Freitag, 30. Dezember 2016

Für 2017

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Irgendwann die Tage habe ich beim Admin-Kram-Machen hier auf dem Blog versehentlich einen noch ziemlich neuen Raureif-Foto-Post gelöscht, auch wenn ich mich nicht daran erinnern kann – oder Blogger hat ihn gefressen, das kann ich mir auch vorstellen. Denn beim Ausmisten inaktueller Sachen ist mir zudem aufgefallen, dass zig Kommentar-Antworten von Georg und mir verschwunden sind, obwohl wir in manchen Fällen sogar noch deren Wortlaut wissen. Orr. Aber wie auch immer, jetzt haben wir Fotos übrig, mit denen ich diesen Fürs-neue-Jahr-Post optisch ein bisschen aufwerten kann; dafür ist uns sonst sowieso noch nichts Gutes eingefallen. :D Ja dann:

Kommt gut ins Jahr 2017! ♥


Hier bei uns gibt es ab jetzt eine kleine Neuerung: Wir werden die Kommentarfunktion unter unseren Posts immer nur für ein paar Tage geöffnet lassen, maximal eine Woche oder so. (Yay, wie präzise.) Wir haben in den letzten Monaten immer wieder festgestellt, dass wir uns zwar liebend gern hier mit euch austauschen, dass es uns aber stresst und belastet, wenn Einträge ausführlich kommentiert werden, die für uns schon gar nicht mehr aktuell sind. Wir sind da einfach totale Jetzt-Menschen, und besonders strengt es uns an, wenn viele Posts auf einmal nachgelesen und nachkommentiert werden – wir freuen uns zwar sehr über das Interesse, doch es setzt uns auch unendlich unter Stress und Druck, weil wir an uns selbst den Anspruch haben, alle Kommentare zu beantworten. Aufschieben bringt in diesem Fall ja auch nichts.

Für uns ist »Beziehungstat« noch immer eine Art öffentliches Tagebuch, das uns nach wie vor Freude machen soll und nichts anderes. Darum haben wir diese Entscheidung getroffen und hoffen, ihr könnt das verstehen. :) Habt aber bitte auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen, wenn ihr mal marathonkommentiert habt; ihr konntet ja nicht ahnen, dass uns das so stresst. ♥ Unser Problem, wenn wir nichts sagen. :) NICHT angetastet werden natürlich laufende Gespräche – solange ein aktuelles Gespräch unter einem Post stattfindet, bleiben die Kommentare selbstverständlich offen. :) Wenn sich spontane Gespräche über aktuelle Sachen ergeben, freuen wir uns, aber wenn nicht, ist das genauso in Ordnung. :) Für eintragsunabhängige Fragen etc. haben wir jetzt die Seite Blitzkontakt – wir freuen uns, falls sie jemand einweihen mag, und ganz besonders über kreative (!) Beleidigungen. Wir vermissen Guillaume. :D


Was könnte ich sonst noch schreiben zum Abschluss von 2016? Es war ein krasses, anstrengendes Jahr für uns, obwohl es vielversprechend begonnen hat. Für mich ganz persönlich war es ein Jahr der falschen Versprechungen und der merkwürdigen Strohfeuerkontakte, die mich aus irgendeinem mir nicht verständlichen Grund auf einen Schlag supertoll fanden und wenig später genauso abrupt wieder verschwanden. Zum Glück bin ich inzwischen zu alt (ich würde nicht unbedingt »weise« sagen :D), um mir so was längerfristig zu Herzen zu nehmen.

Was Georg und mich als Team betrifft, war es aber ein gutes Jahr, und ich schreibe bewusst nicht »Paar« – wir kamen uns über lange Strecken des Jahres eher wie Kampfgefährten vor, und wir wissen selbst nicht mehr so genau, wie wir dieses Jahr überstanden haben. Wir sind uns sicher, dass viele durchschnittlichere Beziehungen dieses Jahr nicht ausgehalten hätten.


Ansonsten gab es zum Jahresende hin ein paar Veränderungen, mit denen wir so selbst nicht gerechnet hätten, die wir aber auch gar nicht ausführlich thematisieren wollen. Alles, was wir in letzter Zeit bewusst verändert haben, ist richtig für uns und wir sind zufrieden damit. :)


Für 2017 haben wir uns ausschließlich das hier vorgenommen: Mehr Dinge tun, die wir lieben, mehr Dinge lassen, die wir nicht (mehr) lieben – und nichts darauf geben, ob andere Menschen das doof finden könnten, solange es niemanden verletzt. Damit fahren wir hoffentlich ganz gut. :)


Bis nächstes Jahr, passt auf euch auf! ♥

Montag, 26. Dezember 2016

Baum und Post

GA

Ein kleiner Blick unter unseren Weihnachtsbaum und auf die Weihnachtspost, die wir in diesen Tagen erhalten haben. Vielen, vielen Dank an alle, die an uns gedacht haben! ♥


Sonntag, 25. Dezember 2016

Weihnachtsblüten

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So! Ursprünglich war dieser Post erst für nach den Feiertagen geplant, aber da ich gerade ein bisschen Zeit habe und am Dienstag vermutlich keine, kommt er heute schon. Hier sind die restlichen selbst gestalteten Karten und Geschenke, die es in diesem Jahr von uns gab und die wir gern hier festhalten möchten. ♥

Für Raven:

Gepresste-Blüten-Karte in Blau

Medaillon mit Muschel und Blättern

Für Lexi:

Gepresste-Blüten-Karte in Gelb

Medaillon mit Herbstlöwenzahn

Für Jade und ihren Freund:

Gepresste-Blüten-Karte in Orange

Medaillon mit Usambaraveilchen

Teelichthalter mit Usambaraveilchen

Für Karo:

Gepresste-Blüten-Karte in Pink

Teelichthalter mit verschiedenen Blüten

Für Laura:

Gepresste-Blüten-Karte in Rot

Fuchs-Lesezeichen mit Blüten und Ohrringen

Esel-Lesezeichen mit Blüten und einzelnem Ohrring

Eulen-Lesezeichen mit Blüten und Ohrringen

(Die drei heißen El'eym, Diego und Alice! :D)

Für Flo und seine Freundin:

Einhorn-Lesezeichen mit Blüten und Glöckchen

»Rückseiten« (an sich egal) der Lesezeichen

Medaillon mit Gänseblümchen

Wir hoffen, ihr habt alle schöne Feiertage! ♥

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Verfrühte(r) Weihnachtspost

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So, ihr Lieben!

In zehn Tagen ist Heiligabend. Und da die Chancen relativ schlecht stehen, dass wir es bis dahin noch einmal schaffen werden, in Ruhe zu bloggen (bitte vergesst die Rezepte, die ich eigentlich noch hochladen wollte *hust*), kommt hier ein verfrühter Post mit lieben Grüßen und Bildern der selbst gestalteten Blüten-Weihnachtskarten, die wir in diesen Tagen an einzelne Familienmitglieder verschicken.

Groß angelegte Weihnachtspost versenden wir ja nicht mehr, sondern einfach nur Kleinigkeiten an jene Menschen, mit denen wir auch das ganze Jahr über in persönlichem Kontakt stehen. Nach den Feiertagen kommt dann noch ein Eintrag mit Fotos der Karten und Geschenke, die an unsere Freunde gehen – anders als die meisten Familienmitglieder wissen die nämlich noch nicht, wie ihre Karten aussehen. :D

Euch allen, die noch immer treu unseren Blog lesen, möchten Georg und ich auf diesem Weg ein großes Danke senden – wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest! (Und falls ihr nicht feiert, einfach ein paar gute, friedliche Tage.) Sucht euch von den nun folgenden Karten einfach diejenige aus, die euch am besten gefällt, und fühlt euch persönlich von uns beiden gegrüßt. ♥





Montag, 12. Dezember 2016

Kleine Lichtblicke und Griffe ins Klo

GD

Es gibt Neuigkeiten in Bezug auf unsere Krankenkasse und das Betreuungsgericht:

Wir haben von unserer KK tatsächlich die schriftliche Zusage für die Brems- und Schiebehilfe bekommen – direkt nach der Ablehnung, das leichte WTF-Gefühl reißt nicht ab – und werden dieses demnach vom Sanitätshaus erhalten. Allerdings hat nun ein Mitarbeiter der KK von sich aus Kontakt mit dem Sanitätshaus (nicht mit mir oder Alex) aufgenommen und gemeint, mein Rollstuhl sei aufgrund seines Alters nicht mehr geeignet für die Brems- und Schiebehilfe und wir sollten direkt einen neuen beantragen.

Das ist natürlich eine an sich sehr positive Entwicklung – wer hat schon das Glück, dass die KK von sich aus ein neues Hilfsmittel vorschlägt? Das hat uns echt gefreut. In der Praxis bedeutet es allerdings, dass der Erhalt der Brems- und Schiebehilfe zeitlich gesehen in weite Ferne gerückt ist, denn auch für den neuen Rolli gilt das übliche Antragsprozedere, obwohl der Antrag von der KK selbst angeregt wurde. Somit werden wir den Großteil des Winters wohl ohne die Hilfe verbringen müssen, was für Alex als Asthmatikerin nicht besonders toll ist. Trotzdem sind wir unter dem Strich beide zufrieden mit dieser Entwicklung, mit einem neuen Rolli konnten wir nicht rechnen. :-)

Eine weitere gute Nachricht: Ich habe endlich das restliche Geld aus meiner Erbschaft erhalten. Damit ist zumindest diese Baustelle jetzt abgeschlossen. Negativ daran ist nur, dass ich immer noch keine Ahnung habe, wie viel genau ich davon dem Betreuungsgericht werde bezahlen müssen. Die chaotische und unsichere Gesamtsituation wird sich also trotzdem bis ins Jahr 2017 ziehen, was bedeutet, das Theater wird eine Gesamtdauer von (hoffentlich knappen) zwei Jahren erreichen.

Ansonsten hat sich das Gericht etwas ganz besonders Nettes für mich ausgedacht: Es hat meinen Betreuer angeregt, wiederum bei mir einen Einwilligungsvorbehalt bezüglich meines »Vermögens« (haha) anzuregen. Konkret heißt das: Das Gericht sähe gern, dass ich meinen Betreuer künftig um Erlaubnis fragen und diese Erlaubnis abwarten muss, ehe ich von meinem eigenen Konto sowie dem Gemeinschaftskonto mit Alex Geld abheben darf.

Als Reaktion darauf schrieb ich meinem Betreuer, dass ich, sollte das Gericht dies tatsächlich von mir verlangen, mir nicht mal mehr zu schade wäre, mich an RTL, die BILD-Zeitung und Konsorten zu wenden, um diesen Fall öffentlich zu machen. Ich falle unter die Labels »Neurodiversität«, »körperliche Schwerbehinderung« und »Pflegebedürftigkeit«, nicht unter »geistige Behinderung« oder gar »Demenz« – daher bin ich auch vollständig einverstanden mit meinem neuen Pflegegrad 4, den ich ab 2017 haben werde. Durch Reförmchen am Pflegesystem gibt es dann fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen, und Pflegegrad 5 ist für Menschen mit stark eingeschränkter oder vollständig fehlender Alltagskompetenz gedacht. Also für Menschen, die kaum noch oder gar nicht mehr beurteilen können, was um sie herum geschieht. Mein Betreuer meinte, ich könne versuchen, in den Pflegegrad 5 zu kommen, weil die Personen, die darunter fallen, mehr Pflegegeld erhalten – aber nein, vielen Dank. Ich kann mir schon denken, wie das dann ablaufen wird: Vermutlich wird mich das Gericht dann endgültig als unmündig betrachten. Der Pflegegrad 5 ist eine gute Sache, finde ich, aber ich falle derzeit keinesfalls in dieses Spektrum.

Zum Abschluss kann ich noch berichten, dass mir am Wochenende meine nicht gerade preisgünstige Ultraschallzahnbürste ins Klo gefallen ist. (Mit dieser kann ich mir weitgehend selbstständig die Zähne putzen, weil sie die Bewegungsarbeit übernimmt, ohne dabei harte Bewegungen auszuführen, die das Zahnfleisch verletzen könnten. Alex muss zwar bei mir bleiben, falls ich mich verschlucke, aber das Putzen selbst klappt mit dieser speziellen Bürste meist allein.) Alex fischte sie mir heroisch wieder heraus, desinfizierte sie gründlich und meinte dann, dass sie lieber noch hundert Sachen aus dem Klo holen würde, als sich weiter mit unseren derzeitigen bürokratischen Hürden herumzuschlagen.

Tatsächlich haben wir das Gefühl, dass die Hauptarbeit in meiner gesamten Situation nach wie vor an Alex hängen bleibt, nur dass sie (obwohl sie im Bereich Gesundheitsfürsorge ja meine offizielle Betreuerin ist) kein Geld dafür bekommt. Zumindest kann ich aber sagen, dass mein Betreuer sich mittlerweile bemüht, mir alle Informationen, die ihn erreichen, zeitnah zu übermitteln, und auch zügiger auf Nachrichten von mir reagiert. Das ist ja auch schon mal etwas wert in dem ganzen Chaos.

Und da ich nun das gesamte Wochenende für diesen Post gebraucht habe, kann ich euch leider keinen schönen dritten Advent mehr wünschen – daher wünsche ich euch einfach eine gute, nicht allzu stressige Woche und eine Portion Weihnachtsstimmung. :-)

Samstag, 10. Dezember 2016

Ein Blick ins Gehirn

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Morgen vor genau einem Monat (sagt man das so? Egal) habe ich euch doch von meinem großen Leid berichtet, mich am 4. Dezember nicht mit Lexi betrinken zu können. Spät, aber doch kommt hier die Entwarnung: Wir haben es doch noch geschafft! Gut, um genau zu sein, haben wir uns in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember zusammen betrunken, aber je früher, desto besser. Und so hatten wir den Sonntag zum Ausnüchtern, um »Star Trek Beyond« anzuschauen, Geschichten zu lesen und irgendwann in einer chilligen Dönerbude zu essen, weil zu dieser Uhrzeit kein Lokal geöffnet hatte und das zuerst angepeilte Café nur Kuchen anbot, obwohl es dick und fett auf einer Tafel für einen Burger warb.

Kuchen hatten wir aber selber:


Das fette Stück rechts stammt aus einem Schoko-Walnuss-Kuchen, dessen Rezept ich aus einer der Frauenzeitschriften (…) habe, die Georg und ich uns ab und zu kaufen, um an die darin befindlichen Sticker zu kommen. Das fette Stück links stammt aus dem Vanille-Mandel-Kuchen, dessen Rezept ich mir basierend auf dem Grundrezept des Schoko-Walnuss-Kuchens selbst ausgedacht habe. Die Überraschung: Georg und Lexi mochten beide den von mir selbst ausgedachten Kuchen lieber, während mir beide gleich gut geschmeckt haben. Im dunklen Kuchen war Rum, im hellen Amaretto, beides ist Alkohol und damit YAY. Hier könnt ihr euch die zwei Kuchen auch noch mal in ganz anschauen. Leider sind sie schon Anfang der Woche zur Gänze verstorben. (Und eigentlich wollte ich noch die Rezepte dazu bloggen. Falls ich meine Faulheit überwinden kann, hole ich das noch irgendwann vor Weihnachten nach. *hust*)

Da Lexi jedenfalls am letzten Wochenende hier war, konnten wir ihr gleich ihr Weihnachtsgeschenk mitgeben, während wir den Rest unserer diesjährigen Blüten-Weihnachtspost diese Woche versendet haben. Ehe wir aber zur Postfiliale aufbrachen, habe ich erst mal eine gefühlte Ewigkeit ein gewisses »verschwundenes« Päckchen gesucht. Ein ganz bestimmtes, das einzige handgefertigte, das vor allem existiert, um seine Besitzerin zu trollen, weil sie nämlich mal sagte, schöne Schachteln von uns könne sie nicht wegwerfen und sie habe schon viel zu viele. Und jetzt ratet doch mal, wessen Päckchen ich da ewig suchte …

Zum Beweis, dass mein Gehirn auch noch andere Sachen kann, als bereits überreichte Geschenke zu vergessen, gibt es zum Abschluss noch Bastel-Bilder. Der Advent ist ja bekanntermaßen (oder auch weniger bekanntermaßen, wenn man mich nicht näher kennt) die Zeit, in der ich a) Leute unter den Tisch trinke, b) mich über abgrundtief dämlich vor unserem Wohnhaus parkende Weihnachtsmarktbesucher aufrege und c) glitzernde Dinge bastle. Gestern Nacht habe ich zum Beispiel zwei große Einmachgläser mit getrocknetem Moos, Birkenholzscheiben, anderen Naturmaterialien, Christbaumkugeln und Schleichtieren gefüllt, einmal mit einem Rehkitz und einmal mit einem Fuchs:



Das Glas mit dem Fuchs war ein Geschenk für meine Tante, und weil der Fuchs und die Waldfee sehr, sehr eng befreundet sind und auf keinen Fall voneinander getrennt sein wollen, durfte auch das Glas mit der Fee heute mit zu ihr ziehen. Hier noch ein Abschiedsbild von allen drei Gläsern:


Das Glas mit dem Rehkitz wiederum bekommt am Montag ein guter Freund meiner Mama, der so lieb war, mir aus seinem Garten diverse Naturmaterialien zum Basteln zusammenzusuchen. Sogar die Birkenscheiben hat er extra für mich gesägt! Es ist extrem unwahrscheinlich, dass er das hier jetzt liest, darum kann ich das guten Gewissens schon posten – aber für den Fall der Fälle: Schau, K., dein Holz! :D

Oh, und keine Angst, das Rehkitz ist nicht dasjenige, das gemeinsam mit seinem geliebten Lämmchen in unserem Schrank wohnt, nur ein naher Verwandter. Unser Rehkitz musste dafür kürzlich zum Adventsbesuch bei seiner Familie anrücken, wie ihr in Georgs letztem Post sehen konntet. Es hat das Lämmchen mitgenommen, obwohl seine Eltern absolut gegen diese Beziehung sind, und nach allem, was wir so gehört haben, ist das Treffen unerwartet friedlich verlaufen. Nichtsdestotrotz sind Rehkitz und Lämmchen froh, jetzt wieder zu Hause im gemütlichen Schrank zu sein.

Habt einen schönen dritten Advent! :)

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Dezember

GD

Ein paar Tage habe ich es hinausgezögert, doch heute steht es an: das letzte Kalendergedicht meines Vaters. Es macht mich nachdenklich und ein wenig traurig, wie schnell das Jahr 2016 vorbeigezogen ist. Im März habe ich mit dem Hochladen der Gedichte begonnen (in diesem Post habe ich Januar, Februar und März zusammengefasst), und nun ist tatsächlich bereits der Dezember in vollem Gange. Der Zyklus endet nach dem Dezember-Gedicht mit einem »Outro«, in dem sich die Verse aus dem »Intro« wiederholen.

Ich danke euch allen, die ihr die Gedichte meines Vaters gelesen und kommentiert habt – es hat mich sehr gefreut, seinem Schreiben und damit auch ihm selbst hier auf dem Blog einen Platz geben zu können.

Zum Abschluss gibt es heute nach dem Gedicht und dem »Outro« kein einzelnes Foto, sondern gleich mehrere, nämlich ein paar Blicke auf unsere diesjährige Adventsdeko.

Ein letztes Mal: Viel Spaß! :-)


Inhalt











Dezember - Julmond

Weihnachtszeit

Advents- und Weihnachtszeit,
Lichter in der Dunkelheit.
Äpfel, Nüsse, Duft im Haus,
Stiefel, Warten, Nikolaus.
Christbaumkugeln, Kerzenlichter,
strahlend frohe Kindgesichter,
lange Nächte, Frost und Schnee,
Vogelfutter, Heu für’s Reh.
Jahresneige, Silvesterball,
Jahreswende, Neujahrsknall.

Nikolaus S.


Wie der Wind so geschwind,
geschwind wie der Wind:
Ein Jahr zerrinnt
Ein Jahr beginnt.

Nikolaus S.







Samstag, 26. November 2016

Ein bisschen unsterblich

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Andere schenken ihren Partnern Kleidung, Schmuck oder Parfums.

Ich schenke meinem – ähm, so was hier:

Mit gepressten Blüten gefüllte Schneekugel.
Vorderseite: Kornblume und Trichterwinde.

Mit gepressten Blüten gefüllte Schneekugel.
Rückseite: Rosenblüte mit Blütenknospen.

Die Kornblume und die Trichterwinde haben wir ultrakitschig bei einem gemeinsamen Picknick gepflückt, die Heckenrosenblüte mit ihren drei weiteren Blütenknospen dagegen lag ein paar Tage später abgerissen bei uns auf dem Gehsteig. Jetzt ist sie ein bisschen unsterblich.

Sonntag, 20. November 2016

Unsere letzte Gewinnerin

GA

Ihr Lieben,

zuallererst vielen, vielen Dank für eure Glückwünsche zum vierten Blog-Geburtstag! ♥

Wir waren bei der Durchführung der Verlosung ein bisschen überfordert, weil nicht aus allen Kommentaren eindeutig hervorging, ob eine Teilnahme am Gewinnspiel gewünscht ist oder nicht – darum waren wir so dreist, euch einfach alle in den Lostopf (aka Müslischüssel) zu werfen und zu hoffen, dass die gezogene Person das Büchlein dann haben möchte. :D
 
Und den Gedichtband gewonnen hat …


Jade! Da steht Jade, nicht Jack!
Hierzu hatten wir eine nette kleine Diskussion. :D

Herzlichen Glückwunsch! 
Damit bist du unsere letzte Gewinnerin. ♥

Weitere Verlosungen wird es hier aller Voraussicht nach nicht geben, denn wir möchten wirklich gern weitgehend zum »Normalo-Bloggen« zurückkehren, das nichts mit Buchveröffentlichungen und allem drum herum zu tun hat. Aber es war eine interessante Erfahrung, das mal knappe zwei Jahre lang erlebt zu haben – liebsten Dank an alle, die uns auf diesem Weg begleitet haben! ♥

Donnerstag, 17. November 2016

Vier Jahre Beziehungstat

GA

Hallo ihr Lieben!

Heute ist es so weit: Unser Blog feiert seinen vierten Geburtstag! Vielen lieben Dank an alle, die uns immer noch treu lesen, mit denen wir unser Leben und Schreiben teilen dürfen und die »Beziehungstat« dadurch auch in der Außenwelt lebendig machen. Unsere Innenwelt, die lebt natürlich immer. Doch erst der Austausch mit euch hat unseren Blog wachsen lassen und ihn zu dem gemacht, was er heute ist.

Und weil einer der zwei Gründe für das Herausbringen unseres Gedichtbandes das heutige Jubiläum war, möchten wir gern ein Exemplar des arschteuren (ähm) Hardcovers unter euch verlosen. Bitte macht ohne schlechtes Gewissen mit, falls ihr den Band gern haben möchtet – den haben wir für diese Aktion eingeplant, lange bevor wir erfahren haben, was das Amtsgericht vorhat. Er wartet hier darauf, verlost und verschickt zu werden, und würde garantiert weinen, wenn das nicht geschähe. Ja, unsere Bücher können so was! Und nach der Entscheidung gegen weitere Bücher wird dies voraussichtlich unsere letzte Buchverlosung sein. Also, wir freuen uns wirklich, wirklich über jeden Menschen, der mitmacht, und das verursacht uns auch keine Zusatzkosten, weil Buch und Versand längst organisiert sind.

Hier könnt ihr euch noch mal den allerersten Post auf diesem Blog anschauen, falls ihr das möchtet. Und wer an der Verlosung teilnehmen mag, piept bitte einfach ganz kurz ins Kommentarfeld. Zeit habt ihr dafür bis Sonntag, den 20. November, 12 Uhr. Am Nachmittag geben wir dann hier bekannt, wer den Band gewonnen hat. Versendet wird er in der nächsten Woche. :)

Und weil jede Party Luftballons braucht …


Ein Flötenspieler aus Bronze, an dessen Händen irgendjemand
zwei herzförmige Luftballons in Rot und Weiß festgebunden hat.
Wir können uns beim besten Willen nicht erklären, wer das gewesen sein könnte …

Mittwoch, 16. November 2016

Zwischenerfolge: Highway to the Dangerzone

GD

Zwei Zwischenerfolge gibt es zu vermelden:

Nach einem (subtil) angepissten Schreiben von mir ans Amtsgericht und einer (etwas weniger subtil) angepissten Mail von Alex an meinen Betreuer haben wir zumindest erreicht, dass ich das mir aufgezwungene Zusatzkonto bei unserer Hausbank erhalte. So habe ich wenigstens kein Mobilitätsproblem, wenn ich an mein Geld will, wobei noch immer nicht klar ist, wie viel Geld das Gericht selbst von mir fordern wird.

Heute Morgen hat mein Betreuer das Konto eingerichtet, und während er bei der Bank war, rief er bei uns an und fragte, ob ich auch an einem reinen Sparkonto für das Geld Interesse hätte. Dieses würde nichts kosten, jedoch wären keine Überweisungen meinerseits auf das Hauptkonto möglich, »also müssten Sie mir vertrauen, dass ich Ihnen das Geld überweise, wenn Sie mich anrufen.« Alex sagte ihm dann, nachdem ich dazu den Kopf geschüttelt hatte, wörtlich, dass er nicht zuverlässig sei und das daher nicht infrage komme, und noch ein paar andere Dinge. Zwar sachlich, aber doch so, dass der Mensch, mit dem ich während des Gesprächs am wenigsten hätte tauschen wollen, mein Betreuer war. Zu allem Überfluss lief währenddessen auch noch »Highway to the Dangerzone« im Radio; schade, dass er das wahrscheinlich durch das Telefon nicht hören konnte. :D Nein, im Ernst, wir mögen ihn als Menschen, aber so geht das nicht weiter. Das ist einfach katastrophal für uns.

Danach meinte Alex, jetzt sei sie in der richtigen Stimmung, um auch noch bei der Krankenkasse anzurufen und zu fragen, was denn aus ihrem Antrag auf eine Brems- und Schiebehilfe für meinen Rollstuhl geworden sei. Der Mitarbeiter am Telefon teilte ihr mit, dass es eine Ablehnung gebe und diese auch bereits postalisch unterwegs sei, weil angeblich die eingereichten Unterlagen nicht ausreichen würden. Nach einem für den Mitarbeiter auch nicht unbedingt erfreulichen Gespräch stellte er jedoch erst mal die Warteschleife an, und als er nach ewig scheinenden Minuten wieder ans Telefon kam, gab es eine Überraschung: Das Hilfsmittel wird doch bewilligt, da habe sich etwas mit Alex’ schriftlicher Stellungnahme überschnitten. Nun. Na dann. Hoffen wir, dass diese Jetzt-doch-Genehmigung auch schnell schriftlich bei uns eintrifft, das würde unser beider Laune beträchtlich heben.

Bitte drückt uns die Daumen! :-)

Freitag, 11. November 2016

Physalis!

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Gerade ereilte mich der Schock: Die ganze Woche tröstete ich mich schon damit, dass ich mich am 4. Dezember zusammen mit Lexi betrinken kann, und jetzt fiel mir ein, DASS DAS JA GAR NICHT GEHT, WEIL SIE NACH UNSEREM TREFFEN NOCH AUTO FAHREN MUSS! Danach war ich so schockiert und wusste nicht, wohin mit meinen verletzten Gefühlen, dass ich vor Schreck direkt die komplette Ablage der letzten Wochen gemacht habe. Daraufhin hat Georg mich angeschaut, als würde ER sich nun gern betrinken, doch als ich ihn fragte, ob wir schnell zusammen Lexis Jack Daniel’s kippen sollen, der hier vom letzten Mal noch rumsteht, wollte er nicht. Okay, ja, es ist Mittag, und Cola haben wir auch nicht, und eigentlich hätte ich sowieso lieber Bier, aber trotzdem, mein Herz.

Gut, jetzt muss ich mich weiterhin irgendwie ablenken und blogge mal meine Physalis-Karten, die ich eigentlich schon längst hatte zeigen wollen, was ich aber immer wieder vergessen habe. Zu viel Stress und zu wenig Alkohol. Tatsächlich bin ich nüchtern, seit ich Lexi im Juli (?) zum letzten Mal gesehen habe, wenn ich mich richtig erinnere; das ist nicht okay.

Also, zurück zu den Physalis-Karten. Als ich im Spätsommer mit dem Blütenpressen angefangen habe, habe ich ja erzählt, dass man die Lampionblumen (Physalis alkekengi) fast täglich umbetten muss, damit sie nicht schimmeln. Und mir ist tatsächlich keine einzige von ihnen kaputtgegangen, weder die bereits reifen, orangefarbenen noch die leicht grünlichen. Sehr cool, ich war entzückt. Daraus entstanden sind dann unter anderem diese Karten, die längst ihre Empfängerinnen erreicht haben – die zweite ist schon ein kleiner Vorgeschmack auf unsere diesjährige Weihnachtspost:


Donnerstag, 10. November 2016

Keine Bücher mehr

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Ihr Lieben,

leider habe ich heute die Nachricht für euch, dass es trotz zuletzt anders lautender Pläne doch keine Buchversion von »Löwenherzen 2580« geben wird. Meine Testleser von »Löwenherzen 2580« und jene, die sich im Sommer für ein Löwenherzen-Buch ausgesprochen haben, müssten alle jeweils eine Mail oder eine Twitter-DN im Postfach haben, weil ich es ihnen vor allen anderen sagen und erklären wollte.

Eine zusätzliche Info, die damit zusammenhängt: Es wird auch keine anderen Bücher mehr von mir geben. Meine Freundin und Schreibpartnerin Lexi und ich haben am 5. November gemeinsam beschlossen, dass wir unsere diesbezüglichen Pläne einstampfen und unser riesiges Gemeinschaftsprojekt nicht in Buchform veröffentlichen werden. Wir können weder finanziell noch zeitlich und persönlich so viel in Selfpublishing-Projekte investieren, wie es nötig wäre, um ernst zu nehmende Verkaufserfolge zu erzielen. Dauerhaft erfolgreiche Selfpublisher sind omnipräsent in den sozialen Medien; etwas, das uns unser Alltag zum einen nicht erlaubt, das wir aber auch gar nicht möchten. Das sind wir nicht. Da wären wir irgendwann genervt von uns selbst.

Auch emotional hätte das Veröffentlichen inzwischen keinen Mehrwert mehr für uns zu bieten. Wir hatten einmal eine treue Gruppe von Stammlesern, von denen sich heute kaum noch jemand ernstlich um unsere Sachen kümmert. Geschichtenbezogene Blog-Posts laufen meist ins Leere. Es ist kein lebendiger Austausch mehr möglich, kein Miteinander. Und rein für unser Ego brauchen wir beide das Veröffentlichen nicht. Nicht im Geringsten.

Ich weiß, dass ich vor einigen Monaten noch sagte, dass ich den Löwenherzen-Selfpublishing-Prozess auch für eine winzig kleine Anzahl von Lesern in Angriff nehmen würde. Hätte ich noch Energiereserven, würde ich das wahrscheinlich auch trotz dieser Erkenntnisse durchziehen. Aber in Georgs letztem Blog-Post könnt ihr lesen, wie es bei uns momentan aussieht, und daran wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern. Diese Spirale wird sich weiter drehen, solange Georg Pflege in Vollzeit benötigt. Das ist unser Für-Immer.

Dennoch war und ist der Testleser-Einsatz nicht umsonst. Ich werde alle Anmerkungen in der finalen Überarbeitung berücksichtigen, und selbstverständlich bekommen alle Testleser die Geschichte in ihrer endgültigen Version kostenlos von mir als PDF zugesendet, wobei ich noch nicht weiß, wann das sein wird. Auch jene, die sich für das Buch ausgesprochen haben, bekommen sie natürlich.

Was ansonsten weiter mit »Löwenherzen 2580« und Lexis und meinem Gemeinschaftsprojekt passieren wird, dafür gibt es noch keine Pläne. Vielleicht sammeln wir die Geschichten irgendwo und machen sie öffentlich zugänglich, aber versprechen kann und möchte ich das im Augenblick nicht. Diese Entscheidung werden wir 2017 gemeinsam treffen.

Ich habe das Veröffentlichen ausprobiert, in Verlagen und als Selfpublisher, und – es hat sich für mich nicht gelohnt. Es ist natürlich schön, meine Geschichten gedruckt zu wissen, und ich hätte die Löwenherzen wahnsinnig gern auch noch drucken lassen, doch die Kosten-Nutzen-Rechnung geht nicht auf. Nicht einmal die Freude über das gedruckte Buch könnte den Stress und die finanziellen Investitionen mehr aufwiegen. Somit würden weitere Veröffentlichungen nirgendwohin führen, weshalb die einzig sinnvolle Entscheidung jene ist, es bleiben zu lassen.

Ich hoffe auf euer Verständnis, nehme es euch aber auch nicht krumm, wenn ihr keines habt. Auch ich bin traurig darüber, dass ich kein Löwenherzen-Printexemplar für mich haben werde, und muntere mich damit auf, dass ich immerhin das wunderschöne Cover habe, dessen Kauf ich nicht bereue (es geht ums HABEN!), das nun aber aus der Sidebar verschwindet.

Ganz wichtig zum Schluss: Bitte keine Umstimmungsversuche! Die Entscheidung steht fest, sowohl für mich als Solo-Autorin als auch für Lexi und mich als Autoren-Duo. Wir lieben unsere Geschichten und Charaktere, das steht ganz außer Frage. Die Veröffentlichungspläne stampfen wir dennoch oder gerade deswegen ein. Der Preis wäre einfach zu hoch, finanziell wie nervlich. Wünsche und Pläne ändern sich mit den Erfahrungen, die man macht, und für uns ist diese Entscheidung die richtige.

Liebe Grüße an euch alle!