Mittwoch, 31. Dezember 2014

Für 2015

GA

Wir wünschen euch allen ein neues Jahr voller kostbarer Augenblicke. Auch und ganz besonders dann, wenn ihr nicht gesund, nicht erfolgreich und nicht glücklich seid. Ihr seid mehr als ein paar Attribute, von denen irgendjemand denkt, sie seien für ein lebenswertes Leben zwingend erforderlich.


Montag, 22. Dezember 2014

Neuigkeiten und Weihnachtswünsche

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Heute habe ich meine Geschichte Schwester golden, Bruder aus Stein auf FanFiktion.de auf eine Leseprobe reduziert.

Der Grund: Vor Kurzem hat mich die liebe Bettina Petrik im Namen des jungen Phantastik-Verlags in Farbe und Bunt gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, den Roman dort zu veröffentlichen – und nach gründlicher Prüfung habe ich zugesagt und der Vertrag ist von beiden Seiten unterschrieben. Voraussichtlich ab April 2015 kann man den Roman als Print-, E-Book- und Audioausgabe über den Online-Shop des Verlags sowie alle gängigen Online-Händler wie Amazon, Thalia usw. beziehen.

Whee, ich bin gespannt – das Lektorat beginnt im Januar. Ich fühl mich so ein bisschen wie Bilbo Beutlin, der völlig gegen seine erste Überzeugung plötzlich doch den Zwergen hinterherrennt – eigentlich hatte ich mit dem Veröffentlichungsgedanken ja bereits abgeschlossen. Aber ich glaube, ich wäre blöd gewesen, Nein zu sagen. Ich halte die Geschichte nicht grundsätzlich für schlechter als viele gedruckte Romane, die ich bislang gelesen habe, und das Verlagsteam ist wahnsinnig nett.

Und inzwischen hab ich sogar schon einen zweiten Vertrag des Verlags auf meinem Schreibtisch liegen (okay, zwischen dem Drucker und einem aufgefalteten, aber unbenutzten Taschentuch; ich bin ja so organisiert). Zu dem kommt dann aber 2015 ein eigener Post (ja, ich weiß, das sag ich oft, doch ich verspreche, mich diesmal beizeiten daran zu halten *hust*).

Alles in allem sind meine Gedanken im Moment aber nicht so euphorisch, wie man meinen könnte, sondern eher die hier:

1. OMG, OMG, OMG, ich muss noch SO abartig viel Papierkram machen. (Als häusliche Pflegeperson bin ich auf Hartz IV angewiesen, schon allein wegen unserer Krankenversicherung – weder Pflegepersonen in Vollzeit noch Pflegebedürftige haben in Deutschland automatisch eine. Da ich durch die Veröffentlichungen in einem nagelneuen Kleinverlag definitiv nicht reich werde [und das erste Honorar auch erst ein Viertel- bzw. ein halbes Jahr nach Erscheinen der Bücher anfällt], freue ich mich jetzt auf eine Extraportion Bürokratie. Bitte schickt mir Kaffee. Und Alkohol. Am Besten in ein und demselben Getränk vereint.)

2. OMG, OMG, OMG, hoffentlich blamiere ich mich nicht.

Jaah. Das sind die Neuigkeiten. Ich freue mich aber, auch wenn ich kein Mensch bin, dem man das soooo ultimativ anmerkt.

Und ganz besonders freue ich mich darüber, dass Mike Hillenbrand, der Geschäftsführer, unsere Lebenssituation kennt und ganz von sich aus gesagt hat, dass es völlig klar ist, dass ich nicht für Lesungen etc. zur Verfügung stehen kann. Das wird also schon alles. :)

Jetzt wünschen Georg und ich allen, die ab übermorgen Weihnachten feiern (oder auch einfach nur chillen), erst mal wunderschöne Festtage. Habt eine gute, hoffentlich erholsame Zeit, ob mit eurer Familie, euren Freunden oder auch ganz für euch allein.

Das Schrägste, was wir über die Feiertage vorhaben: Am zweiten Weihnachtsfeiertag besuchen wir meine Tante, um bei ihr auf dem Balkon (ja!) Feuerwürste (ja!) zu grillen. Da ihr dank Georgs Herbstimpressionen 2011 vielleicht schon wisst, dass der Genuss scharfer Speisen mir in der Regel einen Boris-Becker-Teint verleiht, versteht ihr sicher, dass ich dankbar dafür bin, dass es da bestimmt schon dunkel sein wird.

Und da es vermuuuuutlich eher nicht schneien wird, helfen wir wenigstens hier ein bisschen nach:

Frohe Weihnachten!


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Fotoshooting mit Guillaume

AD

Was immer mich da heute Morgen geritten hat ... Guillaume war nicht begeistert.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass es ihm auf den Armen des Engels und auf der Kerze am wenigsten gefallen hat – und dass ich das Ding zum Schluss auch noch angezündet habe, wird er mir nie verzeihen. Aber so ergeht es einem halt, wenn man den Umstand nicht respektiert, dass auch die eigene Schöpferin einen Glauben mit Bräuchen hat.








Mittwoch, 10. Dezember 2014

Ideenlos, aber weihnachtlich

GA

Wir fassen es selber kaum, aber wir kriegen es dieses Jahr nicht hin, »ernsthafte« (Vor-)Weihnachtspost zu verschicken. Wir haben absolut NULL Ideen, was wir verschenken könnten, und irgendwie absolut keinen Kopf und keine Inspiration für schön anzusehende Weihnachtskärtchen etc.

Das ist alles in allem nicht weiter schlimm – wir sagen ja auch immer ausdrücklich, dass wir selber nichts brauchen und niemand sich verpflichtet fühlen soll, uns etwas zu schenken, weil wir einfach nicht möchten, dass so was in Stress ausartet. Die Leute, die uns gut kennen, wissen auch, dass wir ECHT nicht enttäuscht sind, wenn mal nichts kommt.

Aber seltsam fühlt es sich halt trotzdem an, wenn man in all den Jahren zuvor allen Leuten, die man so kennt, eine Kleinigkeit zugeschickt hat. Zum Glück lesen so gut wie alle Leute, die wir so kennen, auch unseren Blog – so können wir zumindest online ein bisschen weihnachtliches Flair verbreiten (oder so was Ähnliches).


Für die engsten Angehörigen und langjährige Freunde haben wir natürlich eine (wenn auch nicht arg originelle) Kleinigkeit, aber die groß angelegte Weihnachtspost fällt dieses Jahr leider flach. *hust* Das würde nur in lieblos hingerotzten Karten etc. enden, und solche Sinnlospost ist ... sinnlos.

Stattdessen wünschen wir euch einfach an dieser Stelle eine wunderschöne Advents- und Weihnachtszeit. ♥ Seltsamerweise ist es hier bei uns trotz absoluter Geschenkideenflaute richtig schön weihnachtlich – und ganz vielleicht ist das irgendwie ja auch mal ganz gut so. :)

Montag, 1. Dezember 2014

Hui.

GD

Frau F., die Pflegekraft, mit der wir in den letzten beiden Quartalen Probleme hatten, möchte die Pflegedienstbesuche bei uns nicht mehr machen, weil wir sie wegen dieser Probleme kritisiert haben. Zum Beispiel, dass wir angerufen werden möchten, wenn sie fest vereinbarte Termine nicht oder nur verspätet einhalten kann.

Heute war nun ihre Kollegin Frau M. bei uns und meinte, sie habe keineswegs den Eindruck, dass man mit uns nicht vernünftig sprechen könne, wie Frau F. es dargestellt habe. Das möchte ich doch aber auch meinen.

Wie auch immer: Wir waren zufrieden mit der sehr freundlichen Frau M. und im Grunde ist es uns auch egal, wer die Besuche einmal im Quartal macht. Hauptsache zuverlässig.

Mittwoch, 19. November 2014

Schon wieder verschlafen!

AD

Am 19.11.2013 ist uns eingefallen, dass unser Blog am 17.11.2013 ein Jahr alt geworden war.

Ähm. Ratet, was uns jetzt gerade eingefallen ist.

Alles Gute nachträglich, liebes Blog-Dingens, mit dessen Übersichtlichkeit wir gerade nicht mehr so zufrieden sind, für dessen Generalüberholung wir im Moment aber einfach zu faul sind.

(Und man mag nun darüber streiten, warum uns der Blog-Geburtstag ausgerechnet immer am Welttoilettentag einfällt.)

Dafür haben wir hier noch ein Geburtstagslicht: Den LED-Baum, den wir neulich haben wollten, aber nicht mehr bekommen hatten, hat uns gestern meine Ma geschenkt.


Allen, die uns hier immer noch lesen, ein großes Dankeschön! ♥

Dienstag, 18. November 2014

Wir können der Welt nichts erklären (es sei denn, ihr reicht eine uns ganz persönlich betreffende Antwort aus)

GD

Wir sind in den letzten Tagen einige Male gefragt worden, wie wir zur ARD-Themenwoche Toleranz und dem zugehörigen Plakatstehen, ob wir uns dazu hier im Blog äußern möchten oder ob demnächst sonst mal wieder etwas zum Thema Behinderung von uns geplant ist.

Fest geplant, das ganz zu Anfang, ist von uns hier in der Regel nichts. Wir planen unsere Blogeinträge nicht im Voraus, sondern schreiben, wann wir eben schreiben möchten. Über Themen, über die wir eben gerade schreiben möchten. Das kann ein Thema aus unserem Alltag sein, in dem wiederum das Thema Behinderung eine Rolle spielt, muss es aber nicht.

Wir haben den Trubel rund um die ARD-Themenwoche natürlich mitbekommen.

Aber, und das sollte jeder verstehen, der unseren Blog mit Gewinn lesen möchte: Wir haben uns niemals als Aktivisten gesehen. Wir sind Menschen, in deren Leben die Themen Krankheit und Behinderung zwangsläufig eine große Rolle spielen, aber dies ist unser privater Blog und kein Aufklärungsprojekt.

Nicht aus Bosheit oder Desinteresse. Wer uns eine ernst gemeinte Frage stellt, bekommt auch eine ernst gemeinte Antwort.

Aber Fakt ist: Wir sind beim Thema »Was geht und was geht nicht?« meist mindestens so planlos wie diejenigen, die uns danach fragen.

Ein Beispiel: Ich bin inzwischen schon oft gefragt worden, ob »Mensch X leidet an Krankheit Y« als Formulierung in Ordnung geht oder ob »man« sich dadurch in irgendeiner Weise herabgesetzt oder stigmatisiert fühlt. In den Medien sind Formulierungen wie diese Usus, stehen aber (oft zu Recht) zunehmend in der Kritik.

Und da sind Alex und ich eben oft genauso ratlos wie die Fragenden. Was darf man sagen, ohne dass jemand sich dadurch stigmatisiert fühlt, und was nicht? Ich habe selbst schon gesagt »Ich leide an LCH-ZNS/einer seltenen Tumorerkrankung« und wurde dann von einer gesunden Person darauf hingewiesen, dass man das »so doch nicht mehr sagt«, weil es Menschen auf ihre Krankheit reduziert.

Es tut mir jetzt ja beinahe leid für jene, die ohnehin schon verwirrt sind, aber was mich persönlich betrifft, kann ich offen sagen: Die Formulierungen »Georg leidet an LCH-ZNS« oder »Georg leidet an einer seltenen Tumorerkrankung« sind für mich absolut in Ordnung – da sie zutreffen.

Ich leide an und unter meiner Erkrankung. Sie hat mich schon mehrfach in Lebensgefahr gebracht, und in meinem Gehirn befindet sich eine Zyste, deren weitere Entwicklung nicht absehbar ist und deren vollständige Entfernung ebenfalls lebensgefährlich wäre. Ähnlich ist die Situation in Bezug auf mein geschrumpftes Kleinhirn und die ungeklärte Frage, was mit mir passiert, falls diese Degeneration weiter fortschreitet.

Zu sagen, dass ich nicht an und unter dieser Erkrankung leide, wäre Schwachsinn. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich permanent deprimiert in einer Ecke sitze, mich ausgiebig bedaure oder gar erwarte, dass dies auch andere Menschen tun. Aber zu behaupten, ich würde wie selbstverständlich mit all meinen körperlichen Beeinträchtigungen leben, wäre falsch – und ich werde mir auch keine betont positive, neutrale oder witzige Ausdrucksweise dafür ausdenken, um das Thema Leid nicht zu streifen.

Ich streife lieber das Thema Individualität, denn: So wie ich empfindet natürlich nicht jeder. Und vor allem zieht nicht jede Art der Krankheit oder Behinderung automatisch Lebensgefahr und/oder Schmerzen nach sich, sodass es kein Widerspruch ist, wenn grundsätzlich davon abgeraten wird, die Leid-Phrase zu verwenden, während ich persönlich sage, dass ich an meiner Krankheit und Behinderung leide.

Individualität greift immer. Das ist es, denke ich, warum die »Er oder sie leidet an«-Formulierung von vielen kranken und behinderten Menschen abgelehnt wird, denn diese Formulierung erschafft ein Bild im Kopf, das die betroffene Person erst mal (oft ungewollt) auf ihre Behinderung reduziert.

Umgekehrt nehme ich aber für mich in Anspruch, diese Formulierung verwenden zu dürfen, wenn ich sie als für mich passend empfinde. Nicht, weil ich mich ausschließlich über meine Krankheit und Behinderung definieren würde, sondern weil mich beides in einem Maß beeinträchtigt, dass es geheuchelt wäre, etwas anderes zu behaupten. Ich bin deshalb jedoch, wie gesagt, kein dauerdeprimierter Mensch, und ich fühle mich auch nicht als Opfer. Und auch das ist kein Widerspruch in sich: Ich kann an etwas, das mein eigenes Leben bestimmt, durchaus leiden, ohne das Leben selbst als negativ zu empfinden oder zu bewerten.

(Dass es immer Menschen geben wird, die nicht differenzieren können, ist mir natürlich klar. Aber die würden es vermutlich auch nicht verstehen, wenn Daniel Radcliffe auf den Hollywood-Schriftzug klettern und von dort aus »Ich bin nicht Harry Potter!« in ein Megafon brüllen würde, daher bringen bei diesem Typus Mensch auch ausschweifende Diskussionen oder Holzhammer-Ansagen wenig bis gar nichts.)

So viel dazu. Es ist nur ein Beispiel von vielen, warum wir uns nicht als Aktivisten fühlen und dieser Rolle weder entsprechen können noch wollen. Wir versuchen, irgendwie unseren Alltag zu bewältigen und ihn so oft wie möglich schön zu finden. Energie, der Welt etwas zu erklären, was ohnehin jeder anders empfindet, haben wir in der Regel nicht. Wir können keine allgemeingültigen Ratschläge geben, was geht, was eher nicht geht und was auf gar keinen Fall geht. Wir stehen selber immer wieder vor dieser Frage, obwohlwir das Leben mit Behinderung kennen.

Wir kennen einen Rollstuhlfahrer mit Querschnittslähmung, der gern und ausschweifend über sein Liebesleben plaudert. Bei ihm geht fast alles, er nimmt so gut wie nichts übel und kichert sich jedes Mal wieder einen ab, wenn Leute ihn beispielsweise fragen, ob er überhaupt Alkohol trinken darf.

Wir kennen eine E-Rollstuhlfahrerin, die außer mit engen Freunden und Familienmitgliedern überhaupt nicht über Persönliches sprechen möchte, was für sie auch ihre Behinderung mit einschließt.

Alle beide haben aber kein Problem damit, wenn ihnen Hilfe angeboten wird, selbst dann, wenn das auf plumpe, ungeschickte Weise geschieht. Das haben sie mit uns gemeinsam: Interesse (sofern es nicht auf spöttische Weise zum Ausdruck kommt) ist uns immer lieber als Gleichgültigkeit.

Wir kennen aber auch Menschen, denen man ihr Krankheitsbild nicht sofort ansieht und die extrem (!) aggressiv reagieren, wenn man sie überhaupt darauf anspricht. Sie gehören zum Beispiel zu jenen, bei denen wir selber oft einfach nicht wissen, was wir sagen dürfen und was nicht. Welche Formulierungen gehen und welche nicht.

Und wenn ich als Betroffener von einer gesunden Person gemaßregelt werde, dass man »Ich leide an« nicht sagen soll, denke ich schon darüber nach, ob ich überhaupt noch etwas in diese Richtung sage oder es lieber bleiben lasse.

Ich persönlich denke, der beste Rat, den man jemandem geben kann, der sich in Bezug auf Formulierungen dieser Art unsicher ist, ist folgender: Einfach bei der betroffenen Person selbst nachfragen. Dem Einzelfall und damit der Individualität eine Chance geben. Grundsätzlich Leid zu unterstellen, ist Unsinn, aber grundsätzlich positiv oder neutral bleiben zu wollen, ist es in meinen Augen ebenfalls. Leid ist nicht automatisch das Gegenteil von einem erfüllten, »normalen« Leben. Es ist für mich einfach eine Facette davon.

Die Seite Leidmedien.de formuliert es so:

Wir behaupten nicht, dass unsere Hinweise absolut gültig sind. Und im Übrigen sollten immer die Betroffenen selbst entscheiden, wie sie genannt werden möchten oder mit welchen Worten ihr Leben beschrieben werden soll. Sie allein können wissen, was sie abwertet und was nicht.

Und so empfinde ich das auch.

Es gibt Menschen, die auf großartige Weise Aufklärungsarbeit leisten und zahlreiche Tipps zum unverkrampften Umgang mit kranken und/oder behinderten Menschen geben können. Wir gehören unserer Meinung nach aber nicht dazu. Wir können nur Tipps zum unverkrampften Umgang mit uns selbst geben.

Toll fanden wir das ARD-Plakat auch nicht, so viel können wir verraten. Aber auch nicht so furchtbar wie viele andere. Vielleicht, weil bei uns momentan andere Themen im Vordergrund stehen. Weil wir es zurzeit nicht mehr als übermäßig wichtig empfinden, wie andere Menschen uns begegnen.

Es regt uns auf, wenn ein Gebäude, in das wir zwingend hineinmüssen, keinen rollstuhlgerechten Eingang hat. Wenn andere Personen aber zum Beispiel unsere Beziehung als unnormal empfinden, ist uns das inzwischen gleichgültig. Wir können der Welt nichts erklären (es sei denn, ihr reicht eine uns ganz persönlich betreffende Antwort aus).

Sonntag, 9. November 2014

Mehrmeer und Hohlkohl

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Mein Gehirn ist eine merkwürdige Masse. Besonders, wenn es ums Schreiben geht. 2014 war bislang schreiberisch sowieso schon eines meiner produktivsten Jahre (quantitativ zumindest *hust*), aber das manische Denkorgan liebt es, im Mehrmeer zu baden. Zurzeit habe ich gerade mal wieder so ein Dings, so einen Schreibflash. Diesmal zu Codewort: Puls – meine allererste Science-Fantasy-Geschichte, die aber auch ein paar Bizarro-Fiction-Elemente aufweist.

Die Kurzbeschreibung:
Nachdem Douglas während eines Sahara-Urlaubs verlorengegangen und zwei Tage lang hilflos umhergeirrt ist, hält er ihn zunächst für eine Fata Morgana: den hübschen jungen Mann mit der graublauen Haut, der in einer fremden Sprache zu ihm spricht, die seine dann jedoch beängstigend schnell erlernt. Doch Douglas halluziniert nicht. Su'e-Vid ist ein Außerirdischer. Ein redseliger, nervtötender Außerirdischer noch dazu – und er bringt Douglas, der ihn nach ihrer unerwarteten Rettung vorübergehend bei sich aufnimmt, unwissentlich in Gefahr. Denn Su'e-Vid trägt etwas bei sich, in dessen Besitz gleich mehrere einflussreiche Personengruppen gelangen wollen – und das sich direkt in seinem Gehirn befindet. Dieses dient ihm zugleich als Herz und gerät zunehmend durcheinander, wenn es um Douglas geht ...

Der Großteil meiner freien Zeit fließt momentan in dieses Projekt, und ich bin ... von diesen Charakteren besessen. Oh je. Unser November ist randvoll mit Arztterminen, und es kommt immer relativ merkwürdig an, wenn ich in Wartezimmern aller Art fragwürdig grinsend Notizen mache. Wie so ein Hohlkohl.

Hohlkohl, ja. Unser neues Lieblingswort.

Am Freitagabend waren Georg und ich nämlich bei NKD, um zu schauen, ob sie noch was von der schönen Weihnachtsdeko aus dem eigentlich schon abgelaufenen Prospekt haben. Das, was wir ursprünglich haben wollten, gab es zwar nicht mehr (einen LED-Deko-Baum; hier, den linken, den wollten wir hier im Wohnarbeitszimmer aufs Fensterbrett stellen, weil er so schön flach ist, lacht nicht!), aber dafür haben wir Deko-Sternchen-Hänger aus Glas in schönen Gold- und Kupfertönen gefunden. Und ein Keramikherz, das innen auch ein LED-Lämpchen hat und das wir ans Fenster hängen können.

Und ... dann noch etwas.

Georg: »Guck mal, die haben auch Duftöle.«

Ich (ein paar Schritte hinter seinem Rolli): »Was für welche?«

Georg (liest vor): »Bratapfel ... Weihnachtsgebäck ... und ... Chinakohl ...«

Ich: »Chinakohl?!«

Georg: »Äh ...«

In Wahrheit stand da Christkindl – und wir sind da im Laden (teils zur Belustigung, teils zum Missfallen der anderen Kunden) fast vor Lachen zusammengebrochen.


Man möge Georg zugutehalten, dass die Öle auf einem erhöhten Ständer drapiert waren und er keine Brille aufhatte, und dass er halt manchmal ein Hohlkohl ist.

Das, haben wir nach der Geschichte irgendwie beschlossen, ist ein sehr originelles Schimpfwort, das wir gern in den allgemeinen Sprachgebrauch integriert sehen (bzw. hören) würden. Also, macht uns eine Freude und werft ausgiebig mit dem Wort um euch. Ihr dürft natürlich mit uns anfangen!

Das Duftölset haben wir dann tatsächlich gekauft, aber der »Duft« war grausam, ganz besonders die Sorte Bratapfel. Die roch wie eine Mischung aus Febreze, Kloreiniger und viel zu süßem Parfüm – »roch«, weil wir die Öle am Samstag direkt verschenkt haben; die beste Freundin meiner Ma liebt solches Zeug. Wir selber bleiben lieber bei echtem ätherischen Öl, das wir immer auf unserem örtlichen Weihnachtsmarkt kaufen, nicht dass das Kunstzeug unsere Gehirne angreift oder so. In dem Fall wäre nämlich alles, was wir euch hier zumuten, noch um ein Vielfaches stärker ausgeprägt.

Freitag, 7. November 2014

Wir tun es schon wieder ...

GA

Nachdem wir im Oktober schon einmal von Manfred für den Liebster Blog Award nominiert worden sind, hat die liebe Sally auf ihrem Blog Gedankenbuch nachgelegt und unsere Verweigerungshaltung solchen Challenges gegenüber ein weiteres Mal zum Einsturz gebracht. *gg*

Diesmal haben wir ein Weilchen gebraucht mit den Antworten – zu Sallys heutigem Geburtstag haben wir uns aber endlich in den Arsch getreten gegenseitig motiviert und posten das Ergebnis.

Noch mal jemanden nominieren werden wir nicht, das haben wir uns beim letzten Mal ja schon kaum getraut, weil wir die meisten unserer Lieblingsblogger gar nicht näher kennen (oder wahlweise wissen, dass sie solche Challenges nicht mögen) – dafür gibt es aber was anderes:


Hihi. ♥

Uuuund jetzt noch Sallys Fragen mit unseren Antworten:

1. Was für Schuhe trägst du am Liebsten?
Georg: Meine neuen schwarzen Schnürschuhe mit seitlichem Reißverschluss, mit denen ich überall angebe. Nein, also – Hauptsache bequem und sauber.
Alex: Bei bequem und sauber schließ ich mich an. Ich habe zwei Schuhpaare, die ich regelmäßig trage, einmal blaue, einmal braune Sneaker-ähnliche Schnürschuhe.

2. Mit welchen Süßigkeiten kann man dir eine Freude machen?
Georg: Mit fast allen, besonders mit Lakritze.
Alex: Vor allem mit Schokosachen und Pralinen.

3. Wie verbringst du freie Tage am Liebsten?
Uff, das ist schwer. Im Grunde haben wir immer und nie frei. Heißt, kein reguläres Arbeitsverhältnis, aber durch Pflegebedürftigkeit bzw. Pflegetätigkeit eben auch nie einen klassischen freien Tag, an dem man nichts tun muss. Was wir in freien Stunden gern machen: schreiben, shoppen (eher Süßkram als Kleidung; Kleidung shoppen wir im Grunde nur, wenn was kaputt ist) und vor allem draußen in der Natur sein.

4. Wie kommunizierst du am Liebsten mit jemandem, den du nicht spontan persönlich treffen kannst?
Da wir fast nie jemanden spontan persönlich treffen können, haben sich Mails und Skype eingebürgert.

5. Welches Verkehrsmittel nutzt du am Häufigsten?
Theoretisch die Bahn. Praktisch so gut wie gar keines mehr. Nicht nur wegen das aktuellsten Lokführerstreiks, sondern weil wir es kaum noch schaffen, in Züge rein- und vor allem aus Zügen wieder rauszukommen. Der Umsteigeservice der Bahn ist ... das ... reden wir nicht weiter davon. Zu Arztterminen fahren wir mit dem Taxi, privat sind wir fast nur noch zu Fuß/mit dem Rolli unterwegs.

6. Hast du eine ganz besondere Leidenschaft? Welche ist das?
Stellen Sie sich die Protagonisten vor, wie sie einander verstohlen und subtil debil anglotzen.

7. Welches Essen magst du gar nicht?
Georg: Innereien aller Art.
Alex: Meeresgetier wie Garnelen etc.
Georg: Meeresgetier mag ich auch nicht ...
Alex: Weg mit dem Meeresgetier, es ist schlecht.
(Zurechnungsfähigkeit? ...)

8. Welches war das erste Buch, das du selbst gelesen hast?
Alex: Der verhexte Knödeltopf von Paul Maar.
Georg: Der kleine grüne Drache von Ursula Fuchs.

9. Dein Lieblingssport? (Aktiv oder passiv.)
Georg: Handball; früher habe ich viele Spiele von FRISCH AUF! Göppingen live in der Halle geschaut.
Alex: ... Die Wörter Sport, aktiv und passiv in ein und derselben Frage sind ... für einen ehemaligen FF.de-OP ... ähm, ich mag keinen Sport.

10. Welche Eigenschaften schätzt du bei deinen Freunden besonders?
Georg: Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit.
Alex: Das, beides, ja – und Verschwiegenheit. Also dass Dinge, die ich jemandem im Vertrauen erzähle, nicht im Vertrauen weitererzählt werden.

11. Wenn du drei Dinge auf der Welt dauerhaft verändern könntest, welche wären es?
Fuuuuuuh ... die Frage können wir so spontan gar nicht beantworten. Den Welthunger komplett zu eliminieren, wäre toll, aber ansonsten wäre jede Entscheidung mit so vielen anderen Entscheidungen verknüpft (z.B. beim Thema Krankheiten verschwinden lassen: Welche nimmt man, welche [Patienten] haben das Nachsehen? ._.), dass wir uns da nicht festlegen möchten.

Fertig! *-*

Dienstag, 4. November 2014

Kleines Weltbild

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Sie basteln sich ihr kleines Weltbild zusammen, in dem alle Behinderten unendlich lieb sind und alle, die einen behinderten Partner haben, ihre Eltern oder sonstige Angehörige pflegen, unendlich aufopferungsvoll. Sie basteln sich ihr kleines Bild von mir zusammen und glauben, weil ich einen behinderten Mann liebe, interessiert mich auch jedes andere große, kleine oder im Grunde gar nicht existente Problem. Sie möchten mich verzweifelt für einen guten Menschen halten und sind bitter enttäuscht, wenn ihr liebevoll gestaltetes Bild von mir bröckelt.

He? Werd doch dein eigener immerlieberguteraufopferungsvoller Mensch. Ich bin nicht das Amt für Klischeebestätigung, und S.H.I.E.L.D. hat sich bis jetzt auch noch nicht bei mir gemeldet.

(... Dabei hab ich mir so viel Mühe gegeben, Tony Stark ähnlich zu sehen.)
(Kontroll-EKG vor zwei Wochen, nicht erschrecken!)

Montag, 27. Oktober 2014

Neuer Anstrich

GD

Nachdem wir ja bereits im Sommer (?) geschrieben hatten, dass wir die Infotexte auf dem Blog dringend überarbeiten müssten, sind wir gestern Abend endlich zur Tat geschritten. Herausgekommen sind nun irgendwie statt überarbeiteten Infotexten komplett neue Infotexte ... aber mit denen sind wir überraschend zufrieden, weil sie leicht verständlich und eher allgemein gehalten sind.

Die medizinischen Details über unsere jeweiligen Erkrankungen haben wir weitgehend rausgeworfen, weil sie sich immer mal wieder verändern und daher direkt in den Posts besser aufgehoben sind. Für einen kurzen Überblick müssten die Infos aber dennoch ausreichen (hoffen wir). Optisch gab es auch einen neuen Anstrich für den Blog, das allerdings schon vor einigen Tagen.

Ansonsten wurde ich während des gestrigen Renovierungsprozesses als Beta-Schwein beschimpft und schlug vor, die zwischenzeitliche Lücke im Infobalken mit dem Bild eines breiten Ufos (breit musste es selbstredend sein, weil die Lücke groß war!) zu füllen - also irgendwie alles wie immer.

 

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zahnreinigungslyrik

GA

Der Knick mit dem Stick


Der Mensch drang mutig mit dem Sticke
In jedes Zahnes schmutz’ge Lücke
Entfernte jeden garst’gen Schmutz
Beim mundinternen Frühjahrsputz

Doch plötzlich fällt der Stick zu Boden
Ganz ohne heldenhafte Oden
Und wird das Werk neu ausprobiert
Ein Knick das Zahnputzwerkzeug ziert

Die Zeitformen sind durcheinander
Und uns’re Reime sind es auch
Gedicht voll blöd, so ist’s der Brauch
So blöd halt wie wir miteinander


Nein, wir können uns das auch nicht erklären. Ja, der Titel müsste eigentlich Der Knick im Stick oder so heißen, aber egal. Nein, wir verstehen das wirklich nicht. Ja, ansonsten ist alles in Ordnung. [Entstanden vorletzte Nacht im Badezimmer. *gg*]

Dienstag, 21. Oktober 2014

Ich wollte den Post zuerst »Mission accomplished« nennen, aber dann ist mir George W. Bush eingefallen, und jetzt ist der Titel zwar lang, aber eigentlich nicht vorhanden.

GD

Heute hat alles geklappt, was klappen sollte! Wir haben wirklich mehr Glück als Verstand. Jetzt haben wir gerade Pizza gemacht und trinken Kaffee (ja, die Uhrzeit ist uns in vollem Umfang bewusst) und tun sonst einfach gar nichts mehr. Aber Alex sagt, ich soll irgendwas mit Wohlstandskinder-Tröte posten. Na gut:

Montag, 20. Oktober 2014

Mehr Glück als Verstand

GD

Wenn alles so klappt, wie wir uns das wünschen, sind wir ab morgen Besitzer eines zwar gebrauchten, jedoch fast neuwertigen Notebooks (Leasing-Rückläufer). Besser gesagt, besitzen werden wir es so oder so, aber wenn alles klappt, haben wir morgen jemanden, der uns alles auf dem Rechner einrichtet, und wenn nicht, halt erst Ende der Woche. Das »Problem« ist, dass wir morgen nur knappe zwei Stunden Zeit dafür haben und ansonsten gar nicht zu Hause sind, aber wenn es erst Ende der Woche klappt, passt uns das auch.

Wir hatten ja eigentlich nicht vor, so schnell Ersatz für unseren kaputten Rechner zu kaufen, das war mehr ein zufälliges Darüberstolpern und das Gerät hat einen so guten Eindruck auf uns gemacht, dass wir das doppelte Einrichtechaos nun eben in Kauf nehmen. Wir sind nämlich nicht nur zu ... unversiert, Office, diverse Treiber & Co. zum Laufen zu bringen, sondern werden auch stilsicher versagen, wenn wir irgendwann in den nächsten Monaten einen neuen Router (aufgezwungen) bekommen. Aber vielleicht haben wir diesbezüglich ja ebenfalls Glück und es ereilt uns erst gegen 2016.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Computersterben

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In der Hoffnung, dass es alle Menschen, mit denen wir online Kontakt haben, halbwegs regelmäßig hierher verschlägt: Mein Rechner ist heute von uns gegangen. Er spackte schon seit Wochen (was rede ich da, seit Monaten) vor sich hin, hatte regelmäßig Fieber (als Wärmflasche wäre er definitiv überqualifiziert gewesen), und das lange Video, das Lexi mir gestern zu schicken versucht hat, war womöglich endgültig zu viel für ihn. Ruhe sanft, Vaio. Du warst echt giga. Also, bis heute halt, gell, wir wollten eigentlich was drucken und das ist richtig kacke jetzt, weil wir für den uralten Schrotthaufen, mit dem ich jetzt tippe ... na, egal.

Ja, hm, konkret heißt das jetzt: Wir haben zwar inzwischen drei (!) Laptops, die Georg im Laufe seines bisherigen Lebens angesammelt hat, aber alle sind ... na ja, uralte Schrotthaufen. Zwei taugen nur noch zum reinen Tippen und röcheln fast ab, wenn man irgendetwas anderes damit macht, und bei dem, der an sich noch am besten funktioniert, ist die Tastatur kaputt. Wir können also schon schreiben und an sich auch ins Internet, aber Chatten, Twittern etc. wird so vermutlich eher unlustig. Per Mail sind wir aber in jedem Fall erreichbar, sofern sich die Rechner jetzt nicht zum Massenselbstmord verabreden.

Einen neuen Computer kaufen wir jetzt trotz allem nicht gleich – zum einen, weil wir für einen halbwegs vernünftigen gar nicht sofort das Geld haben, zum anderen aber auch, weil wir in absehbarer Zukunft auch einen neuen Router brauchen werden und als ultimative Technikidioten den ganzen Einrichtekram nicht doppelt machen wollen. Also, solange wir noch irgendwie schreiben und ins Netz kommen können, behelfen wir uns so, und zur Not haben ja auch einige Leute unsere Telefonnummer. :)

Wofür wir in der Situation leider GAR keinen Kopf haben, ist der Upload von Geschichten, Reviews schreiben und beantworten etc. – das tut uns sehr leid und ist vor allem auch deshalb blöd, weil Bittersüß ist süß genug die Tage online fertiggestellt gewesen wäre. Aber es ist leider nicht zu ändern, und da das alles im Hobbybereich stattfindet, hoffen wir einfach, dass ihr uns das nicht allzu übel nehmt. Für Bittersüß kann ich aber ein Versenden der restlichen Kapitel per E-Mail anbieten, falls jemand das möchte. Ja, ähm, blöd das alles, aber es dürfte schlimmere Unglücke geben, und die Unklarheiten bezüglich dieser Geschichte sind ja zum Glück inzwischen behoben. Es wird jetzt auch nur noch einen einzigen Zeitsprung geben. :)

Liebste Grüße von uns beiden! ♥

Montag, 13. Oktober 2014

Eigentlich machen wir so was ja gar nicht ...

GA

Eigentlich machen wir so was ja gar nicht ... aber nachdem es Manfred war, der uns auf seinem Blog mueller:manfred für den Liebster Blog Award (was zur Hölle IST das genau?) nominiert hat, machen wir es heute eben doch mal. Ein Kettenbrief-Ding, aber eins mit Schmunzelgarantie.


Die Regeln bei dem ganzen Spaß:

• Verlinke die Person, die dich nominiert hat (siehe oben).

• Beantworte die gestellten Fragen (siehe unten).

• Nominiere weitere 11 Blogger (siehe noch weiter unten, aber es sind wesentlich weniger als 11).

• Stelle weitere 11 von dir ausgedachte Fragen an deine Nominierten (siehe so ungefähr in der Mitte).

• Sag den Nominierten Bescheid, dass sie wissen, dass sie von dir nominiert wurden (haha, die werden sich aber freuen).


1. Welchen Vornamen hättest du dir selber für dich ausgesucht?

Georg: Ich bin eigentlich wunschlos glücklich. Georg, der Drachentöter.

Alex: Als Kind wollte ich gern Sabrina heißen, weil alle so hießen. Jetzt kenne ich sogar Hunde, die Alex heißen, und bin völlig überfordert. Philippa mag ich. Als wir noch davon ausgingen, dass gesundheitlich alles lange genug gut bleiben würde, um halbwegs sorglos Kinder zu bekommen, wollten wir unsere Tochter so nennen, und ich fände es schön, so zu heißen. Ich glaub, so heißt auch kein Hund, den ich kenne.


2. Wieso diesen?

Alex: Keine Ahnung. Er klingt einfach schön.


3. Ich serviere dir etwas, das du noch nie zuvor gegessen hast: Was tust du?

Georg: Ich ESSE es!


4. Was schätzt du: Wieviel Geld wirfst du jährlich in die Becher der Bettler?

Hmm, nicht mehr als fünf bis acht Euro zusammen. 2012 haben wir einem mal einen Zehnerschein gegeben, als wir überraschend Nebenkostengeld vom Vermieter zurückbekommen haben, aber das war eine Ausnahme.


5. Was ist eigentlich so schön an Rache?

Georg: Ich empfinde Rache eigentlich nicht als etwas Schönes.

Alex: Mir gefallen dumme Gesichter, auch unabhängig von Rache. Hm, aber im Ernst: Bislang habe ich mich noch nie ernsthaft für irgendetwas gerächt, daher kann ich das gar nicht wirklich beantworten.


6. Musik wird verboten. Was tust du?

Georg: Eine Selbsthilfegruppe gründen, die Demos gegen das Gesetz organisiert. Oder so.

Alex: Er gründet ja noch nicht mal eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit LCH-ZNS. *hust*


7. Was würdest du mit einer Billion Euro tun?

Georg: Einen großen Teil für die bessere Erforschung von LCH-ZNS und anderen seltenen Erkrankungen spenden. Mediziner hochgradig fördern, die sich auf LCH im Allgemeinen und LCH-ZNS im Besonderen spezialisieren wollen. Schauen, dass mir eine Million immer als Grundvermögen bleibt, und mit dem Rest hoffentlich halbwegs sinnvolle andere Dinge tun.

Alex: Einen Volvo kaufen und einen privaten Chauffeur einstellen. Eine Haushälterin einstellen. Einen PRIVATFRISEUR einstellen. Alter, ich hasse es, zu versuchen, meine Haare zu kämmen, es wäre mir eine Freude, wenn jemand anderes das tun müsste. Allen Mitgliedern meiner Familie ein Eigenheim kaufen. Eine längere Reise nach Tschechien machen und möglichst auch eine Weile in Karlsbad wohnen, wo meine familiären Wurzeln liegen. Da muss dann halt einer von Georgs Medizinern mit uns hinkommen.


8. Mit dieser Pille wärst du für immer glücklich: Schluckst du sie?

Georg: Nein.

Alex: Das kommt darauf an, wie nüchtern ich noch bin. Nach drei Bier aufwärts gut möglich. Klar, man wächst an Niederlagen und Tiefpunkten, aber wenn ich IMMER glücklich wäre, würde ich ja auch gar keinen Mangel empfinden, wenn ich nicht wachsen würde. In klarem Zustand würde ich sie aber vermutlich trotzdem nicht schlucken, auch, weil ein immer glücklicher Mensch es schwer hätte, lebensechte Geschichten zu schreiben.


9. Was hält die Welt im Innersten zusammen?


Georg: Eisen und Nickel.

Alex: Das, was er sagt; er hat temporär Geowissenschaften studiert.


10. Was ist das Wichtigste, das du deinen (möglichen) Kindern mitgibst?


Alex: Eine gute Zahnzusatzversicherung, meine Gene sind diesbezüglich echt scheiße.


11. Welche sollen deine letzten Worte sein?

Da würden wir beide gern improvisieren. Wären wir im jeweiligen Augenblick zusammen, wäre ein »Ich liebe dich« natürlich toll, aber wäre ausschließlich Schwester Olga (fragt nicht) beim jeweiligen Ableben zugegen, wären wir eher für ein gepflegtes »Wärgs.«


Soo. Fragen. An elf andere Blogger. Wir kennen eigentlich gar nicht sooo viele näher, dass wir uns trauen, sie mit so was Kettenbriefmäßigem zu überfallen. Ähm. Okay, also hier erst mal die Fragen:


1. Welche Windows-Version hat dich bislang am meisten genervt?

2. Hast du schon mal für jemanden dein Leben riskiert?

3. Welche Allergie käme dir echt gelegen?

4. Worauf hast du dich zuletzt länger als eine Stunde freiwillig konzentriert?

5. Was hältst du von Wunderbäumen (Duftbäumchen) im Auto?

6. Ein Freund/eine Freundin bittet dich, vor seinen Eltern für einen Abend seinen Partner/seine Partnerin zu spielen. Sagst du zu?

7. Wann hast du zuletzt Seifenblasen gemacht?

8. Magst du Seifenblasen überhaupt?

9. Isst du freiwillig Innereien?

10. Was für ein Kalender hängt bei dir zu Hause an der Wand?

11. Was traust du dir eher zu: ein Wettrinken mit Alex (Alkohol, nicht Tee!) oder ein Wettessen mit Georg?


Ja, die letzte Frage ist gemein, und eigentlich muss man uns dazu zumindest ein einziges Mal live erlebt haben, aber wir stellen sie trotzdem.


So, ähm, wir nominieren:

Kingdom of Chaos

Lia’s Scrapbook

unfugs wortklaubereien

Wg-Tagebuch (Dreier-Antworten sehr erwünscht! *gg*)

Bei den meisten anderen Blogs, denen wir folgen, trauen wir uns nicht, den Autoren einfach so was hinzuknallen, tut uns leid. Bei manchen anderen wissen wir auch, dass die Autoren solche Aktionen nicht mögen (tun wir ja meistens auch nicht) und es daher Quatsch wäre, sie zu nominieren. Und an die Nominierten: Wenn ihr nicht mitmachen mögt, ist das für uns vollkommen okay! Aber ihr seid definitiv diejenigen, von deren Antworten wir uns am meisten Gegrinse versprechen. *gg*

Sonntag, 12. Oktober 2014

Der grüne Gaumen und das dritte Gesicht

AD

Dass wir passionierte Teetrinker sind, geht angesichts unserer vielen Kaffee-Tweets inzwischen manchmal fast unter – dabei trinken wir beinahe täglich mehrere Liter des leckeren Gebräus, in allen möglichen Sorten. Bislang mochten wir am liebsten Schwarztee (sämtliche klassischen Varianten wie auch Aromatees), seit Ende 2013 geben wir aber mehr und mehr auch grünem Tee eine Chance. Da mögen wir allerdings ausschließlich Aromatees, klassischer Grüntee schmeckt uns nicht besonders, genau wie reiner weißer Tee. Und zu allem Überfluss kippen wir gänzlich stillos auch in grünen Tee grundsätzlich einen Schluck Milch, ganz egal ob sich das eigentlich nur für schwarzen Tee gehört – wir finden, durch etwas Milch kommen vor allem fruchtige Aromen noch toller zur Geltung; das gibt dem Tee oft nahezu Dessert-Qualität. Zucker mögen wir dagegen überhaupt nicht (mehr) im Tee.

Unsere derzeitigen Lieblingssorten im Grünteebereich:

Sencha Mandel-Honig (loser Tee)
Olong Gojibeere-Pfirsich (loser Tee)
• Chai Ananas (grüner Mate; loser Tee)
Lipton Green Tea Strawberry Cupcake

Ähm, was der Post jetzt soll? Nichts Spezielles eigentlich, aber vielleicht fühlt sich eine unserer Teeschwestern (einen Teebruder haben wir bislang noch nicht, daher reicht die feminine Form vorerst aus) ja inspiriert, die Tees mal zu probieren oder hat womöglich sogar Tipps für uns bezüglich weiterer toller Grüntees. (Nein, wir sind überhaupt nicht besessen oder so ...)

Falls jemand die Tees gern probieren möchte, die Sorten bei sich aber nicht findet, darf er (bzw. wahrscheinlich eher sie) uns auch gern Bescheid sagen, wir schicken euch gern was zu, wenn ihr mögt.

Inzwischen bin ich nicht mal mehr sonderlich Faker-paranoid – wie das passieren konnte, weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht. Es ist nicht so, dass ich überhaupt kein Misstrauen mehr bezüglich so manchem Online-Auftritt empfinde. Aber irgendwie habe ich in mir selbst eine Grenze gezogen, die funktioniert. Sachen wie Adress- und Fotoaustausch sind zum Beispiel etwas, das ich wieder weitgehend bedenkenlos machen würde, wenn ich zuvor bei einem Menschen ein langfristig gutes Gefühl hatte. Was ich allerdings nicht mehr mache, ist das Teilen ernsthaft persönlicher Informationen per Mail oder Chat einer im realen Leben unbekannten Einzelperson gegenüber. Das ist nichts, wozu ich mich zwingen oder ermahnen muss, es hat sich einfach so eingespielt: Was ich nicht auch bloggen würde, gehört auch an anderer Stelle nicht ins Internet. Ob ich das für immer so handhaben werde, weiß ich natürlich nicht – das ist nichts, was ich bewusst entschieden habe, insofern besteht auch die Möglichkeit, dass sich mein Empfinden diesbezüglich noch weitere Male verändern wird. Aber es ist recht okay so, finde ich.

Gestern gab es auf unserem Twitter-Account sogar erstmals seit knapp zwei Jahren öffentlich Fotos von Georg und mir zu sehen – oder eher: von uns beiden jeweils ein halbes Foto, das wir aus einer Laune (= Langeweile, da wir zu faul waren, etwas Sinnvolles zu tun) heraus zu einem sehr, sehr, SEHR skurrilen ganzen Bild zusammengefügt haben. Welches uns jetzt zu allem Überfluss auch noch als Twitter-Ava dient. Ob es unser Herz langfristig ersetzen kann, muss sich aber erst noch zeigen.

Hier noch eine andere Version des Fotos – etwas Charmanteres als »das dritte Gesicht« fällt uns dazu echt nicht ein, wobei unsere Gesichtsformen ja schon irgendwie harmonieren:


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Erinnern und lächeln

GA

Wir haben uns heute im Baumarkt einen neuen Mülleimer gekauft. Ja, das sind wirklich bahnbrechende Neuigkeiten – tut uns leid, dass wir damit so herausplatzen, wir hätten euch das eigentlich gern schonender beigebracht.

Ähm! Nein, was wir eigentlich sagen wollten: Wir waren mit dem Rolli da und insgesamt über zwei Stunden unterwegs, und als wir so an den Regalen vorbeischlenderten, mussten wir ganz extrem an die Zeit denken, als wir unsere erste gemeinsame Wohnung eingerichtet haben, besonders beim Anschauen der vielen verschiedenen Lampen. Lampen aussuchen – das war damals so ein bisschen unser Einrichtungshighlight. Mehr noch als das Auswählen der Möbel, das aufgrund unserer begrenzten finanziellen Möglichkeiten eher mit Stress verbunden war.

Nun waren wir schon relativ lange in keinem Baumarkt mehr – und irgendwie wurden wir heute wehmütig aufgrund all der Erinnerungen an damals. An die Vorfreude, an das Alles-neu-Gefühl. Das war so ein total klischeehafter Moment, in dem man merkt, dass man nicht mehr gaaaanz so jung ist und es diese Art von erstem Mal nie wieder geben wird. Und in unserem Fall auch, dass wir vermutlich nie mehr gemeinsam als Fußgänger durch einen Baumarkt gehen werden.

Man sagt, jedem Neuanfang wohnt ein Zauber inne, und für uns war das tatsächlich so. Dass klassische Neuanfänge im Lauf der Zeit immer schwieriger zu bewerkstelligen sind, ist ein merkwürdiges Gefühl. Ein schönes Gefühl ist dagegen, dass wir uns im persönlichen Bereich auch gar keinen Neuanfang wünschen. Wir sind zufrieden mit dem, was wir füreinander und für uns selbst sind. Nicht immer zu einhundert Prozent, aber doch so, dass es ... schön bleibt. Ja, das trifft es am besten. Wir hoffen, das bleibt uns erhalten. Denn so sind Erinnerungen wie die an unsere ersten gemeinsamen Baumarktbesuche immer noch vorrangig etwas, das uns lächeln lässt, statt uns deprimiert nach dieser Zeit zurückzusehnen.

Was uns sonst noch lächeln lässt im Moment:

Gisela!
Gisela ist unsere neue Türsteherin und Georg hat sich auf den ersten Blick in sie verliebt, weshalb wir sie kaufen und in unserem neuen Mülleimer nach Hause transportieren mussten, den Georg wiederum auf dem Schoß hielt. Sieht so aus, als würde sie sich hier wohlfühlen – vielleicht freundet sie sich ja mit Erna an?

Samstag, 20. September 2014

In ihren Zügen

AD

Vor ein paar Wochen schon habe ich mich daran versucht, Albert und Youki aus Bittersüß ist süß genug zu zeichnen. Die Zeichnungen der beiden sind, wie alle Zeichnungen von mir, das Gegenteil von professionell, aber irgendwie ... hm, das klingt seltsam, aber irgendwie habe ich in ihren Zügen etwas von dem gefunden (oder in sie hineingelegt), was diese Geschichte mir immer noch bedeutet.

Inzwischen hadere ich nicht mehr so sehr damit wie am Anfang, sie herzuzeigen. Ich versuche (auch wenn es nicht immer gelingt), es so zu sehen: Bittersüß als mein Erstling enthält Charaktere, die ich liebe, und einige Kapitel, auf die ich stolz bin - und die Dinge, die ich heute völlig anders machen würde, sind kein Grund, die Geschichte insgesamt als »unzeigenswert« anzusehen. Wenn ich mir inhaltlich und umsetzungstechnisch wieder und wieder daran zu schaffen machen würde, würde das immer weitere Veränderungen an anderen Stellen nach sich ziehen, und meiner schreiberischen Entwicklung nutzt es mehr, wenn ich einmal gemachte Fehler in aktuelleren Sachen vermeide, statt immer wieder am Alten herumzubessern. Ein Zusatzgrund, warum ich nichts mehr daran ändern möchte: Georg könnte sie heute nicht mehr betalesen. Und ich würde sie schlichtweg niemand anderem anvertrauen (können und wollen).

Hier kommt jedenfalls ein Bild von Albert im Alter von knapp 15 Jahren und eines von Doppel-Youki mit 16, einmal wie er sich draußen vorrangig zeigte und einmal wie Albert ihn meist erlebte:



Die zu posten, bevor das für mich mit Abstand schlimmste Kapitel online kommt (am Montag wahrscheinlich wieder ^^"), war mir irgendwie wahnsinnig wichtig.

Dienstag, 16. September 2014

Septemberwunder

GA

Fotografiert während eines sonnenreichen Spaziergangs am 10. September 2014. Der September gehört zu unseren erklärten Lieblingsmonaten und wir bringen ihn viel eher mit Gold als mit Grau in Verbindung.




















 
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