Montag, 29. Mai 2017

Sommerpause mit Verlängerung

GA

Im letzten Eintrag hat der Gedanke bereits Platz gefunden, und nun haben wir uns dafür entschieden: Unser Blog verabschiedet sich in eine Sommerpause, die eigentlich »Sommer- und Herbstpause« heißen müsste. Am 2. November wird unser Internet auf einen Glasfaseranschluss umgestellt, und bis danach wieder alles funktioniert, lassen wir Beziehungstat erst einmal ruhen.

In den kommenden Monaten überlegen wir uns gründlich, auf welche Weise wir hier weitermachen möchten – und ob wir das überhaupt wirklich wollen, so wie die Dinge stehen. In jedem Fall würden sich der Blog und unser Umgang damit verändern müssen, und wir müssen uns nun darüber klarwerden, ob wir das wollen und können oder ob ein Ende dieses gemeinsamen Projekts sich richtiger für uns anfühlt.

In jedem Fall bedeutet uns Beziehungstat zu viel, um diese Entscheidung leichtfertig zu treffen, darum die wirklich lange Pause. Sollte in der Zwischenzeit etwas geschehen, das so gravierend ist, dass wir es zwingend teilen wollen, können wir ja zur Not auch mal Pause von der Pause machen, aber im Augenblick sieht es nicht danach aus. Uns passiert seit Monaten etwa zu 90% Scheiße, und das wenige Schöne, das es momentan noch gibt, wollen wir gar nicht schriftlich festhalten, sondern es einfach annehmen und genießen, wie es kommt. Darum ist anzunehmen, dass der Blog in den nächsten Wochen und Monaten auch ohne offizielle Pause brachgelegen wäre, sodass uns diese Variante besser gefällt – einfach, weil sie ehrlicher ist.

Falls jemand Fragen dazu haben sollte, darf er_sie uns diese natürlich gern stellen. Viele potenzielle Fragen, welche die Einträge des letzten halben Jahres aufgeworfen haben, können wir allerdings nach wie vor nicht beantworten, weil wir bislang selbst keine endgültigen Antworten darauf bekommen haben. Die bürokratischen Probleme mit all ihrem menschenverachtenden Chaos bleiben bestehen und werden (wenn auch hoffentlich nicht in dieser Intensität) vermutlich ein Teil unseres gemeinsamen Lebens bleiben, solange es andauert.

Darum: Bis irgendwann Ende des Jahres. :) Da werden wir auf jeden Fall hier Bescheid geben, wie wir uns entschieden haben, auch wenn es das Aufhören ist. In diesem Fall möchten wir uns natürlich verabschieden und nicht einfach so verschwinden. :)

Donnerstag, 25. Mai 2017

Endergebnisse

AD

Ahhhh, ich wollte die folgenden Fotos eigentlich schon längst gebloggt haben, aber ich weiß nicht, irgendwie finde ich momentan weder richtig Zeit noch Motivation für den Blog. Georg und ich haben schon darüber nachgedacht, ob wir nicht besser eine offizielle Sommerpause einläuten, in der wir uns überlegen, wie (und ob) wir hier weitermachen wollen. Denn auch wenn es problemlos machbar wäre, dass er mir seine Rahmen-Posts für zukünftige Geschichten und Gedichte diktiert oder dass wir vorrangig GA-Einträge posten, ist es doch ein seltsames Gefühl, dass Georg als aktiver Blog-Autor nicht mehr dabei sein kann. Da werden wir uns überlegen (müssen), was wir tatsächlich möchten – ob wir uns als Blogger verändern oder dieses Gemeinschaftsprojekt lieber als das beenden wollen, was es ist/war. So weit, eine Entscheidung zu treffen, sind wir allerdings noch lange nicht und möchten das auch nicht leichtfertig tun.

Hier gibt es jetzt erst mal die Endergebnisse meines Gebastels im Mai. Entstanden sind Schmuck, laminierte Blüten, Grußkarten und eine Buchstütze. Den Werdegang und/oder zusätzliche Bilder der Stücke findet ihr bei Interesse hier, das klappt überraschend gut und ist sehr übersichtlich. Die meisten dieser Dinge waren als Geschenke gedacht und haben mich nun bereits verlassen (…), nur die Buchstütze ist noch da und bewacht meine verbliebenen gedruckten Bücher. Viele sind es nicht mehr, da ich aus Platz- und Staubgründen fast nur noch E-Books lese, aber immerhin. :D






Samstag, 6. Mai 2017

Die Fünfkannenoper

GD

Liebe Leser_innen,

dies hier ist für lange Zeit (womöglich auch für immer) der letzte vollständig von mir selbst getippte Post. Für mich ist das Tippen am Computer mittlerweile so anstrengend geworden, dass ich mich aus dem Blog-Bereich ein wenig zurückziehen werde. Teils ist es für mich sogar schon schwierig, ein Passwort korrekt einzugeben, weil ich mich so häufig vertippe.

Ob wir uns künftig mehr auf GA-Einträge konzentrieren werden oder ob ich Alex eigene Posts diktieren werde, wissen wir momentan noch nicht sicher. Die Energie, die ich noch fürs Tippen aufbringen kann, möchte ich in jedem Fall lieber in kreativere Dinge stecken als Alltagsbetrachtungen.

Hier kommt zum »Abschied« eine kleine Erzählung, die ich Alex schon vor langer Zeit versprochen habe. Sie war auch bereits seit Dezember 2016 fertig, jedoch noch nicht korrigiert. Die Protagonistin dieser Geschichte ist unsere Teekanne Kuni, welche aus irgendeinem Grund immer dann zu pfeifen beginnt, wenn ein Lied von Bon Jovi im Radio läuft. (Ich habe mehrfach versucht, dieses Pfeifen aufzunehmen, aber man hört es leider nicht richtig, zumindest ist es nicht als das originale Pfeifen erkennbar. :D)

Kurze Geschichten wie diese werden vermutlich auch weiterhin ab und zu entstehen und dann hier auf Beziehungstat landen, wenn ich auch das erklärende Drumherum dann nicht mehr eigenhändig tippen werde. :-)

♪ ♫ Die Fünfkannenoper ♫ ♪


Die nun folgende Erzählung nahm mit Kuni der Ersten ihren Anfang, die bereits 2007 als unsere Tee- und Kaffeekanne fungierte und unverkennbar musikalisches Talent mitbrachte. Vorzugsweise begann sie mit ihrem zweifelsfrei melodischen Konzert, wenn ein Song von Bon Jovi im Radio lief, was mich zu der Theorie verleitete, dass sie Bon-Jovi-Fan sein müsse.

Als der Deckel dieser Kanne nach einigen Jahren seine Gummidichtung verlor, war es sowohl mit ihrer tonalen Sangesleistung als auch mit ihrer angedachten Funktion vorbei. Wir trennten uns schweren Herzens von der ausgedienten Kuni, allerdings nur, weil wir zuvor eine baugleiche Kanne gekauft und beschlossen hatten, dass das Wesen Kunis in der neuen Kanne weiterlebt.

Kuni die Zweite wiederum lebt bis heute und wird uns hoffentlich noch etliche Jahre treue Dienste leisten. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass die inkarnierte Kuni ausschließlich als Teekanne agiert. Optisch ist sie nicht von Kuni der Ersten zu unterscheiden; es handelt sich um eine bauchige Kanne aus Edelstahl mit einem schwarzen Deckel, die eineinhalb Liter fasst.

Der schweigsame lilafarbene Toni ist unsere Kanne für Kräutertees, und er kann die Musikalität seiner Schwester so gar nicht nachfühlen. Er hat aus dem Grund ausschließlich mit Kräutertees zu tun, weil selbige der Kanne immer so einen intensiven Geruch verleihen, der auch durch gründliche Reinigung niemals zur Gänze verschwindet.

Die tiefblaue Ruth ist unsere kleine Kaffeekanne, fasst wie Toni einen Liter und ist die Mutter der beiden Geschwister. Sie war lange Zeit abgetaucht, lebte im Untergrund und überließ ihre Kinder ihrem Schicksal; per Zufall fand die ganze Familie hier bei uns wieder zusammen. Allerdings geht von Ruth eine Art distanziertes Schamgefühl aus, weswegen auch sie vornehmlich schweigt.

Der große Eugen ist eine wuchtige Pumpkanne aus Edelstahl, in die 1,7 Liter passen. Darum birgt er mittlerweile unseren täglichen Kaffee; Ruth ist uns einfach ein wenig zu klein und wird deshalb eher als zusätzliche Kanne verwendet, wenn Besuch kommt. Eugen ist der Vater von Ruth und somit Kunis und Tonis Opa. Seiner Meinung nach hat Kuni Talent, und er bestärkt seine Enkeltochter seit Jahren darin, ihre Träume und Ziele weiterzuverfolgen.

Über zahlreiche Berichte und Erzählungen in der Welt der Alltagsgegenstände kam Kunis musikalische Leistung einem der bekanntesten Can-Talentscouts zu Ohren. In diesem, dem Smartphone Horst-Ewald, keimte sogleich die Hoffnung auf, er könne, sollten sich diese Informationen bewahrheiten, mit dieser ominösen Kanne an seine alten Erfolge anknüpfen. Schließlich hätte es ohne sein Zutun nie eine aufstrebende Can- und Whistlemusic-Szene gegeben, und so großartige Künstler wie Billy the Can wären der breiten Öffentlichkeit verborgen geblieben.

Kuni spielte also vor, und ihr Auditor war wahrhaftig kein Geringerer als der berühmte Horst-Ewald persönlich, der wichtigste Wegbereiter der Kannenmusik. Obwohl sie angesichts dieser Tatsache vor Aufregung fast zu zerplatzen drohte, schaffte sie es, sich so lange zu konzentrieren und so eindringlich und facettenreich zu musizieren, dass sich Horst-Ewald bereits nach wenigen Minuten bei Kuni nach ihrem größten Traum erkundigte. Als Kuni ihm daraufhin ihren Traum anvertraute, antwortete er, er habe kürzlich ein komplett eigenes Label für Can-Music gegründet und wäre sehr stolz, sie seine erste Kannistin nennen zu dürfen.

Glücklicherweise haben sich Horst-Ewald und Kuni bereit erklärt, diesen hochtrabenden Aktivitäten ausschließlich nachts nachzugehen. Ansonsten hätten wir hier wohl bald ein organisatorisches Problem.

♪ ♫ Ende ♫ ♪

Mittwoch, 3. Mai 2017

Uniklinik und Botanischer Garten

GA

Heute fand nach der halbjährlichen Kontroll-MRT im April auch Georgs jährlicher Kontrolltermin im Huntington-Zentrum der Uniklinik Ulm statt. Es gibt ein paar geringgradige Verschlechterungen bezüglich Motorik und spontaner Eloquenz in direkten verbalen Gesprächen, jedoch keinen akuten Handlungsbedarf. Die MRT-Bilder weisen im Vergleich zum Vorbefund keine Veränderungen auf.

Bevor uns der Fahrdienst wieder abgeholt hat, waren wir trotz des anfangs extrem düsteren Wetters endlich mal wieder im Botanischen Garten, wo wir außer nach Neurologie-Terminen gar nicht mehr hinkommen, weil das ohne Rolli nicht mehr funktioniert. Jetzt, wo wir die Brems- und Schiebehilfe haben, war es dort aber genauso cool wie früher, als wir regelmäßig im Botanischen Garten für die Berufsschule gelernt haben. Das Gelände ist leider SEHR hügelig, lohnt sich aber wirklich – wenn man es denn irgendwie schafft, vorwärtszukommen. Ohne Schiebehilfe war das schwer.

Oh, und! Das hatten wir total vergessen, zu erzählen: Schuld an der Beschädigung des Rollis im Februar war eine ortsansässige Handwerksfirma. Die Sache hat sich dadurch geklärt, dass unser Sanitätshaus so kulant war und den Schaden gratis repariert hat, nachdem der zuständige Mitarbeiter wusste, wer dafür verantwortlich war – mit der Begründung, dass sich das sonst wahrscheinlich über Monate hinzieht. Unheimlich lieb vom Sanitätshaus, aber es hat uns dennoch geärgert, dass die Schuldigen rein gar keinen Beitrag leisten mussten.

Zum Abschluss gibt es noch ein paar Fotos, die Alex im Botanischen Garten mit dem Horst gemacht hat, ausnahmsweise allerdings nicht vordergründig von Pflanzen, sondern von den Bänken, auf denen wir früher so viel Zeit verbracht haben:




Montag, 1. Mai 2017

Das Vergissmeinnichtbeet

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»Das Vergissmeinnichtbeet« ist ein seltsames kleines Bastelprojekt, das mein Gehirn mir vor Kurzem aufgedrückt hat. Die spektakulären Auslöser: In unserem Garten blühen Vergissmeinnicht und der Drogeriemarkt Müller verkauft wunderschöne Schmuckrohlinge für unter drei Euro pro Stück. (Verdammt.)

Das Projekt umfasst zwei Ringe, ein Medaillon, eine Grußkarte und ein paar einzelne gepresste Vergissmeinnichtpflanzen, die ich laminieren werde. Das Ganze kommt dann, geschützt von farblich passenden Servietten, in eine farblich passende Box. Ähm, vielen Dank auch, Gehirn. (Verdammt.)

Seinen Namen verdankt das Projekt dem realen Vergissmeinnichtbeet, das ich als Kind in unserem damaligen Garten angelegt habe und das wenige Wochen später von dämlichen anderen Kindern komplett kaputtgemacht wurde. (Verdammt, ich werde heute in einem Monat 34, und ich hasse diese Rotzblagen noch immer.)

Ich weiß jetzt noch nicht soooo genau, wie viele Arbeitsschritte das werden. Auf jeden Fall würde ich sie gern festhalten, weswegen ich mir gestern diesen Account angelegt habe, weil alle hier evtl. etwas zu viel wären. Die ersten Bilder stelle ich hier nun aber mal ein, und wenn es nicht allzu viele werden, kommen die restlichen auch noch. (Denn sind wir mal ehrlich, wie hoch stehen die Chancen, dass ich einen Bilder-Blog auf Tumblr dauerhaft durchhalte? *hust* Ich hätte ja gern die Fotos dort stehen, weil das schön aussieht und superübersichtlich wäre, aber der WEG dorthin. *hust*)

So, hier auf jeden Fall die ersten Fotos der Rohlinge, der gepressten Blüten, der Box und des verwendeten Papiers. Das sind immer noch Reste des uralten »Sein Artist«-Fehldrucks; das Teil hat sich doch wirklich gelohnt. :D

(Bitte seht mir nach, dass es nicht zu jedem Einzelbild eine detaillierte Bildbeschreibung gibt. Natürlich ist Barrierefreiheit wichtig, aber mehr, als grob zu erzählen, was insgesamt so drauf ist auf den Bildern, schaffe ich nicht; das würde mir den Spaß an der Sache nehmen.)









(Das Gewitterblümchen [Ehrenpreis], das mit dem Wort »Sturm« in einen Ring kommt, soll die letztliche Zerstörung des Beets symbolisieren. Whee, wie kreativ. XD)
 
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