Sonntag, 20. Juli 2014

Sommerlicher Mini-Post

AD

• Heute vor sieben Jahren haben wir uns verlobt. Ganz schön lange her. Damals konnte Georg noch allein duschen, ich hatte noch keine einzige längere Geschichte beendet (aber er glaubte fest daran, dass ich das konnte), wir hatten keinen Internetanschluss (wir konnten uns keinen leisten, vermissten ihn aber auch nicht), dafür aber einen Wasserboiler namens Jockel (der uns vermisste, als wir aus unserer damaligen Wohnung ausgezogen waren und deshalb in Gestalt unseres Kühlschranks reinkarnierte), und irgendwie hatten wir damals noch viel weniger weiße Haare als heute. Es wäre cool, weniger weiße Haare zu haben. Aber weiße Haare sind immerhin besser als graue.

• Falls ihr irgendwo in Bayern zwei dämlich grinsende Pfützen auf dem Boden seht, ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass wir das sind. Wir freuen uns auf die für morgen angekündigte Abkühlung - und über die Süßigkeiten in unserem Kühlschrank!

Sonntag, 13. Juli 2014

Backen: Kokosschälchen mit Schokocreme

AD

Nach einer sehr erfolgreichen Back-Session gestern Nachmittag haben wir endlich mal wieder ein Rezept, das wir hier vorstellen können. Das letzte ist nun ja schon über ein Jahr her, aber bei komplexeren Rezepten sind wir meist einfach zu faul, sie abzutippen. *hust*

Diese Teilchen hier gehen aber ganz leicht:


Zutaten für 12 Stück:

- 300 Gramm Kokosraspel
- 4 Eiweiß (mittelgroß)
- 2 Teelöffel Mehl
- 80 Gramm Zucker
- 500 Gramm Kuvertüre (Vollmilch oder Zartbitter)
- 500 Milliliter Schlagsahne
- ⅓ Teelöffel Piment (Nelkenpfeffer; bekommt man in Bioläden und gut sortierten Supermärkten – wer dieses oft in der Weihnachtsbäckerei verwendete Gewürz nicht mag, kann es natürlich auch weglassen)
- ⅓ Teelöffel Bourbonvanillepulver
- Butter zum Einfetten der Förmchen
- Keine Zutat, aber dennoch benötigt: ein bis zwei Muffinbleche (je nachdem, wie viele Mulden das jeweilige Blech hat)

Zubereitung:

Die Mulden der Muffinbleche großzügig mit Butter einfetten. Nicht an die Kalorien denken, sondern daran, wie schön leicht sich die Schälchen später durch die Butter aus den Blechen entfernen lassen.

Kokosraspel, Eiweiß, Mehl und Zucker in eine Schüssel geben und gründlich vermengen. Geht am besten mit dem Rührmixgerät oder mit bloßen Händen (durchkneten wie einen Teig).

Die Hände befeuchten und die Kokosmasse in die Mulden der Bleche drücken – allerdings nur an die Wände, sodass die Masse die Form von Schälchen bekommt.


Das jeweilige Blech im vorgeheizten Backofen bei 175 °C ca. 10 Minuten lang backen, bis die Ränder der Schälchen leicht gebräunt sind. Die Teilchen möglichst im Auge behalten – nicht jeder Ofen heizt gleich stark; mitunter kann die Masse auch schon früher fertig gebacken sein. Falls die Böden der Masse nach 10 Minuten noch klebrig sind, während die Ränder bereits braun sind, einfach ein Stück Alufolie über das Blech legen und ein paar Minuten weiter backen, jedoch frühzeitig kontrollieren, wie es darunter aussieht.

Die Bleche jeweils eine Weile abkühlen lassen, dann die Kokosschälchen aus den Mulden lösen und auf Tellern oder einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.


Kuvertüre kleinhacken. Währenddessen Sahne, Piment und Bourbonvanillepulver in einem Topf erhitzen. Dann vom Herd nehmen, die Kuvertüre in den Topf geben und unter Rühren schmelzen lassen. Die Creme abkühlen lassen, bis sie lauwarm ist – sollte sie zu flüssig geraten sein, kann man sie entweder klassisch mit Mehl etwas binden oder mit einer kleinen Menge Nuss-Nougat-Creme verrühren. In lauwarmem Zustand in die Kokosschälchen füllen und mindestens eine Stunde lang stehen lassen, bevor man sie isst.

Für den Fall, dass jemand das Rezept ausprobieren möchte, aber kein Piment hat und es deshalb auch nicht extra kaufen will – wir haben eine frisch angebrochene Packung, deren Mindesthaltbarkeitsdatum der 31.08.2014 ist. Wenn wir uns ein wenig bekannt sind, verschicken wir gern was davon. :) Vanillepulver hätten wir auch noch, auch wenn das nicht so schnell aufgebraucht werden muss. :)

Samstag, 5. Juli 2014

Erste Schreibversuche

GD

[Heute ist »demnächst«! Was lange währt, wird endlich gepostet ...]

Meine allerersten Schreibversuche fanden bereits in der Grundschule statt. Los ging es mit einer Pumuckl-Fan Fiction (natürlich in Ermangelung des Begriffs Fan Fiction), an deren Handlung ich mich leider nicht mehr erinnern kann und die heute demnach nicht mehr existiert. Es folgten mehrere eigene »Bücher«: Hefte, die ich selbst beschrieben und mit Bildern verziert habe und die auch jeweils ein bestimmtes Thema hatten, zum Beispiel:

• Ich beobachte eine Kohlmeise

Ein Heft, in dem ich meine Beobachtungen einer in unserem Garten lebenden Kohlmeise aufgeschrieben und Bilder dazu gemalt habe:




• Mein Haustier Fridolin (aka Friedel-Buch)

Ein Heft, in dem ich alltägliche Begebenheiten im Leben meines Meerschweinchens Fridolin (genannt Friedel) beschrieb und Fotos von ihm einklebte. Leider ist das Heft in meinem Elternhaus verschollen, zwei Lieblingszitate von mir weiß ich aber noch: »Hier sitzt er vor seinem Haus und wartet auf dass ihn jemand streichelt« und »Er sieht aus wie der Herr der Winde« – beim zweiten Satz klebt ein Foto von Friedel auf dem Dach seines Hauses. Inzwischen gibt es einen Film, der Der Herr der Winde heißt, da dieser aber von 2009 ist, habe ich keine Ahnung, wie ich damals auf diese Bezeichnung gekommen bin.

• Dinosaurier und andere Wesen der Urzeit

Eigentlich selbsterklärend – geschmückt mit einigen Ungereimtheiten und Kinderfehlern, dazu mit vielen, vielen Bildern:




NEOLOGISMUS?
 
• Geschichten-Heft

Ein Sammelsurium an verschiedenen kleinen Geschichten, z.B. vom Osterhasen Osterfritz – ein Gedicht gibt es darin auch, bei diesem bin ich mir allerdings nicht mehr sicher, ob das tatsächlich von mir war oder ob es aus einem Lesebuch stammte:

 


 

Im Teenageralter ging es weiter mit Hip-Hop-Texten, die ich zusammen mit einem Freund sogar vertonte. Auch mein Gedicht Want out (entstanden in einer Biologie-Stunde ...) war ursprünglich als Songtext gedacht.


Später habe ich einige Versuche gestartet, Geschichten in Romanlänge zu schreiben, was mir regelmäßig misslang. Auch ein vergleichsweise langer Sachtext zum Thema Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung wurde nicht fertig, da Davis Guggenheim und Al Gore mir zuvorkamen und all das zudem wesentlich gründlicher darlegten als ich. *gg*

Zuletzt versuchte ich es, was längere Texte betrifft, mit einem autobiografischen Roman, der die Zeit zwischen meinem Abitur und meiner Ausbildung zum Bürokaufmann beleuchten sollte – das war eine abgrundtief beschissene Zeit, in der ich von diversen Ämtern mehr oder weniger im Kreis herumgereicht wurde, nachdem sich meine gesundheitliche Situation massiv verschlechtert hatte und ich mein begonnenes Studium der Geowissenschaften in Tübingen abbrechen musste.

Das alles hätte ich wirklich gern schriftlich dargelegt, doch ich musste einsehen, dass das Tippen langer Texte mir einfach nicht möglich ist, zumindest nicht in einem Tempo, das mir noch erlaubt, Freude beim Schreiben zu empfinden. Das artet jedes Mal in mehr oder weniger großen Frust aus, und auch eine Spracherkennungssoftware bringt mir diesbezüglich nicht viel, da meine Aussprache meist zu verwaschen ist, um von der Software verstanden zu werden (da kamen dann z.B. geniale Sätze vom Kaliber »Wurst für die Kammer als Terror« raus *gg*).

Darauf, vorrangig Lyrik zu schreiben, bin ich nach einem von Alex’ und meinen ersten privaten Treffen gekommen. Das war im Oktober 2006; wir hatten uns nach der Berufsschule nach einigen Erledigungen auf dem Ulmer Münsterplatz getroffen und sie hatte einen Ordner mit all ihren bisherigen Gedichten dabei, die sie extra abgetippt hatte, weil ich sie lesen wollte und sie zuvor »nur« handschriftlich existierten. Daraufhin beschloss ich, es auch mal mit Poesie zu versuchen – endlich etwas, das körperlich machbar und nicht mit Frust verbunden war.

Bis auf sehr, sehr kurze Prosatexte wird es daher wohl auch in Zukunft vorrangig Gedichte von mir zu lesen geben, wenn auch nicht übermäßig häufig.
 
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