Samstag, 15. März 2014

Der SGBAS-Schuppen ist tot

AD

Im Post Lottas Weg in den Wald konnte man ihn bereits sehen: den Schuppen aus Schwester golden, Bruder aus Stein bzw. sein real existierendes Vorbild.

Als wir heute Morgen im Wald spazieren waren, haben wir entdeckt, dass der Schuppen nun kein real existierendes Vorbild mehr hat - er wurde plattgemacht.

Schade. Aber die Bilder haben irgendwie was für sich, finde ich.









Freitag, 14. März 2014

Gesundheitliche Updates

AD

Diese Woche war eine Uniklinik-Woche. Das ist für sich stehend nichts Besonderes, Georg muss alle sechs bis neun Monate zur Kontrolle dorthin, vor allem in die Neurologie. Diesmal gingen wir aber vorrangig hin, um uns eine Bestätigung für etwas abzuholen, was wir uns nach langwieriger eigener Recherche sowieso schon gedacht hatten.

Nachdem bei Georg lange Zeit die zwei Extreme »körperlicher Abbau« und »geistig absolute Fitness« nebeneinander existierten, haben wir seit Anfang des Jahres den Eindruck, dass er (sehr, sehr langsam) geistig etwas abbaut. Er erinnert sich teils an Sachen nicht mehr oder unzureichend, die erst kurz zurückliegen, z.B. Inhalte von Filmen, die wir gemeinsam gesehen haben und von denen er wenige Wochen später eben nicht mehr weiß, dass wir sie überhaupt geschaut haben und worum es darin ging. Ab und zu mal würde ich das als Zerstreutheit auslegen, aber nicht in dem Maß. Auch Dinge, die wir kurzfristig vereinbaren, vergisst er oft, während sein Langzeitgedächtnis sehr gut ist.

Aufgrund seiner Grunderkrankung und den Vorfällen im Gehirn, die er hat, wären diesbezüglich Zusammenhänge denkbar, wenn auch nicht beweisbar. Sein Kleinhirn ist ja massiv geschrumpft – man bringt das Kleinhirn zwar vor allem mit der Motorik in Verbindung, es ist aber schon auch zuständig für kognitive Prozesse und das assoziative Lernen.

Was nun Georgs Grunderkrankung betrifft, fehlen aber leider einfach Vergleichsfälle. Ein rapider Abbau der geistigen Fähigkeiten ist nicht zu erwarten; Georgs behandelnder Neurologe hat uns aber vorgeschlagen, falls bis zum nächsten Termin im Herbst eine Verschlechterung eintreten sollte oder der Ist-Zustand zu belastend wird, eine Medikation auszuprobieren, die auch bei Alzheimer-Patienten im Frühstadium angewendet wird.

Ein akutes Weiterschrumpfen des Kleinhirns besteht zum Glück nicht, aber mit dem Gehen und Treppensteigen wird es ja ebenfalls trotzdem immer mühsamer – da meinte der Neurologe ja letztes Mal, diese Veränderungen könnten sich auch erst im Lauf der Zeit ergeben, auch wenn die Bildgebung sich nicht ändert. Insofern kann es in anderen Bereichen natürlich ähnlich ablaufen, und um eine ernsthafte Prognose zu treffen, ist das Gehirn zu komplex und insbesondere in Bezug auf Georgs Grunderkrankung zu wenig erforscht.

Letztlich können wir bloß abwarten; über die Frage der Medikation denken wir im Moment noch nicht wirklich nach. Das wäre etwas, was wir nur im absoluten Notfall in Erwägung ziehen würden, denn Prozesse, die denen einer Demenz ernsthaft ähnlich sind, müssten in der Bildgebung erkennbar sein, was derzeit nicht der Fall ist.

Dann gibt es noch minimale Neuigkeiten bezüglich der Magen-Darm-Probleme, die Georg schon seit Ende 2013 hat. Da wurden in der Zwischenzeit allerlei Untersuchungen vorgenommen, u.a. eine Darmspiegelung und die Untersuchung von Gewebeproben, die aber alle ohne Befund blieben. Als Nächstes stünde dann eine Magenspiegelung auf dem Programm, die bei Georg aber nur in Vollnarkose gemacht werden könnte, weshalb da weder von unserer noch von ärztlicher Seite große Begeisterung herrscht. Er hat vor knapp einem Monat aber mal testweise einen Magensäurehemmer bekommen, und seither ist es bedeutend besser – sollte das so bleiben, kommen wir um die Spiegelung fürs Erste herum.

Ansonsten musste ich seit Ende 2013 wegen extremem Husten so lange Kortisontabletten nehmen, dass ich nach dem Absetzen doch wieder mit zweimaliger Symbicort-Inhalation weitermachen musste und muss, obwohl die Reduktion auf einmal täglich zuvor endlich geklappt hatte. Das darf ich bis auf Weiteres auch nicht ändern. Symbicort ist zwar ein wirklich toll verträgliches Medikament, aber wenn ich es irgendwann wieder runterdosieren darf, fange ich halt wieder bei null an.

Botanischer Garten Ulm – liegt ganz in der Nähe der Neurologie.

Montag, 10. März 2014

Frisch gepolstert

AD

Ihr habt Glück: Ursprünglich wollte ich heute über unser Entsetzen ob des gestrigen Tatorts bloggen. (Was immer auch geschieht: Wir möchten keinen Tatort-Kommissar bei Fessel-Würge-Sexspielchen sehen, auch nicht, wenn es Til Schweiger ist, und erst recht nicht, bevor die eigentliche Handlung angefangen hat. Ja, was das betrifft, sind wir garantiert Spießer.)

Frühmorgens hat es aber geklingelt und der Postbote brachte uns ein Päckchen vom Sanitätshaus, in dem sich die sehnlichst erwarteten neuen Schutzpolster für Georgs Helm befanden, sodass ihr nun mit dem Kurzgejammer in Klammern da oben davonkommt und es stattdessen Fotos von und Hintergrundinfos zu den Postern gibt:



Da wir von September 2013 bis Januar 2014 so ein enormes Theater mit unserer Krankenkasse hatten, die die Kosten für die neuen Polster zuerst nicht übernehmen wollte, hat sich unser Sanitätshaus etwas einfallen lassen, um die Haltbarkeit von Helm und Polstern zumindest ein kleines bisschen zu verlängern:

Statt Helm und Polster mit aufgeklebten Klettpunkten zu versehen (ohne sind die bisherigen Polster Georg immer ins Gesicht gerutscht), wurde diesmal auf Klettpunkte verzichtet und die Polster dafür maßgefertigt, sodass sie auch ohne direkte Befestigung am Helm weitgehend an Ort und Stelle bleiben.

Das hat bezüglich der Haltbarkeit zweierlei Vorteile: Der Helm selbst kann in der Lederreinigung mit höheren Temperaturen gereinigt werden, da keine Rücksicht auf die Klettpunkte genommen werden muss, die sich bei hohen Temperaturen oder zu viel Druck ablösen. Die Polster können ebenfalls leichter gereinigt werden; dazu kommt der Bonus, dass sie nicht wie ihre Vorgänger um die Klettpunkte herum beim Ablösen einreißen können.

Für die Maßanfertigung war ein Gipsabdruck von Georgs Kopf notwendig:


Erst wollten wir fragen, ob wir den Abdruck nach Gebrauch mit nach Hause nehmen dürfen, aber da unsere Abstaublust ohnehin schon fragil ist, haben wir das letztlich gelassen.

Jetzt sind wir gespannt, ob die neuen Polster halten, was sie versprechen – der erste Eindruck ist schon mal super; die Polster passen gut und der Helm sitzt bislang stabil darauf.