Samstag, 30. Mai 2015

Es regnet (Gestaltungsspielereien und ein Verzeichnis)

GA

Theoretisch sollten wir jetzt in der Stadt sein und Lebensmittel einkaufen. Praktisch regnet es wie aus Kübeln. Also sitzen wir mal wieder am Rechner und spielen ein bisschen an der Bloggestaltung rum, vor allem haben wir eine Auflistung unserer bisherigen Veröffentlichungen in die Sidebar eingefügt. Whoa, wie angeberisch wir uns halt jetzt vorkommen. *hust*

Da sind jetzt aber ausschließlich die Veröffentlichungen aus 2015 dabei, zu denen es jeweils ein Cover gibt. Wir sind zwar schon öfter nach einer Art Gesamtverzeichnis gefragt worden, aber manches, das es in gedruckter Form von uns zu lesen gibt, kann man schon gar nicht mehr im Buchhandel bestellen. Deshalb dachten wir uns, dass wir nun hier einfach unter dem Label Veröffentlichen und Verlegen noch eine Übersicht posten.

Wir hätten da ...


2010

Alex’ Gedicht Seit Anbeginn in der Anthologie Brückenflower, Czernik-Verlag / Edition L

Alex’ Gedicht Gelübde in der Anthologie Lyrik heute, Czernik-Verlag / Edition L
Alex’ Gedicht Die Treppe in der Anthologie Lyrik heute, Czernik-Verlag / Edition L


2011

Georgs Gedicht Tumor in der Anthologie Ein Klang, Czernik-Verlag / Edition L

Alex’ Gedicht Vom Warten in der Anthologie Lyrische Koordinaten, Czernik-Verlag / Edition L
Alex’ Gedicht Nachtfalter in der Anthologie Lyrische Koordinaten, Czernik-Verlag / Edition L


2013

Alex’ Gedicht Phönix, gescheitert in Jennifer Benkaus Roman Stolen Mortality, Sieben Verlag


2015

Georgs Artikel Realer und fiktiver Lebenszauber im WIR-Magazin 1/2015
Alex’ Gedicht Plastikschwingen im Artikel Realer und fiktiver Lebenszauber
Georgs Gedicht Sanduhr im Artikel Realer und fiktiver Lebenszauber

Alex’ Text 406 in der Anthologie Tausend Tode schreiben, Frohmann Verlag
Georgs Text 407 in der Anthologie Tausend Tode schreiben, Frohmann Verlag

Alex’ Hörbuch Die Einhornrakete – Abenteuer eines kleinen, pummeligen rosa Einhorns (gelesen von Mona Köhler) im Verlag in Farbe und Bunt

Alex’ Roman Schwester golden, Bruder aus Stein im Verlag in Farbe und Bunt
Georgs Gedicht Sanduhr im Roman Schwester golden, Bruder aus Stein


Daaaaas ... wäre das. Jetzt brauchen wir aber immer noch Essen. Bitte drückt uns die Daumen, dass es zu regnen aufhört, bevor die Geschäfte schließen!

Mittwoch, 27. Mai 2015

Our Baby is born!

GA

Ihr Lieben,

diese Woche haben wir leider gar nicht so wirklich Zeit für den Blog. Diese Neuigkeit wollten wir euch aber trotzdem unbedingt kurz mitteilen: Schwester golden, Bruder aus Stein ist nun endlich auch als Printversion erhältlich! Im iFuB-Shop ist der Roman hier bereits bestellbar, Amazon und Co. werden hoffentlich im Laufe der Restwoche nachziehen. Gigantisch wäre es natürlich, wenn jemand von euch das Buch in der Buchhandlung seines_ihres Vertrauens bestellen würde - vielleicht, ganz vielleicht liest dann ja jemand aus dem Buchhandel mal rein.

In jedem Fall wünschen wir allen, die auf SGBAS gewartet haben, viel Spaß damit. ♥

 






Dienstag, 19. Mai 2015

Ein Post, der mit Kaffee beginnt (ist immer ein guter Post)

Georg:

Am Liebsten trinke ich Kaffee.

An meiner Arbeit mag ich (ich nehme jetzt einfach mal meinen gelernten Beruf), dass sie trotz oft monotoner Abläufe immer auch genug Abwechslung bietet.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, gesund zu sein.

Dass es gestern Linsen mit Spätzle zu essen gab, hat mich diese Woche glücklich gemacht.

Alex:

Am Liebsten trinke ich Bier, Radler, Kaffee, Tee, Wasser und Mango-Milchshake.

An meiner Arbeit mag ich, dass ich keinen Vorgesetzten habe, der mir sagt, was ich wie zu tun habe.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, dass alle Menschen, die mir wichtig sind, gesund werden, sowohl körperlich als auch psychisch. Ob das noch als »ein Wunsch« durchgeht, ist allerdings fraglich.

Mein Überarbeitungstempo hat mich diese Woche glücklich gemacht.

Freitag, 15. Mai 2015

Begegnung durch den Filter

GD

Beitrag zur Blogparade Begegnung der Aktion Mensch

Wenn Alex und ich unterwegs sind und mit Menschen in Kontakt kommen, läuft das häufig nach dem gleichen Schema ab: Die Menschen sprechen ausschließlich mit Alex, selbst dann, wenn es um mich geht. Oft sogar besonders dann, wenn es um mich geht.

»Ist das in Ordnung?« an der Supermarktkasse, an Alex gewandt, während ich der Kassiererin meine EC-Karte reichen will, auf der, man mag es kaum glauben, mein eigener Name steht.

»Hatte er einen Unfall?«, die allgemein beliebteste Frage.

Oder: »Versteht er uns?«, unser bisheriges Highlight, von einer Zahnarzthelferin gefragt.

Das ist Alltag, und glücklicherweise verstehen es die meisten Menschen, wenn wir ihnen erklären, dass sie bitte mit mir selbst sprechen mögen, wenn sie etwas wissen möchten.

Interessanter ist momentan für mich, dass es auch umgekehrt einen Filter zu geben scheint. Es gibt nicht nur Menschen, die mich aus der ersten Kontaktaufnahme filtern, weil ihnen das Gespräch mit Alex angenehmer erscheint (sie lacht), sondern auch solche, die zu befinden scheinen, Alex’ Existenz sei für mein Leben und den Kontakt mit mir vernachlässigbar. Diese Art des Filterns wird meist von anderen Menschen mit Behinderung vorgenommen, das überrascht mich am meisten.

Da treffen wir zum Beispiel Person X im Bus, wir quetschen uns auf den Rollstuhlplätzen irgendwie zusammen, was schwierig ist, da auch noch ein Kinderwagen Platz finden muss, und kommen ins Gespräch, während dem Person X Alex völlig ignoriert und ausschließlich mich ansieht und anspricht. Zum Abschied sage ich etwas wie: »Hier müssen wir raus, meine Frau hat da drüben bei Arzt Y einen Termin«, und Person X murmelt überrascht: »Oh, ich dachte, das wäre deine Assistentin.«

Ist sie ja auch. Jedoch nicht ausschließlich. Und dies scheinen sich Menschen mit Behinderung mitunter ebenso wenig vorstellen zu können wie Menschen ohne Behinderung. (Abgesehen davon würde ich auch die Assistentin eines anderen Menschen nicht ignorieren.) Es sind nicht immer nur die nichtbehinderten Menschen, in deren Köpfen Barrieren existieren. Und damit hätten wir doch schon mal eine Gemeinsamkeit.

Besonders lustig: Auch zur Blogparade Begegnung der Aktion Mensch, derentwegen ich diesen Eintrag geschrieben habe, wurde ausschließlich ich eingeladen. »Lieber Georg« stand da, nicht »Hallo Georg und Alex«, und Letzteres hat zuvor wirklich jeder hinbekommen, der uns über unseren gemeinsamen Blog kontaktiert hat, der ja nicht ohne Grund den Titel Beziehungstat trägt.

Dies haben wir kurz danach getwittert, und ebenfalls via Twitter kam von der Aktion Mensch auch wenig später eine Entschuldigung und die Mitteilung, dass sie niemanden ausschließen wollten, sondern sich auf die Kontaktinformation in unserem vom Bund behinderter Blogger zur Verfügung gestellten Impressum bezogen haben, wo wir meinen früheren Nickname als Pseudonym angegeben haben. Ist auch kein weiteres Problem, wir sind nicht nachtragend.

Es fällt jedoch auf, wenn auch im Nachhinein eher auf lustige Weise. Da geht es um Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, und da gibt es zwei Menschen, die eine inklusive Ehe führen, und angeschrieben wird ausschließlich einer von ihnen. Schon einen Schmunzler wert, finde ich.

Ich würde mir mehr Begegnungen ohne Filter wünschen. In beide Richtungen. Dass wir mit unserem Lebensentwurf manchmal für Verwunderung sorgen, ist uns allerdings in vollem Umfang bewusst, daher versuchen wir einfach, solche Situationen weiterhin mit Humor zu betrachten. Denn letztlich ist und bleibt die wichtigste unserer Begegnungen die zwischen uns beiden.

Dienstag, 12. Mai 2015

Wenn man das rosa Topping abkratzt, unglaublich gut: »Wunder« von Raquel J. Palacio

AD

Heute muss ich mal wieder eine absolute Leseempfehlung loswerden. »Wunder« von Raquel J. Palacio wurde mir (ebenfalls mal wieder *gg*) von Lexi empfohlen und ausgeliehen, die ja seit knapp einem Jahr eine Ausbildung zur Buchhändlerin macht. Sie meinte, es würde mir gefallen, und sie behielt recht.

Ich mag realistische Bücher. Vor allem mag ich realistische Bücher über ungewöhnliche, objektiv betrachtet in vielerlei Hinsicht heftige Schicksale. Und wenn ich die von diesen Schicksalen betroffenen Charaktere dann auch noch absolut liebgewinnen kann, weil sie sich ihren Humor bewahren oder ihn überhaupt erst entwickeln, weil sie über sich selbst hinauswachsen und sich dabei dennoch nicht fremd werden, dann mag ich realistische Bücher am meisten. Insofern war dieses Buch in Bezug auf die Hauptperson August ein Volltreffer, obwohl ich auch ein paar Kritikpunkte habe.

Zuallererst: Das Buch ist zutiefst … amerikanisch. Der Umgang der Charaktere miteinander, besonders innerhalb von Augusts Familie, zum Schluss hin aber auch Geschehnisse und Interaktionen in der Schule – all das wirkte auf mich wie mit einem viel zu süßen rosa Topping überzogen. Das empfand ich mitunter als extrem anstrengend, und es gab einen Punkt, an dem es mir dann endgültig ZU viel wurde.

Was mich dazu gebracht hat, das Buch dennoch unglaublich gut zu finden? Es war der Protagonist August selbst, Auggie, der das rosa Topping wenig beeindruckt abgekratzt und humorvoll kommentiert hat. Mehrmals und ganz besonders auch noch mal zum Ende hin, wo ich meine insgesamt positive Bewertung beinahe mal zurückgezogen hätte, weil alles einfach SO überzogen war. Das Schöne war dann wirklich, dass Auggie es selbst überzogen fand, das aber ganz locker nahm. Dadurch konnte auch ich es dann einfach mit einem mentalen Stoßseufzer hinnehmen.

Auggie wirkt echt, und die anderen Protagonisten, die eine Perspektivrolle bekommen haben, ihrem Alter und ihren Erfahrungen entsprechend ebenfalls. In manchen Rezensionen wird mangelnder Tiefgang kritisiert, aber hey – das sind Kinder und Teenager. Für ihr Alter machen sie sich schon recht angemessene Gedanken, finde ich.

Ausschließlich sprachlich haben mich die jungen Leute (abgesehen von Auggie selbst und Jack) nicht ganz überzeugt. Bei Auggie und Jack hatte ich wirklich zwei Jungs ihres Alters vor mir, die restlichen Figuren klangen für mich irgendwie nicht individuell genug (woran auch die permanente Kleinschreibung in Justins Part nichts änderte, deren Sinn ich nicht so ganz begriffen habe, denn dies sind ja seine Gedanken, kein von ihm geschriebener Text). Trotzdem: Das Gesamtergebnis habe ich als stimmig empfunden, und ich fand auch jede dieser Perspektiven wichtig, um eben genau dieses Gesamtbild zu erzeugen. Julians Sicht hätte mich noch interessiert, die es nun separat zu kaufen gibt, was ich etwas schade finde. Fühlt sich etwas an wie: »Hier, wenn ihr das auch noch kauft, erfahrt ihr endlich, warum Julian so biestig war« – hmm. Wissen möchte ich es aber natürlich dennoch gern.

Fakt ist in jedem Fall: Das Buch hat mich berührt, ich konnte die Entwicklung aller Figuren nachvollziehen, und besonders Auggie musste ich einfach liebgewinnen. Das Buch ist für mich ein Entwicklungsroman, den Ruf nach mehr Action mancher Kritiker kann ich so nicht nachfühlen.

Und nachdem ich mir Bilder von Menschen angeschaut habe, die vom Treacher-Collins-Syndrom oder vom Goldenhar-Syndrom betroffen sind (und Auggie hat beides), wünsche ich mir fast, dass jeder dieser Menschen etwas von dem rosa Topping abbekommt, das Auggies Umfeld auszeichnet. Ich glaube aber, die Realität sieht anders aus. Den meisten Menschen reichen weit weniger heftige Andersartigkeiten aus, um als Fremde verstört darauf zu reagieren oder als Familie daran zu zerbrechen.

Ich weiß nicht, ob ich einem so massiv entstellten Menschen wie Auggie begegnen könnte, ohne dass ein kurzer Moment des Erschreckens da und für ihn sichtbar wäre. »Wunder« brachte mich aber dazu, mir das zumindest sehr zu wünschen (mehr noch, als man sich das als nicht völlig herz- und hirnloser Mensch sowieso schon wünscht).

Ich glaube, wer meine Geschichten halbwegs mag, wird »Wunder« lieben!

Montag, 11. Mai 2015

Muttertag

AD

~ Gestern Abend auf einem Spaziergang mit Georg und meiner Ma fotografiert. ~




Donnerstag, 7. Mai 2015

ACH.

GA

Wer hat denn da sein/ihr/was auch immer altes Blog-Design vermisst?

Ach.

Jetzt halt wieder ein Weilchen so. Oder auch länger. Mal schauen. Ähm.

Das retuschierte (...) Bild finden wir langfristig irgendwie doch unschlagbar.

ACH.

 
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