Sonntag, 5. November 2017

Dokumentationshilfe und Neuigkeiten

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Hallo!

Wie im Mai versprochen, gibt es hier nach unserer leicht chaotischen Internetumstellung die Info, wie es nun weitergeht mit Beziehungstat. :)

Um es kurz zu machen: Weder Georg noch ich bringen es übers Herz, den Blog vollständig einzustampfen. Wir haben nach wie vor nicht übermäßig viele Themen, über die wir noch leichten Herzens öffentlich schreiben können, und nach wie vor steht auch Georgs Entscheidung, sich schreiberisch mehr auf kreativere Tätigkeiten zu konzentrieren als Blog-Posts, aber wir hängen zu sehr an der Seite, um einen endgültigen Schlusspunkt zu setzen.

Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir aktuell wieder viel bürokratisches Chaos mit unserer Krankenkasse haben (als ob das mit den Behörden nicht ausreichen würde) und Beziehungstat uns in den letzten Wochen sehr dabei geholfen hat, ähnliche Fälle aus der Vergangenheit lückenlos zu rekonstruieren. Hätten wir die entsprechenden Unterlagen bloß in einem Ordner abgelegt, wären wir garantiert nicht so schnell damit gewesen.

Mitte Oktober habe ich nach knapp vier Jahren einen neuen Kopfschutzhelm plus vier neue Schutzpolster für Georg beantragt. 2013/2014 hatten wir mit der gleichen Verordnung massiven Ärger mit der KK, die letzten Endes aber doch einlenken und die Kosten übernehmen musste. Darum konnte ich der KK folgendes Schreiben zusätzlich zu den Verordnungen zukommen lassen (bis auf unsere eigenen Namen, die inzwischen eh jeder Blog-Leser kennt, anonymisiert):

Sehr geehrter Herr X,

anbei erhalten Sie vom Sanitätshaus XY Verordnungen für einen neuen Kopfschutzhelm und vier neue Schutzpolster für den Helm für meinen Mann Georg Dichtler.

Zur Begründung: Nach knapp vier Jahren des Dauertragens haben der Kopfschutzhelm wie auch die bisherigen Schutzpolster einen starken unangenehmen Geruch entwickelt, der auch durch gründliche regelmäßige Reinigung nicht zu verhindern war.
Vergleichbar ist dies am ehesten mit dem Dauertragen von Kleidung und Schuhen: Wenn man vier Jahre lang täglich im Wechsel nur vier Shirts sowie täglich dieselben Lederschuhe trägt, und das von morgens bis abends, ist das Material letztlich so abgetragen und geruchsintensiv, dass ein weiteres Tragen nicht zumutbar ist.
Mein Mann ist nach wie vor darauf angewiesen, die Hilfsmittel täglich von morgens bis abends zu tragen. Darum halten wir und unsere Hausärztin Frau Dr. Z eine Neuverordnung für angemessen.

Als Betreuerin meines Mannes im Bereich Gesundheitsfürsorge bitte ich Sie, die verordneten Hilfsmittel rasch und unkompliziert zu genehmigen, auch im Namen von Herrn RA Y, dem Betreuer meines Mannes in Rechtsangelegenheiten.

Als Anlage erhalten Sie von mir eine Kopie Ihres Schreibens vom 09.01.2014. Die Verordnung von Schutzpolstern für den Helm durch Frau Dr. Z aus dem Herbst 2013 wurde damals zunächst von der KK abgelehnt, nach erneuter Fallbesprechung mit dem MDK jedoch später genehmigt, da sich bei meinem Mann ohne das Tragen von Schutzpolstern starke Druck- und Scheuerstellen an der Stirn bildeten, was auch durch Fotos belegt wurde.
Auf Wunsch maile ich Ihnen das Bildmaterial von damals gern noch einmal zu – verbunden mit der Bitte, es nicht erneut so weit kommen zu lassen, dass diese wunden Stellen sich bilden. Aktuelles Bildmaterial zu fordern, würde bedeuten, willentlich in Kauf zu nehmen, dass die Haut meines Mannes durch das Tragen des Hilfsmittels ohne Schutzpolster verletzt wird.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter XXXXX YYYY gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Alexandra Dichtler

Anlage
Kopie Ihres Schreibens vom 09.01.2014

Die verwirrende Überraschung: Elf Tage, nachdem ich dieses Schreiben verfasst hatte, wurde der Kopfschutzhelm bereits von der KK genehmigt. Allerdings teilte das Sanitätshaus mir mit, dass bezüglich der Schutzpolster noch keine Rückmeldung dabei gewesen sei.

Am Freitag habe ich bei der KK angerufen, um abzuklären, wie es damit aussieht, denn am sinnvollsten ist es, Helm und Polster zugleich zu erhalten.

Die nächste verwirrende Überraschung: Die Kostenübernahme, welche die KK mir bestätigt hatte, war nur fälschlicherweise für den Helm ausgestellt worden. Gemeint waren in Wahrheit die Schutzpolster. Laut der KK ist für einen neuen Helm kein Kostenvoranschlag des Sanitätshauses eingegangen und es wurde davon ausgegangen, die Polster bezögen sich auf den vorhandenen Helm.

Die dritte, nicht sooo verwirrende Überraschung, da das leider schon mehrmals so abgelaufen ist: Die Mitarbeiterin der KK, die das Ganze diesmal bearbeitet und mir die falsche Genehmigung zugesendet hat, ist nun erst mal eine ganze Weile im Urlaub, und zuerst wollte deren Vertretung mich auf übernächste Woche vertrösten. Sie hat sich dann aber doch darum gekümmert, sich mein Schreiben noch mal per Mail zusenden lassen und das Sanitätshaus kontaktiert. Dieses hatte aber sehr wohl beide Kostenvoranschläge versendet, allerdings einen davon per Fax, weil die elektronische Variante nicht funktionierte. Ihren Faxeingang hatte die eigentlich zuständige Mitarbeiterin vor ihrem Urlaub offenbar nicht gecheckt.

Jetzt in jedem Fall wurde alles erneut an die KK geschickt und die Bearbeitungsmaschinerie läuft ein weiteres Mal an, diesmal hoffentlich erfolgreicher.

Wir sind gespannt.

Hm, was gibt es sonst noch Neues, was man in einen ersten Post nach fast einem halben Jahr packen kann?

Wir haben immer noch jede Menge bürokratischen Stress und keinerlei Hoffnung mehr, dass sich das jemals ändern wird, solange wir leben. Eine Veränderung könnte allein durch eine ECHTE Reform der Pflegesituation in Deutschland bewirkt werden, und an eine solche glauben wir nicht mehr, zumindest nicht zu unseren Lebzeiten. Wenn der Großteil der Bevölkerung durch eine Überalterung der Gesellschaft eines Tages wirklich auf Pflege angewiesen ist, ändert sich hoffentlich das allgemeine Wahlverhalten. Vielleicht wird es dann in Deutschland häuslich Pflegende geben, die ein Einkommen und eine Krankenversicherung haben wie jeder andere in Vollzeit arbeitende Mensch auch, statt in den Sozialleistungsbezug gezwungen zu werden. Und vielleicht werden Pflegebedürftige selbst dann in Deutschland nicht mehr behandelt wie wertloser Müll. Aber wie gesagt – wir haben keinerlei Hoffnung mehr, das mitzuerleben.

Ich besitze inzwischen endlich wieder eine »normale« gesetzliche Krankenversicherung, mangels Alternativen erneut im Rahmen des Sozialleistungsbezugs, als wäre ich arbeitslos – aber damit wir uns nicht zu früh freuen, hat die KK nun Georg aus der Familienversicherung gekickt, weil er durch seine leicht erhöhte Halbwaisenrente ein paar Euro zu viel hat, um ein Recht auf Familienversicherung zu haben. Also musste nun ER sich freiwillig versichern wie zuvor ich; wir sind demnach nicht mehr gemeinsam krankenversichert. Die Kosten hierfür muss zwar das Landratsamt tragen, aber das Ganze ist trotzdem großer Unsinn in unseren Augen, obwohl es rechtens ist. Einziger Vorteil: Wenn mich morgen ein Laster plattfährt, bleibt Georgs Versicherung unangetastet und er muss diesbezüglich nichts ummelden.

Hm, was noch alles?

Georgs letzte Kontroll-MRT zeigte keine Veränderungen, was uns gleichermaßen beruhigt und verwirrt. Es ist beruhigend, weil jede Veränderung eine OP notwendig machen könnte, was wir natürlich auf keinen Fall möchten. Wer will das schon? Verwirrend ist es aber dennoch, weil Georgs Motorik sich trotzdem immer weiter verschlechtert. Als einzige eventuelle Begründung haben seine Behandler diejenige geäußert, dass das Gehirn ein so komplexes Organ ist, dass kleinste Veränderungen womöglich nicht in der Bildgebung erkennbar sind. In jedem Fall müssen die Kontrollen weiterhin zuverlässig stattfinden.

Meine eigenen Behandler haben es geschafft, mich trotz Hashimoto-Thyreoiditis medikamentös in die Schilddrüsenüberfunktion zu bomben. Überfunktion mit Hashimoto, das ist echt – schräg. Meist kommt man mit dieser Erkrankung nicht mehr aus der Unterfunktion raus. Zeitweise hatte ich einen Puls von bis zu 170. Anfang Dezember ist die nächste Kontrolle, die Medikation wurde nun natürlich angepasst. Na, immerhin ist meine Lungenfunktion momentan super, so zum Ausgleich.

Dieses Jahr glich es gefühlt einem Psychothriller, an meine Abrechnungen und Honorare für SGBAS und die Einhorn-Büchlein zu kommen. Nach wie vor kann ich kaum fassen, wie das abgelaufen ist. Zwar verdiene ich nur wenig mit diesen Sachen (etwa 20 bis 50 Euro pro Halbjahr), aber natürlich muss ich mich trotzdem darum kümmern, dass alles ordentlich eingeht und abgerechnet wird. Mir ist niemals zuvor so viel Gleichgültigkeit und Unzuverlässigkeit begegnet, und gemessen an unseren Erfahrungen mit Ämtern und der KK ist das richtig, richtig heftig.

Ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich es bereue, 2015 auf das Veröffentlichungsangebot eingegangen zu sein. Ursprünglich habe ich mal gesagt, dass ich es zwar bereue, jedoch vermutlich wieder so entscheiden würde, weil ich sonst niemals erfahren hätte, ob ich nicht vielleicht doch Erfolg mit dem Schreiben haben kann – aber heute sehe ich das nicht mehr so. Lieber Zweifel bis in alle Ewigkeit als DAS. Finanziell hat es sich nicht annähernd gelohnt, und der Stress, der da jetzt dranhängt – das wünsche ich keinem. Echt nicht. Obwohl ich vielen Menschen Übles wünsche, das ist meine persönliche Grenze. Besonders eben im Zusammenspiel mit permanenter Behördenwillkür.

Trotzdem: Sowohl von Georg als auch von mir gibt es eine neue Geschichte. Georg schreibt noch an seiner – das Tippen fällt ihm inzwischen sehr schwer, aber er ist beharrlich und hat im vergangenen halben Jahr knapp 10.000 Wörter geschrieben. Meine ist in Rohversion abgeschlossen. Das Ganze sollte maximal eine Novelle werden, wollte dann aber lieber ein Roman sein, der ein bisschen länger ist als Puls. Auch ansonsten hab ich irgendwie ziemlich viel geschrieben in den letzten Monaten, einfach so nebenbei als schönen mentalen Ausgleich. (Allerdings nicht an dem, worauf immer noch ein paar tapfere Menschen warten aka Löwenherzen und Mail-Antworten. *hust*)

Unser Beziehungstat-Gedichtband ist inzwischen nur noch privat erhältlich (also nicht mehr käuflich), dafür haben wir aber Elemente des Covers für einen neuen Header wiederverwenden können, der von Ka&Jott aus den bisherigen Grafiken erstellt wurde. Die Website, von der unser bisheriges Blog-Design stammte, scheint nicht mehr zu existieren und der Credits-Link führte zuletzt immer auf eine seltsame militärische Seite, was wir so natürlich nicht behalten konnten/wollten.

Falls jemand sich anschauen mag, was wir in der letzten Zeit so gesehen haben – hier und hier habe ich unseren gesamten Sommer und bisherigen Herbst dokumentiert, zumindest auf optischer Ebene. Für die allermeisten Menschen dürften diese Accounts allerdings öde sein, das ist eher so ein »Für uns selber sammeln«-Ding. Der Twitter-Account war bislang ein geschlossener Account, aber vor ein paar Tagen hat Karo uns einen so tollen, lieben Brief geschrieben, in dem unter anderem stand, dass sie uns auf Twitter vermisst – da dachte ich, mach ich ihn eben doch auf. ♡ (Ich hoffe, meine Brief-Antwort kam heil an; ich frage mich die ganze Zeit, ob das Porto ausgereicht hat. D:) Eine große Bitte hab ich hierzu aber: Bitte folgt mir auf diesen Accounts nur dann, wenn euch die Sachen dort wirklich interessieren, nicht aus Gefälligkeit oder weil »man sich halt kennt«. So etwas möchte ich definitiv nicht mehr haben.

Und noch eine für mich ziemlich tolle Info: Ich habe den Ka&Jott-Verlag darum gebeten, die Rechte an »Sein Artist« zurückzubekommen (ich verdiene seit über einem Jahr keinen Cent mehr damit), und das war völlig problemlos möglich. Zum Ende des Jahres beenden wir den Vertrag, und ab Januar gehört die Novelle wieder ganz mir. Das freut mich echt sehr, und vielleicht webe ich sie noch als zusätzliche Zeitebene in die Löwenherzen ein.

Mir fehlt nun noch ein einziger Testleserbogen (eigentlich mehrere, aber nur noch einer, auf den ich warte, weil ich definitiv weiß, dass ich ihn noch bekomme), und eines fernen Tages werde ich das Teil hoffentlich endgültig fertigstellen. Die Testleser (die alle eine Mail von mir haben müssten) bekommen dann wie versprochen sofort Bescheid, doch ich habe leider keine Ahnung, wann genau das sein wird. Meine Motivation für diese Geschichte ist tot; momentan gehört mein Autorenherz vorrangig anderen Dingen, mit denen ich keinerlei Negativerfahrungen verbinde.

Zum Schluss noch was ganz anderes, das *dramatische Musik einfügen* mich einfach nicht loslassen will: Wir haben jetzt durch die Komplettumstellung HD-TV von der T-Com. Das funktionierte zuerst, dann ging gar nichts mehr, nun funktioniert es wieder, und was sah Georg sich an, um das Ganze für eine Weile zu testen? Eine Folge einer seltsamen Zeichentrickserie namens »Die Brotpiloten«, in der ein Typ in Entengestalt sich mit seinem Hintern zerstreitet, worauf der Hintern ihn verlässt, sich mit Furzantrieb durch die Luft bewegt und ein neues Leben als Kellner beginnt.

Der Protagonist hat also nun kein Gesäß mehr, sitzt auf einem irgendwie zerfleddert aussehenden Dingens und trifft seinen Hintern in einem Lokal wieder, wo dieser seine Bestellung aufnimmt. Er möchte nun Kenneth genannt werden. Also, der Hintern. Nein, ich denke mir das nicht aus. Der Hintern macht seinem Exbesitzer jede Menge Vorwürfe, dass er ihn schlecht behandelt hat (ich will die Details eventuell nicht wissen). Dieser ist tief deprimiert und singt seinem Exhintern zuletzt sogar ein Abschiedslied namens »Bye-bye, Popo« vor. Daraufhin ist der Hintern so gerührt, dass er zu seinem Besitzer zurückkehrt, der ihn immer noch höflich mit Kenneth anspricht. Der Arsch antwortet voller Enthusiasmus: »Bitte, nenn mich Popo.«

Sie vereinigen sich also wieder und … was?! Ich meine, das ist eindeutig eine Serie für Kinder, und was?! Für volltrunkene Erwachsene mag das ja vielleicht ganz unterhaltsam sein, aber wer lässt seine Kinder so einen Mist anschauen? Ich komm darauf nicht klar. Ich bin wahrscheinlich einfach alt inzwischen. Aber hey, dann wiederum regt es ja auch irgendwie die Fantasie, das abstrakte Denken und den Glauben an das Unmögliche an, und so viel geistreicher sind wir ja auch nicht. *hust*

Bonus-Info: Georg hat sich glucksend dreimal hintereinander die Stelle angeschaut, als der Arsch mit Furzantrieb davonfliegt. Er ist also noch jung, wenn man meine Theorie ernst nimmt. Und der »Bye-bye, Popo«-Song ist leider ein schrecklicher Ohrwurm, den wir beide jetzt nicht mehr loswerden. Es ist ein großes Drama.

Liebe Grüße von Georg und mir – wir hoffen, wir finden ab und an etwas halbwegs Interessantes, worüber wir künftig bloggen können (also nichts mit erzürnten Hintern). ♡

Kommentare:

  1. Huhu :)
    Es ist soooooo toll wieder von.eichIch zu lesen und auch wie es euch ergangen ist so in den letzten Monaten :) ich bin ziemlich müde deswegen Krieg ich grade irgendwie keinen sinnvollen Kommentar in :D aber ich hab mit Grad eine Erinnerung ins Handy gemacht, dass ich morgen den “bye bye popo“ song googeln muss :D
    Naja aufjedenfall, ganz ganz liebe grüße Karo <3

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    1. Huhu! ♡

      Aww, wir freuen uns, dass du dich freust! ♡
      Und sinnvolle Kommentare werden total überbewertet. *gg*

      Waah, hast du das Lied echt gesucht? :D
      Wir haben bisher bloß diese Stückel-Version gefunden:
      https://www.youtube.com/watch?v=58Rs2QQJFKg
      :D :D :D :D :D

      Viele liebe Grüße von uns beiden zurück! ♡

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  2. Hallo Ihr 2,

    wie schön wieder von Euch zu lesen. Bei der Mail dachte ich schon daran, ob Ihr wieder Trouble mit der KK habt. Ich finde es nach wie vor unfaßbar, wie Ihr behandelt werdet und um jede, Euch zustehende Leistung förmlich betteln müßt. Ich drücke auf alle Fälle die Daumen, daß die Entscheidung der KK bald kommt und positiv ausfällt.

    Behörden etc. sollen halt nicht zum Vorteil der Menschen sein, die auf diese angewiesen sind. Ich durfte auch kürzlich so eine Erfahrung machen und bin heilfroh, ohne größere Blessuren aus der ganzen Aktion heraus gekommen zu sein. Aber alleine mit was man sich manchmal befassen muß und was einem dann die Kraft zu den eigentlich wichtigen und schönen Dingen des Lebens raubt, läßt einem dann etwas fassungslos zurück. Ich kann Euch da Eure Frustration echt nach fühlen.

    Ich freue mich auf alle Fälle auf Eure zukünftigen Blogs und hoffe auch wieder auf einige schöne Bilder.

    LG auch an Georg und laßt Euch nicht unter kriegen.
    Danny

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    1. Hallo Danny,

      ganz lieben Dank für deinen Kommentar! ♡

      Jaa, die KK ist so ein Fall für sich - aber es sieht so aus, als gäbe es gute Nachrichten; das müssen wir noch abschließend abklären und dann bloggen wir in den nächsten Tagen das Ergebnis. :)

      Das ist etwas, das wir nur unterschreiben können und auch von ganz vielen anderen Pflegenden/Pflegebedürftigen schon bestätigt bekommen haben: Die Pflege/Pflegebedürftigkeit allein ist es gar nicht, die einem die Energie raubt. Diese Situation ist zwar anstrengend, doch man kann sich daran gewöhnen und recht gut damit klarkommen. Gegen diese Bürokratiekämpfe und die damit oft verbundene Willkür kann man dagegen nichts tun, man ist damit anderen ausgeliefert - selbst, wenn es um die blanke Existenz geht. Das ist das Bittere, nicht primär die Pflege selbst.

      Wir geben uns Mühe, halbwegs regelmäßig etwas zu posten, auch wenn wir nichts fest versprechen können. ♡

      Ganz liebe Grüße von uns beiden! ♡

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  3. Ihr lieben, wie schön euch wieder aktiv zu sehen!! <3
    Karo war gerade bei mir als ihr gepostet und gemailt habt und wir haben uns sehr sehr sehr gefreut.

    Das Bürokratiechaos klingt so nervig und anstrengend... ich wünsche euch so sehr, dass das mit der Zeit ein bisschen leichter werden wird.

    Und die Popo-Geschichte ist das allerbeste an dem ganzen Post. :D

    Ganz liebe Grüße,
    Laura

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    1. Liebe Laura,

      wir freuen uns, dass du dich freust! ♡

      »Aktiv« ist leider bestimmt ein bisschen Auslegungssache; wir merken jetzt schon, dass vermutlich nicht zuuuu regelmäßig etwas kommen wird - aber wir versuchen es. :)

      Bei der Bürokratie ist es eigentlich eher so, dass mit der Zeit immer noch mehr dazukommt. Es gibt ja bei Georg keinen Gesundungsprozess, sondern eine Degeneration, somit häuft sich natürlich alles drum herum auch. Am meisten würden wir uns wünschen, dass die Politik da ernsthaft umdenkt - aber wie gesagt, zu unseren Lebzeiten glauben wir da wirklich nicht mehr dran. Erst, wenn mal der Großteil der Gesellschaft aus alten/älteren Menschen besteht (worauf wir ja eigentlich zuschlittern), wird Pflege wahrscheinlich etwas sein, womit sich Stimmen holen lassen.

      Hihi, Georg hat Karo ein Bild von Popo-Kenneth geschickt, hat sie dir das gezeigt? :D

      Danke für deinen lieben Kommentar und ganz liebe Grüße von uns beiden! ♡

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    2. Seid so aktiv wie es geht. :) Ich freu mich einfach, euch zu sehen!

      Es ist schade, dass solche Veränderungen in der Politik und Gesellschaft immer so lange dauern. Ich hoffe trotzdem dass sich da was tut, weil es echt notwendig ist.

      Karo hat das tatsächlich nicht getan, und ich werde sie gleich schimpfen! :D

      Liebste Grüße an euch beide <3

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    3. ♡!!

      Das stimmt, und DASS sich irgendwann etwas ändern wird, davon sind wir eigentlich überzeugt - es ist unvermeidlich, wenn die Gesellschaft weiterhin immer älter wird. Nur werden echte, spürbare Verbesserungen wahrscheinlich länger brauchen, als wir noch bewusst miterleben werden. Aber wir lassen uns gern positiv überraschen, sollten schnellere Verbesserungen kommen. :D

      Hihi, Kenneth kennst du ja inzwischen. :D

      ♡ ♡ ♡ ♡ ♡

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  4. Hallo Alex und Georg,
    ich freue mich sehr, dass ihr den Blog nicht einstampft, weil er und ihr mir einfach sehr an's Herz gewachsen seid. Schön, dass der Blog auch für euch noch einen Mehrwert hat, auch wenn ich es sehr traurig finde, dass man anhand eurer Blogeinträge sieht, wie Leute, die in häuslicher Pflege tätig sind/leben, von Behörden und Staat behandelt werden. Umso inspirierender finde ich aber auch euren Kämpfergeist, den man aus den Schilderungen eures Alltags trotz allem herauslesen kann. Und was mir auch sehr an diesem Blog und eurer Einstellung gefällt, ist, dass ihr den Blick für die kleinen schönen Momente des Alltags nicht verloren habt, und ich muss sagen, ich lese auch gerne, wie eure Teekannen heißen oder dass ihr Beeren pflücken wart. So “corny“ sich das auch anhört, aber euer Beispiel gibt mir immer ein bisschen Mut, mich von den Tücken des Lebens nicht unterkriegen zu lassen und nicht nur im Alltagsgrau zu versumpfen, sondern sich auch auf das Positive zu konzentrieren und weiterzukämpfen.
    Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Kraft, freue mich auf zukünftige Blogeinträge und schicke euch eine dicke Portion Liebe und positive Gedanken von Österreich nach Bayern <3
    Haha, oje, ich merke, ich höre mich wie eine Esoteriktante oder ein Locveve+Peace-Hippie an^^ Egal, ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine :)
    Alles Liebe
    Lisa
    (und wie immer auch liebe Grüße an Lexi)

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    1. Liebe Lisa,

      wie schön, von dir zu lesen! ♡

      Das komplette Einstampfen haben wir einfach wirklich nicht übers Herz gebracht. Viel zu erzählen haben wir zwar nicht bzw. für manches auch einfach nicht genug Lust/Energie, aber ach - wir sind zu sentimental für ein richtiges Ende. :D

      Es freut uns aber total, dass du dich freust, und auch, welchen Eindruck wir auf dich machen. Tatsächlich nehmen wir uns selbst meist ganz anders wahr - was wie Kampfgeist wirkt, ist letzten Endes häufig nur der Versuch, zu überleben, denn was bleibt uns anderes übrig? Wir empfinden uns mittlerweile weniger als Kämpfer denn als »Augen zu und durch«-Menschen - und wir versuchen, möglichst wenig Zeit darauf zu verschwenden, uns über den ganzen Mist auch noch ausgiebig aufzuregen, weil wir auch ohne diesen selbstgemachten Stress gestresst genug sind. :D

      He, Hippies sind cool! :D
      Aber nein, keine Angst, wir verstehen schon, wie du es meinst. ♡

      Und heute gibt es sogar wieder einen kleinen Post, zur Abwechslung mal mit was Positivem. :)

      Danke für deinen lieben Kommentar und alles, alles Liebe auch an dich von uns beiden! ♡
      (Grüße sind ausgerichtet! :D)

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