Montag, 27. Oktober 2014

Neuer Anstrich

GD

Nachdem wir ja bereits im Sommer (?) geschrieben hatten, dass wir die Infotexte auf dem Blog dringend überarbeiten müssten, sind wir gestern Abend endlich zur Tat geschritten. Herausgekommen sind nun irgendwie statt überarbeiteten Infotexten komplett neue Infotexte ... aber mit denen sind wir überraschend zufrieden, weil sie leicht verständlich und eher allgemein gehalten sind.

Die medizinischen Details über unsere jeweiligen Erkrankungen haben wir weitgehend rausgeworfen, weil sie sich immer mal wieder verändern und daher direkt in den Posts besser aufgehoben sind. Für einen kurzen Überblick müssten die Infos aber dennoch ausreichen (hoffen wir). Optisch gab es auch einen neuen Anstrich für den Blog, das allerdings schon vor einigen Tagen.

Ansonsten wurde ich während des gestrigen Renovierungsprozesses als Beta-Schwein beschimpft und schlug vor, die zwischenzeitliche Lücke im Infobalken mit dem Bild eines breiten Ufos (breit musste es selbstredend sein, weil die Lücke groß war!) zu füllen - also irgendwie alles wie immer.

 

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zahnreinigungslyrik

GA

Der Knick mit dem Stick


Der Mensch drang mutig mit dem Sticke
In jedes Zahnes schmutz’ge Lücke
Entfernte jeden garst’gen Schmutz
Beim mundinternen Frühjahrsputz

Doch plötzlich fällt der Stick zu Boden
Ganz ohne heldenhafte Oden
Und wird das Werk neu ausprobiert
Ein Knick das Zahnputzwerkzeug ziert

Die Zeitformen sind durcheinander
Und uns’re Reime sind es auch
Gedicht voll blöd, so ist’s der Brauch
So blöd halt wie wir miteinander


Nein, wir können uns das auch nicht erklären. Ja, der Titel müsste eigentlich Der Knick im Stick oder so heißen, aber egal. Nein, wir verstehen das wirklich nicht. Ja, ansonsten ist alles in Ordnung. [Entstanden vorletzte Nacht im Badezimmer. *gg*]

Dienstag, 21. Oktober 2014

Ich wollte den Post zuerst »Mission accomplished« nennen, aber dann ist mir George W. Bush eingefallen, und jetzt ist der Titel zwar lang, aber eigentlich nicht vorhanden.

GD

Heute hat alles geklappt, was klappen sollte! Wir haben wirklich mehr Glück als Verstand. Jetzt haben wir gerade Pizza gemacht und trinken Kaffee (ja, die Uhrzeit ist uns in vollem Umfang bewusst) und tun sonst einfach gar nichts mehr. Aber Alex sagt, ich soll irgendwas mit Wohlstandskinder-Tröte posten. Na gut:

Montag, 20. Oktober 2014

Mehr Glück als Verstand

GD

Wenn alles so klappt, wie wir uns das wünschen, sind wir ab morgen Besitzer eines zwar gebrauchten, jedoch fast neuwertigen Notebooks (Leasing-Rückläufer). Besser gesagt, besitzen werden wir es so oder so, aber wenn alles klappt, haben wir morgen jemanden, der uns alles auf dem Rechner einrichtet, und wenn nicht, halt erst Ende der Woche. Das »Problem« ist, dass wir morgen nur knappe zwei Stunden Zeit dafür haben und ansonsten gar nicht zu Hause sind, aber wenn es erst Ende der Woche klappt, passt uns das auch.

Wir hatten ja eigentlich nicht vor, so schnell Ersatz für unseren kaputten Rechner zu kaufen, das war mehr ein zufälliges Darüberstolpern und das Gerät hat einen so guten Eindruck auf uns gemacht, dass wir das doppelte Einrichtechaos nun eben in Kauf nehmen. Wir sind nämlich nicht nur zu ... unversiert, Office, diverse Treiber & Co. zum Laufen zu bringen, sondern werden auch stilsicher versagen, wenn wir irgendwann in den nächsten Monaten einen neuen Router (aufgezwungen) bekommen. Aber vielleicht haben wir diesbezüglich ja ebenfalls Glück und es ereilt uns erst gegen 2016.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Computersterben

AD

In der Hoffnung, dass es alle Menschen, mit denen wir online Kontakt haben, halbwegs regelmäßig hierher verschlägt: Mein Rechner ist heute von uns gegangen. Er spackte schon seit Wochen (was rede ich da, seit Monaten) vor sich hin, hatte regelmäßig Fieber (als Wärmflasche wäre er definitiv überqualifiziert gewesen), und das lange Video, das Lexi mir gestern zu schicken versucht hat, war womöglich endgültig zu viel für ihn. Ruhe sanft, Vaio. Du warst echt giga. Also, bis heute halt, gell, wir wollten eigentlich was drucken und das ist richtig kacke jetzt, weil wir für den uralten Schrotthaufen, mit dem ich jetzt tippe ... na, egal.

Ja, hm, konkret heißt das jetzt: Wir haben zwar inzwischen drei (!) Laptops, die Georg im Laufe seines bisherigen Lebens angesammelt hat, aber alle sind ... na ja, uralte Schrotthaufen. Zwei taugen nur noch zum reinen Tippen und röcheln fast ab, wenn man irgendetwas anderes damit macht, und bei dem, der an sich noch am besten funktioniert, ist die Tastatur kaputt. Wir können also schon schreiben und an sich auch ins Internet, aber Chatten, Twittern etc. wird so vermutlich eher unlustig. Per Mail sind wir aber in jedem Fall erreichbar, sofern sich die Rechner jetzt nicht zum Massenselbstmord verabreden.

Einen neuen Computer kaufen wir jetzt trotz allem nicht gleich – zum einen, weil wir für einen halbwegs vernünftigen gar nicht sofort das Geld haben, zum anderen aber auch, weil wir in absehbarer Zukunft auch einen neuen Router brauchen werden und als ultimative Technikidioten den ganzen Einrichtekram nicht doppelt machen wollen. Also, solange wir noch irgendwie schreiben und ins Netz kommen können, behelfen wir uns so, und zur Not haben ja auch einige Leute unsere Telefonnummer. :)

Wofür wir in der Situation leider GAR keinen Kopf haben, ist der Upload von Geschichten, Reviews schreiben und beantworten etc. – das tut uns sehr leid und ist vor allem auch deshalb blöd, weil Bittersüß ist süß genug die Tage online fertiggestellt gewesen wäre. Aber es ist leider nicht zu ändern, und da das alles im Hobbybereich stattfindet, hoffen wir einfach, dass ihr uns das nicht allzu übel nehmt. Für Bittersüß kann ich aber ein Versenden der restlichen Kapitel per E-Mail anbieten, falls jemand das möchte. Ja, ähm, blöd das alles, aber es dürfte schlimmere Unglücke geben, und die Unklarheiten bezüglich dieser Geschichte sind ja zum Glück inzwischen behoben. Es wird jetzt auch nur noch einen einzigen Zeitsprung geben. :)

Liebste Grüße von uns beiden! ♥

Montag, 13. Oktober 2014

Eigentlich machen wir so was ja gar nicht ...

GA

Eigentlich machen wir so was ja gar nicht ... aber nachdem es Manfred war, der uns auf seinem Blog mueller:manfred für den Liebster Blog Award (was zur Hölle IST das genau?) nominiert hat, machen wir es heute eben doch mal. Ein Kettenbrief-Ding, aber eins mit Schmunzelgarantie.


Die Regeln bei dem ganzen Spaß:

• Verlinke die Person, die dich nominiert hat (siehe oben).

• Beantworte die gestellten Fragen (siehe unten).

• Nominiere weitere 11 Blogger (siehe noch weiter unten, aber es sind wesentlich weniger als 11).

• Stelle weitere 11 von dir ausgedachte Fragen an deine Nominierten (siehe so ungefähr in der Mitte).

• Sag den Nominierten Bescheid, dass sie wissen, dass sie von dir nominiert wurden (haha, die werden sich aber freuen).


1. Welchen Vornamen hättest du dir selber für dich ausgesucht?

Georg: Ich bin eigentlich wunschlos glücklich. Georg, der Drachentöter.

Alex: Als Kind wollte ich gern Sabrina heißen, weil alle so hießen. Jetzt kenne ich sogar Hunde, die Alex heißen, und bin völlig überfordert. Philippa mag ich. Als wir noch davon ausgingen, dass gesundheitlich alles lange genug gut bleiben würde, um halbwegs sorglos Kinder zu bekommen, wollten wir unsere Tochter so nennen, und ich fände es schön, so zu heißen. Ich glaub, so heißt auch kein Hund, den ich kenne.


2. Wieso diesen?

Alex: Keine Ahnung. Er klingt einfach schön.


3. Ich serviere dir etwas, das du noch nie zuvor gegessen hast: Was tust du?

Georg: Ich ESSE es!


4. Was schätzt du: Wieviel Geld wirfst du jährlich in die Becher der Bettler?

Hmm, nicht mehr als fünf bis acht Euro zusammen. 2012 haben wir einem mal einen Zehnerschein gegeben, als wir überraschend Nebenkostengeld vom Vermieter zurückbekommen haben, aber das war eine Ausnahme.


5. Was ist eigentlich so schön an Rache?

Georg: Ich empfinde Rache eigentlich nicht als etwas Schönes.

Alex: Mir gefallen dumme Gesichter, auch unabhängig von Rache. Hm, aber im Ernst: Bislang habe ich mich noch nie ernsthaft für irgendetwas gerächt, daher kann ich das gar nicht wirklich beantworten.


6. Musik wird verboten. Was tust du?

Georg: Eine Selbsthilfegruppe gründen, die Demos gegen das Gesetz organisiert. Oder so.

Alex: Er gründet ja noch nicht mal eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit LCH-ZNS. *hust*


7. Was würdest du mit einer Billion Euro tun?

Georg: Einen großen Teil für die bessere Erforschung von LCH-ZNS und anderen seltenen Erkrankungen spenden. Mediziner hochgradig fördern, die sich auf LCH im Allgemeinen und LCH-ZNS im Besonderen spezialisieren wollen. Schauen, dass mir eine Million immer als Grundvermögen bleibt, und mit dem Rest hoffentlich halbwegs sinnvolle andere Dinge tun.

Alex: Einen Volvo kaufen und einen privaten Chauffeur einstellen. Eine Haushälterin einstellen. Einen PRIVATFRISEUR einstellen. Alter, ich hasse es, zu versuchen, meine Haare zu kämmen, es wäre mir eine Freude, wenn jemand anderes das tun müsste. Allen Mitgliedern meiner Familie ein Eigenheim kaufen. Eine längere Reise nach Tschechien machen und möglichst auch eine Weile in Karlsbad wohnen, wo meine familiären Wurzeln liegen. Da muss dann halt einer von Georgs Medizinern mit uns hinkommen.


8. Mit dieser Pille wärst du für immer glücklich: Schluckst du sie?

Georg: Nein.

Alex: Das kommt darauf an, wie nüchtern ich noch bin. Nach drei Bier aufwärts gut möglich. Klar, man wächst an Niederlagen und Tiefpunkten, aber wenn ich IMMER glücklich wäre, würde ich ja auch gar keinen Mangel empfinden, wenn ich nicht wachsen würde. In klarem Zustand würde ich sie aber vermutlich trotzdem nicht schlucken, auch, weil ein immer glücklicher Mensch es schwer hätte, lebensechte Geschichten zu schreiben.


9. Was hält die Welt im Innersten zusammen?


Georg: Eisen und Nickel.

Alex: Das, was er sagt; er hat temporär Geowissenschaften studiert.


10. Was ist das Wichtigste, das du deinen (möglichen) Kindern mitgibst?


Alex: Eine gute Zahnzusatzversicherung, meine Gene sind diesbezüglich echt scheiße.


11. Welche sollen deine letzten Worte sein?

Da würden wir beide gern improvisieren. Wären wir im jeweiligen Augenblick zusammen, wäre ein »Ich liebe dich« natürlich toll, aber wäre ausschließlich Schwester Olga (fragt nicht) beim jeweiligen Ableben zugegen, wären wir eher für ein gepflegtes »Wärgs.«


Soo. Fragen. An elf andere Blogger. Wir kennen eigentlich gar nicht sooo viele näher, dass wir uns trauen, sie mit so was Kettenbriefmäßigem zu überfallen. Ähm. Okay, also hier erst mal die Fragen:


1. Welche Windows-Version hat dich bislang am meisten genervt?

2. Hast du schon mal für jemanden dein Leben riskiert?

3. Welche Allergie käme dir echt gelegen?

4. Worauf hast du dich zuletzt länger als eine Stunde freiwillig konzentriert?

5. Was hältst du von Wunderbäumen (Duftbäumchen) im Auto?

6. Ein Freund/eine Freundin bittet dich, vor seinen Eltern für einen Abend seinen Partner/seine Partnerin zu spielen. Sagst du zu?

7. Wann hast du zuletzt Seifenblasen gemacht?

8. Magst du Seifenblasen überhaupt?

9. Isst du freiwillig Innereien?

10. Was für ein Kalender hängt bei dir zu Hause an der Wand?

11. Was traust du dir eher zu: ein Wettrinken mit Alex (Alkohol, nicht Tee!) oder ein Wettessen mit Georg?


Ja, die letzte Frage ist gemein, und eigentlich muss man uns dazu zumindest ein einziges Mal live erlebt haben, aber wir stellen sie trotzdem.


So, ähm, wir nominieren:

Kingdom of Chaos

Lia’s Scrapbook

unfugs wortklaubereien

Wg-Tagebuch (Dreier-Antworten sehr erwünscht! *gg*)

Bei den meisten anderen Blogs, denen wir folgen, trauen wir uns nicht, den Autoren einfach so was hinzuknallen, tut uns leid. Bei manchen anderen wissen wir auch, dass die Autoren solche Aktionen nicht mögen (tun wir ja meistens auch nicht) und es daher Quatsch wäre, sie zu nominieren. Und an die Nominierten: Wenn ihr nicht mitmachen mögt, ist das für uns vollkommen okay! Aber ihr seid definitiv diejenigen, von deren Antworten wir uns am meisten Gegrinse versprechen. *gg*

Sonntag, 12. Oktober 2014

Der grüne Gaumen und das dritte Gesicht

AD

Dass wir passionierte Teetrinker sind, geht angesichts unserer vielen Kaffee-Tweets inzwischen manchmal fast unter – dabei trinken wir beinahe täglich mehrere Liter des leckeren Gebräus, in allen möglichen Sorten. Bislang mochten wir am liebsten Schwarztee (sämtliche klassischen Varianten wie auch Aromatees), seit Ende 2013 geben wir aber mehr und mehr auch grünem Tee eine Chance. Da mögen wir allerdings ausschließlich Aromatees, klassischer Grüntee schmeckt uns nicht besonders, genau wie reiner weißer Tee. Und zu allem Überfluss kippen wir gänzlich stillos auch in grünen Tee grundsätzlich einen Schluck Milch, ganz egal ob sich das eigentlich nur für schwarzen Tee gehört – wir finden, durch etwas Milch kommen vor allem fruchtige Aromen noch toller zur Geltung; das gibt dem Tee oft nahezu Dessert-Qualität. Zucker mögen wir dagegen überhaupt nicht (mehr) im Tee.

Unsere derzeitigen Lieblingssorten im Grünteebereich:

Sencha Mandel-Honig (loser Tee)
Olong Gojibeere-Pfirsich (loser Tee)
• Chai Ananas (grüner Mate; loser Tee)
Lipton Green Tea Strawberry Cupcake

Ähm, was der Post jetzt soll? Nichts Spezielles eigentlich, aber vielleicht fühlt sich eine unserer Teeschwestern (einen Teebruder haben wir bislang noch nicht, daher reicht die feminine Form vorerst aus) ja inspiriert, die Tees mal zu probieren oder hat womöglich sogar Tipps für uns bezüglich weiterer toller Grüntees. (Nein, wir sind überhaupt nicht besessen oder so ...)

Falls jemand die Tees gern probieren möchte, die Sorten bei sich aber nicht findet, darf er (bzw. wahrscheinlich eher sie) uns auch gern Bescheid sagen, wir schicken euch gern was zu, wenn ihr mögt.

Inzwischen bin ich nicht mal mehr sonderlich Faker-paranoid – wie das passieren konnte, weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht. Es ist nicht so, dass ich überhaupt kein Misstrauen mehr bezüglich so manchem Online-Auftritt empfinde. Aber irgendwie habe ich in mir selbst eine Grenze gezogen, die funktioniert. Sachen wie Adress- und Fotoaustausch sind zum Beispiel etwas, das ich wieder weitgehend bedenkenlos machen würde, wenn ich zuvor bei einem Menschen ein langfristig gutes Gefühl hatte. Was ich allerdings nicht mehr mache, ist das Teilen ernsthaft persönlicher Informationen per Mail oder Chat einer im realen Leben unbekannten Einzelperson gegenüber. Das ist nichts, wozu ich mich zwingen oder ermahnen muss, es hat sich einfach so eingespielt: Was ich nicht auch bloggen würde, gehört auch an anderer Stelle nicht ins Internet. Ob ich das für immer so handhaben werde, weiß ich natürlich nicht – das ist nichts, was ich bewusst entschieden habe, insofern besteht auch die Möglichkeit, dass sich mein Empfinden diesbezüglich noch weitere Male verändern wird. Aber es ist recht okay so, finde ich.

Gestern gab es auf unserem Twitter-Account sogar erstmals seit knapp zwei Jahren öffentlich Fotos von Georg und mir zu sehen – oder eher: von uns beiden jeweils ein halbes Foto, das wir aus einer Laune (= Langeweile, da wir zu faul waren, etwas Sinnvolles zu tun) heraus zu einem sehr, sehr, SEHR skurrilen ganzen Bild zusammengefügt haben. Welches uns jetzt zu allem Überfluss auch noch als Twitter-Ava dient. Ob es unser Herz langfristig ersetzen kann, muss sich aber erst noch zeigen.

Hier noch eine andere Version des Fotos – etwas Charmanteres als »das dritte Gesicht« fällt uns dazu echt nicht ein, wobei unsere Gesichtsformen ja schon irgendwie harmonieren:


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Erinnern und lächeln

GA

Wir haben uns heute im Baumarkt einen neuen Mülleimer gekauft. Ja, das sind wirklich bahnbrechende Neuigkeiten – tut uns leid, dass wir damit so herausplatzen, wir hätten euch das eigentlich gern schonender beigebracht.

Ähm! Nein, was wir eigentlich sagen wollten: Wir waren mit dem Rolli da und insgesamt über zwei Stunden unterwegs, und als wir so an den Regalen vorbeischlenderten, mussten wir ganz extrem an die Zeit denken, als wir unsere erste gemeinsame Wohnung eingerichtet haben, besonders beim Anschauen der vielen verschiedenen Lampen. Lampen aussuchen – das war damals so ein bisschen unser Einrichtungshighlight. Mehr noch als das Auswählen der Möbel, das aufgrund unserer begrenzten finanziellen Möglichkeiten eher mit Stress verbunden war.

Nun waren wir schon relativ lange in keinem Baumarkt mehr – und irgendwie wurden wir heute wehmütig aufgrund all der Erinnerungen an damals. An die Vorfreude, an das Alles-neu-Gefühl. Das war so ein total klischeehafter Moment, in dem man merkt, dass man nicht mehr gaaaanz so jung ist und es diese Art von erstem Mal nie wieder geben wird. Und in unserem Fall auch, dass wir vermutlich nie mehr gemeinsam als Fußgänger durch einen Baumarkt gehen werden.

Man sagt, jedem Neuanfang wohnt ein Zauber inne, und für uns war das tatsächlich so. Dass klassische Neuanfänge im Lauf der Zeit immer schwieriger zu bewerkstelligen sind, ist ein merkwürdiges Gefühl. Ein schönes Gefühl ist dagegen, dass wir uns im persönlichen Bereich auch gar keinen Neuanfang wünschen. Wir sind zufrieden mit dem, was wir füreinander und für uns selbst sind. Nicht immer zu einhundert Prozent, aber doch so, dass es ... schön bleibt. Ja, das trifft es am besten. Wir hoffen, das bleibt uns erhalten. Denn so sind Erinnerungen wie die an unsere ersten gemeinsamen Baumarktbesuche immer noch vorrangig etwas, das uns lächeln lässt, statt uns deprimiert nach dieser Zeit zurückzusehnen.

Was uns sonst noch lächeln lässt im Moment:

Gisela!
Gisela ist unsere neue Türsteherin und Georg hat sich auf den ersten Blick in sie verliebt, weshalb wir sie kaufen und in unserem neuen Mülleimer nach Hause transportieren mussten, den Georg wiederum auf dem Schoß hielt. Sieht so aus, als würde sie sich hier wohlfühlen – vielleicht freundet sie sich ja mit Erna an?