geschissen.

Davon abgesehen besitzen die entsprechenden Einrichtungen gar nicht ausreichend Personal, um einen Menschen rund um die Uhr zu betreuen, der wegen permanenter Aspirationsgefahr nun mal rund um die Uhr betreut werden muss. Aber wer wäre ich, mich auf so eine Diskussion einzulassen? Man könnte denken, manchen Menschen fehlt es an eigenen Problemen.

Sehe ich das zu eng oder ist das imaginäre Scheißen gerechtfertigt? Ich weiß es echt nicht mehr. Vielleicht ist unser Weltbild kaputt und wir raffen es nur nicht.

(Hmm, irgendwie hab ich gerade das Gefühl, dass ich mich hier zurzeit fast nur noch über diverse Dinge aufrege. Gefällt mir nicht so sehr. Aber ich glaube, mich über solche Dinge nicht aufzuregen, würde mir noch weniger gefallen ...)

Dienstag, 1. Oktober 2013

Schrecksekunde und Kostenfrage

AD

Huaah! Kurz bevor ich Georg vorhin zur Neuro-KG gebracht habe, bin ich ins Arbeitszimmer gestolpert, um meine Uhr vom Schreibtisch zu pflücken – und fast rückwärts umgefallen vor Schreck, weil auf dem Vordach, zu dem unser Arbeitszimmerfenster führt, drei Männer herumturnten (und immer noch turnen).

Sie bauen ein Gerüst auf, weil das Vordach neu gedeckt werden soll – waah, gut, dass wir das auch mal erfahren; ich schätze, hier wird es in nächster Zeit ziemlich laut.

Ähm, was ich aber eigentlich erzählen wollte:

Nach dem gestrigen Post sind wir mehrfach gefragt worden, warum der Kopfschutzhelm für Georg so extrem teuer sei, und einmal, ob man da stattdessen nicht einfach einen Fahrradhelm nehmen könne.

Letzteres haben wir uns auch schon gefragt; Georg hat sogar einen Fahrradhelm für Notfälle – der ist zwar ein gutes und relativ teures Modell von Giro, aber halt nicht dafür gemacht, täglich von morgens bis abends getragen zu werden. Nach ein paar Stunden verursacht er Abdrücke am Kopf, die beim Dauertragen recht tief werden und mit der Zeit jucken und Schmerzen bereiten – 2009 getestet.

Die vergleichsweise hohen Kosten des verordneten Helms ergeben sich daraus, dass er speziell dafür angefertigt wird, sensible Bereiche zu schützen, bei Georg z.B. den Hinterkopf, wo seine Schädeldecke zum Teil fehlt und von einer Kunststoffplatte ersetzt wird. Der Preis von über 600 Euro (bzw. über 1000, wenn man die vier verordneten Schutzpolster und deren Befestigung dazuzählt) liegt (leider) tatsächlich im Normbereich für dieses Hilfsmittel.

Ob das jetzt jemanden interessiert, weiß ich nicht; ich möchte einfach gern klarstellen, dass wir nicht vorhaben, unsere KK auf räuberische Weise auszubeuten.

Diesen Eindruck erweckt man offenbar schnell, wenn man vehement auf teure Hilfsmittel pocht – aber die Preisüberwachung hat der Patient nicht in der Hand. Der ist nur derjenige, der am Ende in die Röhre guckt, wenn er sich gegen Ablehnungen der KK nicht wehrt.

Denn gerade weil viele Hilfsmittel so teuer sind, kann der Durchschnittspatient sie nicht mal eben selbst kaufen – ein Weg, der zumindest uns lieber wäre als dieses Theater. Taxifahrten zur Uniklinik zahle ich z.B. grundsätzlich aus eigener Tasche – Georg hätte zwar einen Anspruch auf einen von der KK finanzierten Krankentransport, aber den durchzusetzen, hat uns 2009 bis 2011 so viele Nerven gekostet, dass wir die (zum Glück momentan seltenen) Fahrten lieber selbst finanzieren, als uns damit zu stressen. Bei zwingend notwendigen teuren Hilfsmitteln ist uns das aber weder möglich, noch sehen wir es ein – niemand sucht es sich schließlich aus, auf so ein Teil angewiesen zu sein.

(Und irgendwie hab ich gerade das Bedürfnis, die Männer auf dem Dach zu fragen, warum sie alle keinen Kopfschutz tragen ... Soooo hoch ist das Dach zwar nicht, aber trotzdem ...)