Samstag, 29. Oktober 2016

12 für 2017 – Ein Prompt-Projekt

AD

Offenbar steht mein Gehirn momentan darauf, Amok zu laufen. Kürzlich beschloss es, mir eine bereits weitgehend ausgearbeitete Idee für ein Prompt-Projekt vor die Füße zu spucken, die ich nur noch verfeinern musste. Und das habe ich gerade getan, damit das Hirn Ruhe gibt.

Selbst daran teilnehmen werde ich zwar vermutlich nicht, aber vielleicht gefällt es ja jemandem. In dem Fall schnappt es euch liebend gerne! Es handelt sich um ein Projekt, das auf verschiedene Arten angegangen werden kann: Prosa-Autoren, Lyriker oder Zeichner – jeder, der mag, kann auf seine Art etwas Künstlerisches daraus machen. (Für Fotografen und Bastler sind die Vorgaben teils leider zu spezifisch – finde ich zumindest; wer mich eines Besseren belehren möchte, ist herzlich willkommen!)

Es gibt zwölf Vorgaben/Anregungen/Stichworte, so genannte Prompts. Das Ziel des Projekts ist es, im Laufe des Jahres 2017 zu allen zwölf Prompts etwas zu posten – eine Kurzgeschichte, ein Gedicht oder eine Zeichnung.

Die Regeln:

1. Entscheidet euch, womit ihr an der Challenge teilnehmen wollt: mit Kurzgeschichten, Gedichten oder Zeichnungen? Mehrfachteilnamen sind möglich, es darf aber nicht innerhalb eines einzelnen Beitrags gemixt werden. Wenn ihr euch also zum Beispiel für Gedichte entscheidet, müsst ihr im Rahmen eures Beitrags auch bei Gedichten bleiben – ihr dürft aber parallel weitere Beiträge erstellen.

2. Wo ihr euren Beitrag einstellt, steht euch absolut frei. Ob auf eurem eigenen Blog/eurer eigenen Website, auf FanFiktion.de, in Poolys Kunst- und Schreibforum oder in anderen Foren – ihr dürft das Projekt mitnehmen, wohin ihr wollt. :) Es wäre allerdings lieb, wenn ihr ein Vorwort zu eurem Beitrag erstellen würdet, in dem ihr diesen Post verlinkt, sodass klar wird, woher das Projekt kommt. Umgekehrt fände ich es toll, wenn ihr euren Beitrag unter diesem Post hier verlinken würdet, damit ich weiß, wo das Ding so landet. Falls es überhaupt wo landet. *hust*

3. Damit das Projekt als abgeschlossen gilt, müsst ihr die zwölf Kurzgeschichten/Gedichte/Zeichnungen im Laufe des Jahres 2017 an einem Platz eurer Wahl online posten. Da es genau zwölf sind, bietet sich an, jeden Monat einen Post einzustellen, das ist aber keine Bedingung. Wenn ihr im Januar schon sämtliche Prompts schafft, habt ihr das Projekt ebenso erfolgreich abgeschlossen, wie wenn ihr als Spätzünder alle Posts erst im Dezember raushaut.

4. Die Prompts müssen ihrer Nummer entsprechend in der richtigen Reihenfolge eingestellt werden. Ob ihr vorher schon andere Prompts bearbeitet, die dann warten, bis sie an der Reihe sind, steht euch aber natürlich frei.

5. Ihr dürft die Prompts zwar nicht ändern oder anpassen, sie aber so frei oder konkret interpretieren, wie ihr möchtet. Prompt Nummer 9 ist zum Beispiel »Zinnsoldatin« – daraus darf zwar kein »Zinnsoldat« gemacht werden, es muss sich aber natürlich NICHT im wörtlichen Sinne um eine Frauenfigur aus Zinn handeln. Darf es aber. Ebenso wie Begriffe wie »Gewissen« oder »Niemals« zeichnerisch nicht konkret umgesetzt werden können, sondern durch eine beliebige Szenerie dargestellt werden dürfen.

6. Fies, ich weiß, aber um dem Ganzen mehr Anspruch zu verleihen, als einfach nur Stichwörter zu liefern: Ab Prompt Nummer 2 müssen die Posts ein beliebiges Element aus dem jeweiligen Vorgänger enthalten. Ein Beispiel: Es gibt ein Gedicht von mir, das »Bronzemädchen« heißt – auf jenes Bronzemädchen wird auch im Gedicht »Lebensgeister« in zwei Versen Bezug genommen. Prosa-Autoren und Zeichner haben es hier leichter als Lyriker, aber es ist machbar.

7. Für die Prosa-Autoren unter euch: Eure Oneshots dürfen, müssen aber nicht inhaltlich zusammenhängen. Sie sollten jeweils mindestens 500 Wörter umfassen, nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Ob ihr freie Arbeiten oder FanFiction schreibt, steht euch frei. Ebenso könnt ihr wählen, ob ihr mit neuen Charakteren arbeitet oder Personal aus bereits existierenden Geschichten verwendet. Wichtig ist aber: Habt ihr euch einmal für einen Bereich entschieden, müsst ihr im Rahmen eures Beitrags bei diesem bleiben. Konkret bedeutet das: Wenn ich teilnehmen und mich entscheiden würde, Kurzgeschichten über Charaktere aus dem Waidbronn-Kosmos einzustellen, dürfte ich NICHT plötzlich einen Oneshot mit Personal aus »Bittersüß ist süß genug« dazwischenschieben. Oder bei FanFiction: Wenn ihr beschließt, Kurzgeschichten zu »Star Wars« zu schreiben, darf NICHT auf einmal Frodo aus »Der Herr der Ringe« oder Scotty aus »Star Trek« dort rumhüpfen. Daraus ergibt sich: Eure zwölf Oneshots müssen sich um dasselbe Story-Universum drehen. Vergleichbar mit einer Serie mit verschiedenen in sich abgeschlossenen Episoden, deren Rahmenbedingungen dieselben bleiben.

Und dies sind die zwölf Prompts:

Prompt 1: Schlafsand
Prompt 2: Reh
Prompt 3: Niemals
Prompt 4: Gewissen
Prompt 5: Fremd
Prompt 6: Limonadentag
Prompt 7: Unverletzt
Prompt 8: Kruste
Prompt 9: Zinnsoldatin
Prompt 10: Gelb
Prompt 11: Nebel
Prompt 12: Himmelskörper

Falls die Idee jemanden anspringt: Ich würde mich freuen! Und allzu lang ist es bis 2017 ja nicht mehr hin – wer mag, kann schon was vorbereiten, um direkt im Januar mit einem Post starten zu können. Herzeigen dürft ihr eure Beiträge erst 2017, aber gegen eine Vorbereitung in den letzten 2016-Monaten spricht von meiner Seite aus nichts. :)

Und falls jemand das Projekt für den NaNoWriMo nutzen möchte (falls, ich weiß nicht, ob das für jemanden überhaupt interessant ist): Zwölf Texte mit jeweils 4.167 Wörtern ergeben 50.004 Wörter. ;)

Freitag, 21. Oktober 2016

Harte Schönheiten

GA

(Natürlich kichern wir NICHT gerade pubertär den Titel an!!)

Die »Beziehungstat«-Hardcover-Exemplare, die wir für uns und unsere Angehörigen bestellt haben, sind da! Wie bereits die Taschenbücher sind sie richtig, richtig schön geworden. Auch diesmal ist kein einziger Fehldruck dabei (traurig, dass sich das so erwähnenswert anfühlt, aber wir freuen uns wirklich sehr darüber), und die Qualität ist einfach nur toll:




Dienstag, 18. Oktober 2016

Bürokratisches Ersticken

AD

Seit 2008 ist Georg nun schon auf Pflege angewiesen. Erst kam er in Pflegestufe 1, dann in Pflegestufe 2 und letztlich in Pflegestufe 3.

Von Anfang an waren wir uns sicher, dass ich Georgs Pflege allein übernehme. Wir haben aufgrund der Pflegebedürftigkeit meiner Oma, die im Dezember 2008 starb, gesehen, wie es finanziell schwachen Menschen ergeht, die einen Pflegedienst oder (temporär) einen Heimplatz in Anspruch nehmen. Stichworte: satt und sauber; der Rest bleibt weiterhin an den Angehörigen hängen, die für ihre permanente Leistung dann jedoch kein Geld mehr bekommen, weil das Pflegegeld für den Pflegedienst draufgeht. Das kam für uns nicht infrage.

Seit Jahren ist die Beantragung jedes neuen Hilfsmittels für Georg ein Kampf, so manchen habt ihr hier auf dem Blog bereits miterlebt. Ich bin der festen Überzeugung, dass nicht die Pflegetätigkeit an sich häuslich Pflegende an den Rand ihrer Kräfte treibt, sondern die Bürokratie der Krankenkassen und Behörden. Müssten häuslich Pflegende nicht permanent um Rechte und Unterstützung kämpfen (und hätten sie grundsätzlich eine KRANKENVERSICHERUNG, verflucht) – vieles sähe anders aus. Dann müsste man ihnen auch nicht ständig Kuren nahelegen, die sie sich nicht in Anspruch zu nehmen trauen, weil es niemanden gibt, der sie in ihrer Pflegetätigkeit KOMPETENT vertreten könnte.

Nachdem ich Georg nun seit Jahren aus eigener Körperkraft im Rollstuhl umherschiebe, hat unsere Hausärztin uns vor Kurzem eine Brems- und Schiebehilfe für den Rolli verschrieben. Diese habe ich über unser Sanitätshaus, das mich bereits in die Handhabung eines solchen Geräts eingewiesen hat (lief alles super), bei unserer Krankenkasse beantragt.

Das Ergebnis?

Bevor die Krankenkasse eine Entscheidung trifft, muss ein Gutachten vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) erstellt werden. Dazu kommt allerdings niemand zu uns nach Hause, um sich von unserer tatsächlichen Situation ein Bild zu machen, »das läuft alles schriftlich ab«, wie mir die zuständige Mitarbeiterin am Telefon sagte.

Ich fragte, wozu dann ein Gutachten nötig sei – Georgs Krankenakte ist lang, und alle auch nur annähernd relevanten Unterlagen liegen der Krankenkasse (und auch dem MDK) längst vor.

Bei diesem Gutachten gehe es ja auch gar nicht vorrangig um Georg, wurde mir gesagt, sondern um mich. Der MDK müsse prüfen, ob ich tatsächlich eine Schiebehilfe brauche oder ob das Schieben für mich körperlich nicht auch weiterhin aus eigener Kraft machbar sei.

Wie der MDK das denn bitte auf rein schriftlichem Wege prüfen wolle, wollte ich wissen. Ich bin zwar selbst chronisch krank, habe aber im eigentlichen Sinne keine Behinderung, die mir das Schieben erschwert. Schwer wird unsere Situation dadurch, dass Georg knapp 90 Kilogramm wiegt, dass ich nur 1,62 Meter groß bin und mein Körper durch die permanente Beanspruchung nicht mehr lange in dem Maße einsatzfähig sein wird, wie es nötig ist, wenn ich keine Entlastung bekomme. Schwer wird unsere Situation dadurch, dass ein in Vollzeit pflegender Angehöriger in Deutschland finanziell derart abrutscht, dass die Haltung eines eigenen Kfz unmöglich wird, und wir sämtliche Wege zu Fuß/mit dem Rollstuhl erledigen müssen. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn die Situation Pflegebedürftiger und pflegender Angehöriger sich nicht gravierend verbessert.

Dann solle ich ihr das doch in einer Stellungnahme für den MDK zusenden, meinte die Mitarbeiterin der KK. Ich muss gestehen, dass ich ein paar Augenblicke brauchte, um zu begreifen, dass diese Aussage ernst gemeint war.

Na schön. Dann sende ich ihr genau das eben in einer Stellungnahme für den MDK zu – und bin wieder einmal froh, Mitglied im Sozialverband VdK zu sein, der mich im Falle einer Ablehnung des Antrags rechtlich vertreten wird.

Ich finde es tragisch, dass pflegende Angehörige ihre Krankenkasse in der Regel nicht als kompetenten Helfer, sondern als zusätzlichen Gegner erleben. Als einen Gegner, dem sie beweisen müssen, dass ihre Leistung es wert ist, unterstützt zu werden. Dass ihre Körper es wert sind, geschont zu werden – um langfristig leistungsfähig zu bleiben. Denn fällt die einzige häusliche Pflegeperson aus, bleibt nichts anderes, als doch auf einen Pflegedienst oder ein Heim zurückzugreifen. Und DAS kostet die Krankenkasse wesentlich mehr, obwohl der Pflegebedürftige schlechter versorgt wird. Ich habe das für mich »bürokratisches Ersticken« genannt – eine bessere Bezeichnung ist mir noch nicht dafür eingefallen.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Gerade eben

AD

Gerade eben.

Gerade eben haben Georg und ich den ersten Lektoratsdurchgang von »Löwenherzen 2580« beendet. Damit sind wir zwei Wochen früher fertig als geplant. Was wir einerseits unserer disziplinierten Herangehensweise verdanken, andererseits der Tatsache, dass wir inhaltlich NICHTS gefunden haben, was ernsthaft geändert werden musste. Einige Szenen haben wir gekürzt, vereinzelte Erklärungen erweitert – ansonsten gab es ausschließlich stilistische Änderungen. Kein Vergleich zur Lektoratsarbeit an »Codewort: Puls« im letzten Herbst. Krass!

Nun sind wir extrem gespannt, was die Testleser*innen dazu sagen und ob sich unsere Einschätzung mit ihrer Leseerfahrung decken wird. Vier liebe Testleser*innen haben wir bereits gefunden – falls noch jemand Lust hat, meldet euch jederzeit gerne! Ob ihr die bisherigen Waidbronn-Bücher kennt oder nicht, spielt (für mich/uns) keine übergeordnete Rolle, da ich einen Fragebogen vorbereitet habe, in dem ihr ankreuzen könnt, welche Geschichten ihr bislang gelesen habt. Es wäre sogar spannend, wenn sich auch jemand melden würde, der überhaupt kein Waidbronn-Buch kennt.

Sicher sind wir uns, dass absolut niemand, der alle drei Bücher gelesen hat, Verständnisschwierigkeiten haben wird – wie es aussieht, wenn weniger Vorkenntnisse da sind, werden wir uns mithilfe des Testleserfeedbacks anschauen. Falls ihr die bisherigen Einzelbände aus Waidbronn aber noch lesen wollt, rate ich dringend vom Testlesen ab, siehe auch hier. :)

Foto via Unsplash

Now I’m looking to the sky to save me
Looking for a sign of life
Looking for something to help me burn out bright
I’m looking for a complication
Looking ’cause I’m tired of lying
Make my way back home when I learn to fly high

Foo Fighters | Learn To Fly

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Rezensionen und die Sache mit dem Moos

AD

Wir haben keine Ahnung, wie das zugegangen ist, aber irgendwie hat es unser Gedichtband nun schon zum zweiten Mal seit seiner Veröffentlichung in die Top 100 im Bereich E-Books/Lyrik auf Amazon geschafft. Ob da zwei Verkäufe ausreichen, um so weit nach oben zu schießen? *hust* Vielen, vielen Dank jedenfalls an alle, die ihn sich gekauft haben! ♥

Drei Rezensionen hat der Band bislang:

Bereichernd

Emotional, wunderschön und berührend!

Teils verkopft, teils spröde

Die drei Rezensionen sind alle komplett unterschiedlich, was sie für uns besonders spannend und wertvoll macht. Rezension 2 und 3 stammen von Menschen, die wir explizit um Feedback gebeten haben, und zwar von Karo und Suedie. Wir waren uns schon im Vorfeld sicher, dass ihre Eindrücke völlig verschieden ausfallen würden, und eine Freundin fragte mich heute, wieso wir jemanden um Feedback bitten, wenn wir vorher schon wissen, dass die Rezensentin ziemlich kritisch sein wird, und ob uns das nicht eher schadet. Aber: Nein, das sehen wir nicht so. »Beziehungstat« ist ein Band, den wir vordergründig für uns selbst und für treue Wegbegleiter herausgebracht haben. Uns ist wichtig, dass sich Menschen, die zufällig über das Buch stolpern, ein halbwegs differenziertes Bild davon machen können – dazu gehören ehrliche Rezensionen, positive wie kritische.

Ein großes Dankeschön an alle Rezensent_innen! Dass ihr euch die Mühe gemacht habt, uns eine Rezension zu schreiben, ist für uns absolut nicht selbstverständlich. ♥

Zum Abschluss gibt es heute einen neuen Hmpf-Moment und Fotos von einer Herbst-Bastelei von mir. Ich habe unsere kleine blonde Plastik-Fee (wer letzten Sommer unsere mehrteilige Bildergeschichte mitverfolgt hat, kennt sie bestimmt noch :D) in ein Einmachglas gesteckt, ihr einen hübschen Bucheckernkapsel-Hut aufgesetzt und einige weitere Herbstschätze um sie herum verteilt, unter anderem eine gepresste Aster und gepresstes Laub:




Ursprünglich sollte da noch Moos mit rein, aber als ich in der Gärtnerei danach fragte, starrte die Inhaberin Georg erst dezent komisch an, um uns dann mit einem »Da müssen Sie in den Wald« abzufertigen. Ja, genau. Wir fahren nach mehreren Regentagen mit dem Rolli durch den Wald. Das hat mich so was von aufgeregt – in den ganzen Herbstgestecken ist doch auch Moos, das wird vermutlich nicht vom Himmel da draufgefallen sein. Und statt einem »Tut mir leid, dass ich Ihnen da nicht helfen kann« und einer freundlichen Verabschiedung ließ die Frau uns einfach stehen und ging zu anderen Kunden, obwohl diese sie nicht gerufen hatten und sich bislang nur umsahen.

Wie leider recht oft hatte ich hier den Eindruck, dass es in erster Linie darum ging, uns möglichst schnell wieder loszuwerden. »Schaffen Sie den Schwerstbehinderten aus meinem Laden, damit ich und meine anderen Kunden uns nicht mit ihm beschäftigen müssen.« So kam mir das vor, anders kann ich mir so eine extrem unhöfliche Abfertigung nicht erklären. Dabei ist die Frau schon älter, definitiv in einem Alter, in dem die meisten Menschen sich erste Gedanken über Gebrechlichkeit machen.

Und vielleicht lag es genau daran: Die meisten Menschen WOLLEN nicht daran erinnert werden, dass Gebrechlichkeit und/oder Behinderung sie auch jederzeit selbst treffen könnten. Dabei müssten sie so viel weniger Angst davor haben, wenn sie die Betroffenen ordentlich behandeln würden. Ihnen Respekt, Würde und ein Teilnehmen am Leben zugestehen würden. Aber nein, lieber schließen sie sie aus und leben weiter in Angst vor einem Schicksal, das ihnen durch Leute, wie sie selbst es sind, alles nehmen würde.

Hmpf. Schaut euch lieber die Rezensionen an, die sind erquicklicher als Vollhorstmenschen. :D

Oh, und: Wer hat bei der »Sache mit dem Moos« an Geld gedacht? Das wäre uns in jedem Fall wesentlich lieber gewesen. :D

Sonntag, 9. Oktober 2016

Zehn Kapitel und zwei Karten

AD

Inzwischen haben Georg und ich die ersten zehn »Löwenherzen 2580«-Kapitel lektoriert. Das bedeutet, alle Kapitel, die es hier auf dem Blog zu lesen gibt, existieren jetzt in besserer Form, auch wenn es inhaltlich bislang kaum etwas zu ändern gab – sie wurden aber stilistisch aufpoliert und stellenweise gekürzt. Daher nehme ich nun die Verlinkung in der Sidebar zum Inhaltsverzeichnis der bisher geposteten Kapitel raus und verlinke stattdessen das Label »Löwenherzen 2580«, sodass man durch einen Klick auf das Cover zu den aktuellsten Informationen zur Geschichte kommt.

Und da das allein einen recht dürftigen Eintrag abgibt, strecke ich ihn noch mit Fotos der zwei Gepresste-Blüten-Karten, die ich in den letzten Tagen gebastelt habe. Die rosafarbene hat Georg bei mir für seine Oma B. in Auftrag gegeben und ist schon auf dem Weg zu ihr, die grüne macht sich morgen auf die Reise zu ihrer neuen Besitzerin (die momentan bestimmt nicht hier reinschaut, also ist das Posten okay :D) und hat auch noch ein Blüten-Lesezeichen im Gepäck:



Samstag, 8. Oktober 2016

Erinnerungen an eine Zeit, in der das Schreiben noch in den Kinderschuhen steckte

GD

Wie im Post »Erste Schreibversuche« schon beschrieben, fanden meine ersten schriftstellerischen Versuche bereits in meiner Kindheit statt. Ich habe in diesem Eintrag auch erzählt, dass mir leider die Handlung einer eigenen »Pumuckl«-Geschichte entfallen ist, die ich damals verfasst hatte. In dieser Woche aber sind mir urplötzlich der Titel und sogar ein paar Details der Geschichte wieder eingefallen. Ich habe keine Ahnung, woher die Erinnerung auf einmal kam, finde es aber natürlich sehr cool, dass doch noch etwas dazu aufgetaucht ist.

Der Titel dieser kleinen Kinder-FanFiction lautete »Pumuckl und die Christbaumkugel« – und kaum hatte ich ihn Alex verkündet, meinte sie, es gebe bereits eine Original-Folge mit einem fast identischen Titel: »Pumuckl und die Christbaumkugeln«. Wie entmutigend!

Die Handlung meiner FanFiction war allerdings eine ganz andere als die des Originals, was meine Kinderautorenehre für mich wieder ein bisschen aufpoliert hat:

Eines Tages in der Vorweihnachtszeit begann der Meister Eder damit, den Christbaum zu schmücken. Der kleine Kobold bekam immer größere Augen, als der Schreiner die vielen verschiedenfarbigen Christbaumkugeln auspackte. Im nächsten Moment blickte der Pumuckl bereits in eine gelbe Kugel und johlte freudig und verwundert sein Spiegelbild an. Meister Eder hängte ihm daraufhin die Kugel auf, sodass Pumuckl sich komplett darin bewundern konnte. Der Kobold posierte regelrecht vor der Kugel und betrachtete sein schillernd gelb leuchtendes Ebenbild von allen Seiten, ehe er sein Spiegelbild umarmte. Da knackte es und die Kugel ging zu Bruch.

Das ist der Teil der Handlung, an den ich mich plötzlich überraschend deutlich erinnert habe. Irgendwo im Halbdunkeln meines Gehirns befindet sich der weitere Fortgang: dass der Pumuckl dann denkt, wenn er unsichtbar sei, könne er die Kugel vielleicht doch umarmen. Sicher bin ich mir diesbezüglich allerdings nicht. Schade, aber ich freue mich auch schon darüber, dass mir überhaupt noch etwas von dieser uralten Geschichte eingefallen ist. :-)

Dummerweise sind Alex und ich beim Darüber-Reden noch auf ein ganz anderes Thema gekommen: die Frage, ob es irgendwo in den schaurigsten Untiefen des Internets »Pumuckl und Meister Eder«-Slash geben könnte. So mancher FanFiction-Autor hat ja eine etwas … merkwürdige Fantasie, so gab es zu Alex’ Operatoren-Zeit auf FanFiktion.de zum Beispiel eine Schlumpf-Slash-Geschichte, die sie mir zu meinem großen Leidwesen vorgelesen hat und in der, wenn ich mich recht erinnere, Muffi und Hefti miteinander im Bett gelandet sind. Wenn man so etwas mag, ist es zu »Pumuckl und der Dildo« womöglich auch nicht mehr weit. Aber ehe ich euch jetzt mit diesem Kopfkino das Wochenende verderbe, wünsche ich euch lieber ein schönes solches!

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Wunderschön!

GA

Heute Morgen sind unsere Eigenexemplare unseres Gedichtbands angekommen. Gerade noch rechtzeitig – fünf Minuten später wären wir weg gewesen, und die nächste Stunde verbrachten wir in einem nicht unbedingt lecker riechenden Wartezimmer, aber das ist eine andere Geschichte. :D

Die Bücher sind jedenfalls wunderschön! Diesmal ist kein einziger Fehldruck dabei – wenn man beachtet, was BoD nicht hinkriegt (im dichtlerschen Fall die berühmten farblich getrennten Buchrücken :D), ist die Qualität echt toll, und auch im Innenteil ist alles in Ordnung. Das Format ist das gleiche wie bei (fast) allen von Alex’ bisherigen Büchern, daher kann man den Band sehr hübsch zu den anderen stellen. :)

Auch als E-Book ist der Gedichtband inzwischen erhältlich (ISBN 978-3-7431-5524-4), zum Beispiel hier bei Amazon, und während Amazon beim Taschenbuch noch hinterherhängt, ist dieses zum Beispiel schon hier bei Osiander gelistet. Wir raten beim Taschenbuch aber nach wie vor zum regionalen Buchhandel und zur Prüfung vor dem Kauf, sicher ist sicher. :)

Zum Schluss noch ein paar kleine An- und Einblicke:




Dienstag, 4. Oktober 2016

Für uns und für euch

GA

Im Herbst 2006 lernten wir uns kennen, wurden enge Freunde und später ein Paar.

Im Herbst 2012 riefen wir zusammen diesen Blog ins Leben, und noch immer kommt es uns surreal vor, dass »Beziehungstat« inzwischen weit über 100.000 Aufrufe verzeichnen kann. So nach dem Motto: »Ist das echt unserer?«

Im Herbst 2016 gibt es daher gleich zwei Jubiläen für uns: Unser gemeinsamer Lebensweg dauert nun seit zehn Jahren an und unser Blog feiert seinen vierten Geburtstag.

Dies nehmen wir zum Anlass, unsere gesammelten Gedichte aus den letzten zehn Jahren, die teils auch auf »Beziehungstat« erschienen sind, in einen gleichnamigen Gedichtband zu verwandeln – für uns und für alle, die uns seit Jahren treu begleiten. Einige unserer Stammleser haben wir verloren in den letzten Monaten, und wir wissen leider nicht, was der Grund dafür ist. Andere sind uns aber geblieben – wenn man unsere FanFiktion.de-Zeit mitzählt, zum Teil seit unfassbaren sechs Jahren (oder noch länger im Fall von RL-Menschen, die auch unser Schreiben verfolgen).

Für uns und für euch ist dieser Gedichtband, der sowohl über den regionalen Buchhandel als auch bald über alle gängigen Online-Shops bezogen werden kann:


Bildbeschreibung:

Auf einem hellblau gemusterten Cover stehen rechts oben unsere Namen, in einem weißen, beerenfarben (Georg weiß halt, wie’s geht :D) umrandeten Stern der Titel »Beziehungstat« und der Untertitel »Gedichte aus zehn gemeinsamen Jahren«. Links davon befindet sich (ebenfalls in Weiß und beerenfarben umrandet) eine Feder, aus der nach rechts oben hin größer werdend weiße Vögelchen auffliegen. Diese sind in den Farben Beere, Orange und Kornblumenblau umrandet.

Enthalten sind in dem Band …

• alle Gedichte, die es bis vor Kurzem auf unseren drei Lyrik-Blogs zu lesen gab.

• zwei ganz neue Gedichte von Georg, die es nirgendwo sonst zu lesen geben wird.

• das aus »Die beschissene Leichtigkeit des Scheins« bekannte Gedicht »Nachtgeleit«, allerdings in der Originalfassung, die Alex im Herbst 2009 für Georg geschrieben hat.

Die Grundoptik des Covers haben wir uns selbst ausgedacht und dilettantisch in Paint zusammengeschustert, ehe wir das Ganze an Ka&Jott aus Prenzlau weitergaben, welche die Projektbetreuung vom Cover über das Lektorat bis hin zum Buchsatz übernommen haben. Ein weiteres Mal vielen Dank und ein großes Lob! Zudem eine Empfehlung an alle Selfpublisher – nicht nur als Verlag, sondern auch als Dienstleister sind Julia Kischkel und Franziska Junghans, welche das Cover gestaltet hat, absolut professionell.

Für Leute wie uns ist so ein selbstverlegtes Gesamtprojekt natürlich teuer – und um ein Haar hätten wir es uns gar nicht leisten können, weil die Summe, die wir schon im Sommer für diesen Zweck eingeplant hatten, nicht ausgereicht hat. Dann aber ist uns etwas sehr Cooles passiert: Alex’ gesammelte Abrechnungen im Sommer haben uns fast auf den Cent genau die Summe geliefert, die uns noch fehlte.

Nun ist der Gedichtband als Taschenbuch (6,99 Euro) und demnächst auch als E-Book (2,99 Euro) erhältlich – und in Kürze sogar als Hardcover mit Fadenbindung, welches mit einem Preis von 18,99 Euro (der niedrigste mögliche Preis bei BoD) jedoch nur was für absolute Liebhaber ist. Dass daran außer uns und unseren engsten Angehörigen jemand Interesse hat, können wir uns eher nicht vorstellen, doch da dieses Buch für uns wirklich etwas Besonderes ist, wollten wir die Hardcover-Option gern ebenfalls ausschöpfen. An letzterer verdienen wir allerdings mit Abstand am wenigsten, weil wir wie gesagt den niedrigsten möglichen Preis gewählt haben. :'D

Falls ihr uns unterstützen möchtet: Viel Liebe im Voraus an alle, die das Buch kaufen! ♥ Für euch selbst oder auch für lyrikbegeisterte Angehörige und Freunde – der Band ist herbstlich und winterlich geprägt und würde sich daher auch toll als Weihnachtsgeschenk eignen. Die bekannten deutschen Dichter hat jeder, der sich ernsthaft für Lyrik interessiert, in der Regel ohnehin schon im Regal. :D

Wir warten jetzt erst mal gespannt auf unsere Taschenbuch-Exemplare. Wie immer bei BoD raten wir allen, die sich das Buch bestellen, dies über den regionalen Buchhandel zu tun und es von vorne bis hinten zu prüfen, ehe sie es bezahlen. Derzeit wird das Buch in den gängigen Online-Shops noch nicht angezeigt, über den Buchhandel ist es aber bereits bestellbar (ISBN 978-3-7412-7598-2), ebenso über den BoD-Buchshop, wo ihr an dieser Stelle alle weiteren Informationen zum Buch einsehen könnt.

Eine Verzerrung des Buchrückens ist diesmal hoffentlich ausgeschlossen: Der Umschlag verläuft nahtlos vom Cover bis hin zur Rückseite. Das hat hier (nach viel anfänglichem Verzerrungsfrust mit farblich getrennten Buchrücken) großartig geklappt, und mit dem Inneren der Bücher waren wir bis auf das eine völlig zerschossene »Sein Artist«-Exemplar ja immer sehr glücklich – wir sind also optimistisch. :)

Viel Spaß an alle, die sich den Band kaufen, und danke für eure Treue! ♥

Samstag, 1. Oktober 2016

Oktober

GD

Das Oktober-Gedicht meines Vaters ist von mehreren liebsten mein allerliebstes aus seinem Zyklus »Kalendergedichte« – darum möchte ich gar nicht viele Worte davor verlieren. Viel Spaß! :-)


Inhalt







Oktober - Gilbhart

Goldener Oktober

Auf Wanderung durch Park und Wald
wird deutlich, daß der Herbst jetzt malt.
Die Blätter leuchten schillerfarben
und beginnen dann zu darben.
Auf Traubenlese wird gelacht,
weil man aus Trauben Wein doch macht!
Bei jedem Wetter oder Wind
sieht man Drachen, Mann und Kind
auf Wegen oder Wiesen
diesen Herbst genießen.

Nikolaus S.
 

Ein Tagpfauenauge auf einem blühenden Strauchefeu.
 
Images by Freepik